Jobcenter in Hamburg

2020 kümmern sich im Jobcenter Hamburg etwa 2.500 Mitarbeiter um rund 180.000 Personen, die Hartz 4 beziehen. Damit kommen ca. 72 ALG II-Empfänger auf einen Mitarbeiter. Das Verhältnis hat sich in den letzten Jahren verbessert. 2015 kamen noch 78 Leistungsempfänger auf einen Mitarbeiter. Das liegt aber nicht daran, dass mehr Menschen den Weg aus Hartz 4 gefunden haben, sondern daran, dass das Jobcenter in den vergangenen Jahren viele neue Mitarbeiter eingestellt hat. 

Die Jobcenter-Fakten in der Hafenstadt

Hartz 4 ist in Hamburg ein großes Thema. Mit 1.840.000 Einwohnern im Jahr 2020 ist der Stadtstaat Hamburg die zweitgrößte Stadt Deutschlands. Darum verblüfft es nicht, dass dort derzeit rund 64.075 Arbeitslose gelebt haben. In Relation zu den Erwerbstätigen entsteht eine Arbeitslosenquote von 6,0 %. 

Hartz 4 in Hamburg – Widerspruch erfolgreich einlegen

In Hamburg waren Anfang 2020 rund 2.235 Widersprüche anhängig. Das sind rund 66 % mehr als noch im Jahr 2013. 38 % der bearbeiteten Widersprüche hatten zumindest teilweise Erfolg. Mit Abstand die meisten Widersprüche entfallen dabei auf das Gebiet Einkommen und Vermögen. Auch in den Bereichen Kosten der Unterkunft sowie Aufhebung und Erstattung (also Rückzahlungen ans Jobcenter) legen Betroffene häufig Widerspruch ein.

Häufigste Fehler im Jobcenter Hamburg

Dazu passt auch der häufigste Fehler in diesem Jobcenter: Falsche Berechnungen der Wohnkosten. Sie sollten Ihre KdU (Kosten der Unterkunft und Heizung) sehr genau prüfen. Heizkosten werden häufig falsch berechnet.  Auch der Mehrbedarf für dezentrale Warmwasserbereitung wird oft nicht berücksichtigt. Wenn Ihre Wohnung beispielsweise mit einem Durchlauferhitzer ausgestattet ist, haben Sie mehr Stromkosten. Doch darauf haben Sie keinen Einfluss, deswegen muss das Jobcenter dann einen Mehrbedarf zahlen.

Als Besitzer eines Autos haben Sie hier ebenfalls mit Nachteilen zu kämpfen. Denn die KFZ-Haftpflichtversicherung sollte bei den Berechnungen des Hartz 4-Regelsatz berücksichtigt werden. Doch dies wird in Hamburg oft nicht gemacht. Ein weiteres Unding: Viele Bescheide werden nur für sechs  Monate ausgestellt. Dabei wäre ein Zeitraum für zwölf Monate kein Problem für das Jobcenter und für den Betroffenen eine große Erleichterung.

Jobcenter in Hamburg

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