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Bearbeitungszeiten bei Hartz 4-Anträgen

Wenn Sie Hilfe vom Jobcenter brauchen, müssen Sie dafür zunächst einen Antrag stellen. Denn das Jobcenter muss prüfen, ob Sie überhaupt berechtigt sind, Leistungen zu bekommen und wenn ja, wieviel Geld ausgezahlt wird. Doch auch wenn der Antrag mit allen nötigen Anlagen und Nachweisen beim Jobcenter vorliegt, fließt noch nicht sofort Geld. Eine Bearbeitungszeit von drei bis vier Wochen sollten Sie mindestens einplanen. Das Gleiche gilt, wenn Sie einen Weiterbewilligungsantrag stellen. Sollte das Jobcenter sich nicht an eine angemessene Bearbeitungszeit halten, können Sie sich nötigenfalls auch vor Gericht wehren. Doch was ist nun eine angemessene Bearbeitungszeit, mit der Sie rechnen können?

Hartz 4 und Schulden: Was darf gepfändet werden?

Hartz IV unterliegt als Einkommen der Pfändbarkeit. Andererseits gibt es gesetzliche Pfändungs-Freigrenzen, die weit über dem ALG II-Regelsatz von 416 Euro monatlich für eine Person liegen. Diese Freigrenzen sollen gewährleisten, dass der Schuldner sein Existenzminimum zum Leben erhält. Dies gilt auch, wenn Sie die Schulden und damit die Pfändung mutwillig verursacht haben. Wenn Sie Hartz IV erhalten, sind Sie also im Regelfall vor Pfändungen geschützt.

Erfolgsgeschichte: Warum es sich lohnt eine Untätigkeitsklage einzureichen

Nachdem sich Herr T. Hammoud in seinen Rechten verletzt fühlte und seine Probleme mit dem Jobcenter unlösbar schienen, bat er uns um Hilfe. Wir analysierten den uns vorliegenden Fall und reichten im Namen von Herrn Hammoud eine Untätigkeitsklage ein. Das Resultat: 6.000 Euro plus weitere 1.131 Euro Nachzahlungen. Herr Hammoud sagt selbst, dass der größte Erfolg, neben der hohen Geldsumme, die Gewissheit sei, dass es Menschen gibt, denen er vertrauen kann. Anwälte, die ihm den Glauben in einen Recht- und Sozialstaat wiedergegeben haben.

Orstabwesenheit bei Krankheit

Ortsabwesenheit: Rechte und Pflichten bei Reisen im Krankheitsfall

Ob Sommergrippe, Bänderriss oder psychische Probleme: Wer krank ist, kann weder im Jobcenter noch bei einer angesetzten Maßnahme erscheinen. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Regelungen zur Ortsabwesenheit ungültig werden. Im Klartext: Auch krank gemeldete Hartz-4-Empfänger brauchen grundsätzlich die Zustimmung des Jobcenters, wenn sie ihren Wohnort verlassen wollen. Und das ist gar nicht so unwahrscheinlich: Der Besuch einer Spezialklinik oder die Pflege im Haus eines Familienangehörigen sind häufig mit einer Reise verbunden. Wer hier nicht den Behördenweg einhält, riskiert die Kürzung von Leistungen.
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Hartz IV-Antrag online stellen ist nicht umebdingt möglich, aber die Vorlage kann digital ausgefüllt werden.

Hartz 4-Antrag – ist eine Antragstellung online möglich?

In Zeiten von Internet, Smartphone und WLAN haben wir uns in den letzten Jahren schnell daran gewöhnt, Dinge des alltäglichen und des nicht alltäglichen Lebens online zu erledigen. Egal ob Einkäufe, Überweisungen, Terminvereinbarungen oder die Steuererklärung: Stift und Papier oder persönliches Erscheinen sind nur noch in den seltensten Fällen notwendig. Daher überrascht es doch umso mehr, wenn bestimmte Erledigungen online nicht möglich sind. Wie sieht das bei Ihrem Hartz 4-Antrag aus? Können Sie diesen online stellen oder müssen Sie ihn persönlich beim zuständigen Jobcenter abgeben? Auf diese Frage erhalten Sie hier eine detaillierte Antwort.
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Nachhilfe nehmen

Kostenlose Nachhilfe für Schulkinder von Hartz 4-Empfängern

Nachhilfe für Schüler ist teuer. Für eine Nachhilfestunde durch ein professionelles Nachhilfeinstitut sind mindestens 30 € fällig. Monatlich kommen so schnell hohe Kosten zusammen. Eltern, die Hartz 4 empfangen, können dies aus eigenen Mitteln nicht stemmen. Deshalb gibt es mit dem Bildungs- und Teilhabepaket die Möglichkeit, professionelle Nachhilfe auf Kosten des Jobcenters in Anspruch zu nehmen. Erfahren Sie hier, unter welchen Bedingungen dies möglich ist und was Sie dafür tun müssen.

Mehrbedarf bei Erkrankung

Kann ein Mehrbedarf bei Krankheit geltend gemacht werden?

Der Hartz 4-Regelsatz dient dem Zweck, den täglichen Bedarf des Lebens zu decken. Dieser ist allerdings knapp bemessen. Darum kann durch außerplanmäßige Ausgaben, wie sie eine Krankheit erfordert, das zur Verfügung stehende Geld nicht reichen. Daher kann in bestimmten Fällen eine Krankheit des Anspruchsberechtigten zur Bejahung eines Mehrbedarfs führen.