Hartz 4 Minijob | Lohnt sich ein 450 Euro-Job bei Hartz 4?

Hartz 4 und Minijob: Lohnt sich das? Die Frage stellt sich für viele Hartz4-Empfänger:innen. Denn während gut bezahlte Vollzeitjobs oft Mangelware sind, gibt es in Deutschland inzwischen viele Jobs im Bereich Niedriglohn, zu dem auch Minijobs gehören. Bei einer Höchstverdienstgrenze von 450 Euro können sich Hartz 4-Empfänger:innen den mageren Regelsatz um immerhin bis zu 170 EUR aufbessern. Wir erklären, was es dabei zu beachten gilt.

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Darf ein Hartz 4 Empfänger jeden Nebenjob annehmen?

Wenn Sie Hartz 4 bekommen, hat das Jobcenter als oberstes Ziel, Sie in Arbeit zu bringen. Ein Minijob wird dabei in der Regel als guter Schritt in die richtige Richtung betrachtet. Im besten Fall kann sich sogar aus einem 450 Euro-Job und Nebenverdienst später eine Vollzeitbeschäftigung entwickeln. Grundsätzlich erlaubt das Jobcenter also die Ausübung eines Nebenjobs beim Bezug von Arbeitslosengeld. Schließlich will man eine mögliche folgende Integration in den regulären Arbeitsmarkt fördern.

Achtung: Zuweisung zumutbarer Arbeit

Das Jobcenter erlaubt Ihnen nicht nur die Aufnahme einer Tätigkeit, es kann Ihnen auch einen zumutbaren Nebenjob zuweisen. Der Begriff “zumutbare Arbeit” ist sehr dehnbar. Hier weichen die Vorstellungen des Jobcenter eventuell von Ihren ab, denn auch Jobs gelten als Zumutbar, die nicht Ihren Qualifikationen entsprechen.

Hartz 4 und Minijob ergänzen sich wegen der geltenden Zuverdienstregelungen gut. Als Minijobber verdienen Sie wenig: Einkommen bis zur Höchstverdienstgrenze von 450 EUR nehmen Sie am Ende des Monats mit nach Hause. Dabei bleibt durch den Grundfreibetrag von 100 EUR und weitere Abzugsbeträge ein maßgeblicher Teil Ihres Verdienstes bei Ihnen.

Achtung: Minijobber müssen Jobcenter informieren!

Noch bevor Sie Ihre neue Beschäftigung antreten, müssen Sie als Hartz 4-Empfänger:in den Minijob beim Jobcenter anmelden. Die Anzeigepflicht zum Minijob ist Teil der Mitwirkungspflichten. Ihre Mitteilung an das Jobcenter ist auch dann wichtig, wenn Sie bei Hartz 4-Bezug eine ehrenamtliche Tätigkeit ausüben, für die Sie lediglich eine Aufwandsentschädigung erhalten. Unterlassen Sie die Meldung, müssen Sie unter anderen mit einer Geldbuße rechnen..

Muss jeder Minijob an das Jobcenter gemeldet werden?

Ja. Sie müssen jeden 450 Euro-Job melden. Von der Meldepflicht gibt es grundsätzlich keine Ausnahme. Beachten Sie vor allem, dass Sie vor Antritt Ihrer Tätigkeit den Minijob anmelden, damit die Zuverdienstregelungen gleich von Anfang an korrekt umgesetzt werden.

Die Meldung beim Jobcenter hat nichts mit der Meldung des Arbeitgebers bei der Minijob-Zentrale zu tun. Für diese Anmeldung ist der Arbeitgeber zuständig. Ihre Pflicht zur Meldung beim Jobcenter besteht unabhängig von dieser Meldeverpflichtung des Arbeitgebers.

Achtung: Minijobber sollten Zuverdienst schon im Erstantrag auf Arbeitslosengeld II melden

Haben Sie bereits bei der Antragstellung für Hartz 4-Leistungen einen Nebenverdienst, sollten Sie diesen unbedingt bereits im Erstantrag erfassen. Wenn später auffliegt, dass Sie eine Tätigkeit nicht angemeldet haben, weil das Jobcenter den Zuverdienst auf Ihrem Konto bemerkt oder ein Datenabgleich durchgeführt wird, handeln Sie sich Ärger ein.

Was ist ein Minijob und wo liegt die Höchstverdienstgrenze?

Der Minijob heißt auch 450 Euro-Job. Es handelt sich dabei um ein Arbeitsverhältnis mit geringfügiger Beschäftigung. Die Höchstverdienstgrenze liegt bei 450 EUR pro Monat. In diesem Zusammenhang findet sich auch häufiger auf Bezeichnung geringfügig entlohnte Beschäftigung. Unter Umständen kann es sich auch um eine sogenannte kurzfristige Beschäftigung handeln. Dabei geht es um ein Arbeitsverhältnis von entsprechend kurzer Dauer. Diese Eingruppierung soll nicht nur Grundsicherungsempfängern eine Möglichkeit bieten, ihr Einkommen aufzubessern, sondern auch Arbeitnehmern die Möglichkeit zu einem Nebenverdienst bieten.

Vom Minijob zu unterscheiden sind ehrenamtliche Tätigkeiten. Für diese erhalten Sie regelmäßig nur Aufwandsentschädigungen und keine geregelte Entlohnung im Rahmen der 450 Euro-Grenze. Wegen der anderen Anrechnungsregeln kann sich für Hartz 4-Empfänger:innen ein Ehrenamt durchaus mehr lohnen als ein 450 Euro-Job.

Für Arbeitnehmer sind Minijobs attraktiv, denn es fallen keine Steuern oder Sozialversicherungsabgaben auf das verdiente Geld an. Deswegen haben Minijobber im Verhältnis zu sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Ende des Monats mehr von ihrem Lohn in der Hand. Das bedeutet gleichzeitig aber auch: Minijobber zahlen nicht in die Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung usw. ein und erwerben deswegen auch keine Ansprüche aus ihren Beschäftigungszeiten.

Meldung mit Beitragsgruppenschlüssel erforderlich

Auch für Arbeitgeber sind Minijobber attraktive Arbeitskräfte, denn sie sind oft relativ flexibel einsetzbar und es fallen nur Pauschalabgaben an, so dass wenig bürokratischer Aufwand entsteht. Wegen der festen Höchstverdienstgrenze sind auch die Kosten überschaubar. Wichtig ist vor allem, dass bei der Anmeldung der Beitragsgruppenschlüssel angegeben wird.

Dass Sie für die Sozialversicherung als Minijobber geführt werden, erkennen Sie daran, dass auf Ihrer Meldung zur Sozialversicherung der Beitragsgruppenschlüssel 6100 oder 6500 angegeben ist.

Hinweis: Bedeutung der Beitragsgruppenschlüssel

Der Betragsgruppenschlüssel gibt Auskunft über Ihren Versicherungsstatus. Jede Ziffer des vierstelligen Schlüssels steht dabei für eine Säule der Sozialversicherung.

  1. Stelle: Krankenversicherung
  2. Stelle:  Rentenversicherung
  3. Stelle: Arbeitslosenversicherung
  4. Stelle: Pflegeversicherung

Der Beitragsgruppenschlüssel 6100 bedeutet, dass für Sie ein Pauschalbeitrag zur Krankenversicherung abgeführt wird (Kennziffer 6), der volle Beitrag für die Rentenversicherung (Kennziffer 1), und jeweils kein Beitrag für Arbeitslosen- und Pflegeversicherung (jeweils Kennziffer 0). Haben Sie entschieden, dass Sie den vollen Beitrag zur Rentenversicherung zahlen wollen, sollten Sie auf Ihrer Meldung den Beitragsgruppenschlüssel 6500 finden.

Hinweis: Minijobber bekommen Mindestlohn

Als Minijobber bekommen Sie Niedriglohn. Doch auch mit einem Minijob/Nebenjob haben Sie allgemein einen Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn. Das heißt, ab Juli 2022 müssen Sie 10,45 EUR pro Stunde bekommen. Allerdings: Wenn Sie als langzeitarbeitslos gelten, muss in den ersten 6 Monaten Ihrer Tätigkeit kein Mindestlohn an Sie gezahlt werden.

Die Lohnentwicklung kommt bei kleinen Einkommen oft ganz zuletzt an: Schon vor der Einführung von Hartz 4 lag die Höchstverdienstgrenze bei 400 EUR. 2013 wurde sie zuletzt angehoben, so dass die Höchstverdienstgrenze nun bei 450 EUR monatlich liegt. Anders als die Hartz 4-Regelsätze, die jährlich neu berechnet werden, ist die Grenze also seit langer Zeit unverändert. Menschen, die für Niedriglohn arbeiten, profitieren aber durch den Mindestlohn trotzdem von der allgemeinen Lohnentwicklung – für das gleiche Geld müssen Sie nun weniger Stunden arbeiten.

Zuverdienstregelungen bei Hartz 4-Minijob/Nebenjob

Der Basisfreibetrag von 100 EUR zusätzlich zum Regelsatz verbleibt Ihnen bei einem Nebenverdienst neben Arbeitslosengeld II-Leistungen. Absetzbar sind außerdem berufsbedingte Aufwendungen. Fahrtkosten sind in der Pauschale enthalten, können aber unter Umständen den Freibetrag erhöhen.

Achtung: Auch Sachleistungen gelten als Zuverdienst/Einkommen

Lässt Ihnen der Arbeitgeber zum Ausgleich bestimmter Aufwendungen geldwerte Sachleistungen zukommen, gelten diese als Einkommen und werden in die gesamte Rechnung einbezogen. Denken Sie in diesem Zusammenhang beispielsweise an Essensgeld (es wird im Rahmen bestimmter Höchstsätze angerechnet), Tankgutscheine oder Warenleistungen.

Wie hoch ist der Freibetrag bei einem Minijob und wie wird genau verrechnet?

Der Grundfreibetrag von 100 EUR zusätzlich zum Regelsatz wird zu Ihren Gunsten abgezogen. Danach staffelt sich das anrechenbare Einkommen. Von einem Bruttoeinkommen zwischen 100,01 EUR und 1000 EUR können Sie 20 % von Ihrem Verdienst anrechnungsfrei behalten. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass 80 % des Verdienstes, der 100 € übersteigt, auf das ALG II angerechnet werden. Diese Zuverdienstregelungen sind so alt wie Hartz 4 und stehen immer wieder in der Kritik.

Beispielrechnung: Anrechnung auf Hartz 4 bei 450 EUR Zuverdienst

Verdienst: 450 EUR

Grundfreibetrag: 100 EUR. So viel dürfen Sie anrechnungsfrei behalten.

Freibetrag Stufe 1: 350 EUR x 20 % = 70 EUR Von den restlichen 350 EUR bleiben 70 EUR anrechnungsfrei. 

Sie haben zusätzlich zum Regelsatz also 170 EUR. Andersherum: 280 EUR werden auf das ALG II angerechnet.

Von einem Verdienst in Höhe von 1000 EUR monatlich könnten Sie 280 EUR behalten. Bei einem Bruttoverdienst von mehr als 1000 EUR verbleiben weitere 10 % des Verdienstes, der zwischen 1000,01 EUR-1200 EUR liegt (mit Kindern liegt die Höchstverdienstgrenze bei bis zu 1500 EUR), zusätzlich zu den bereits genannten Freibeträgen bei Ihnen. Haben Sie einen monatlichen Verdienst von 1200 EUR, bekommen Sie also insgesamt 300 EUR zu Ihrem Regelsatz dazu. Verdienen Sie mehr als 1200 EUR (1500 EUR mit Kindern), wird der komplette Mehrbetrag auf das ALG II angerechnet. Auch andere “Werbungskosten” wie Kosten für die Kinderbetreuung, Beiträge zur Riester-Rente oder Aufwendungen für Unterhaltsverpflichtungen können unter bestimmten Voraussetzungen vom Einkommen abzusetzen sein. Wir rechnen einmal vor, welche Auswirkungen es hat, wenn Sie entweder 150 EUR oder 1500 EUR verdienen.

Beispielrechnung: Zuverdienst von 150 EUR monatlich zu Arbeitslosengeld II

Verdienst: 150 EUR
Grundfreibetrag: 100 EUR
Freibetrag Stufe 1 von 50 EUR: 20% von 50 EUR = 10 EUR
Sie haben zusätzlich zum Regelsatz: 110 EUR

Beispielrechnung: Zuverdienst von 1500 EUR monatlich zu ALG II

Verdienst: 1500 EUR
Anrechnungsfrei bleiben:
Grundfreibetrag: 100 EUR
Freibetrag Stufe 1: 20 % von 900 EUR: 180 EUR
Freibetrag Stufe 2: 10 % von 200 EUR: 20 EUR
Einkommen über 1200 EUR: 0% von 300 EUR = 0 EUR
Sie haben zusätzlich zum Regelsatz: 300 EUR

Unsere Beispielrechnungen zeigen es: Die Zuverdienstregelungen sind nicht besonders attraktiv und für Hartz 4-Empfänger:innen lohnt es sich kaum, viel zu verdienen. Auch sind sie wegen der strengen Anrechnungsregeln fast vollständig von der Lohnentwicklung abgekoppelt. Das wird auch von Verbänden und Parteien wie der FDP immer wieder kritisiert. 

Wichtig: Trinkgeld wird auch angerechnet

Bekommen Sie in Ihrem Nebenjob Trinkgelder, dürfen sie zusätzlich zu den Freibeträgen nur 10 Euro im Monat behalten.

Was gilt bei Einkünften aus ehrenamtlichen Tätigkeiten?

Bei ehrenamtlichen Tätigkeiten ist der Grundfreibetrag höher als bei einem Nebenjob. Hier bleiben 250 EUR im Monat anrechnungsfrei. Es lohnt sich also durchaus, sich über ehrenamtliche Beschäftigungsmöglichkeiten zu informieren. Bei sozialen Trägern, Kirchen oder Sportvereinen gibt es oft ehrenamtliche Tätigkeiten, für die Aufwandsentschädigungen gezahlt werden.

Achtung: Keine Zusammenrechnung der Freibeträge bei Minijob und ehrenamtlicher Tätigkeit

Üben Sie gleichzeitig eine ehrenamtliche Tätigkeit und einen Minijob aus, kommt es nicht zu einer Zusammenrechnung der Grundfreibeträge. Es bleibt bei einem Grundfreibetrag aus der ehrenamtlichen Tätigkeit in Höhe von 250 EUR plus 100 EUR Grundfreibetrag für den Minijob usw.

Unterlassene Meldung des Minijobs: Die möglichen Folgen

Verstöße gegen die Anzeigepflicht bei Nebenjobs ziehen Sanktionen nach sich und können unter anderem mit Geldbußen bis zu 5000 EUR geahndet werden. Außerdem droht Ihnen eine Pflicht zur Rückzahlung von Beträgen, die aufgrund der unterlassenen Meldung des Nebenjobs nicht ordnungsgemäß auf Ihre Leistungen verrechnet wurden.

Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 5. November 2019 zum AZ 1 BvL 7/16 dürfen die Sanktionen aber bis zu einer gesetzlichen Neuregelung des § 31a Abs. 1 SGB II nicht mehr als 30 % Leistungskürzung ausmachen. Hier sind aber noch Fragen offen, und manche Beteiligte streiten über die Tragweite dieses Urteils. Zum einen haben die Verfassungsrichter im konkreten Fall nur über Hartz 4- Empfänger entschieden, die älter als 25 Jahre sind. Zum anderen halten sich längst nicht alle Jobcenter an das Urteil und an eine entsprechende Weisung der Bundesagentur, weil sie sich als kommunale Jobcenter nicht als an Weisungen der Bundesagentur gebunden betrachten. Hier kann es also bei unterlassener Meldung des Nebenjobs an das Jobcenter verstärkt auch zu rechtlichen Auseinandersetzungen über mögliche Sanktionen kommen.

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Geschrieben von: Johanna Höfer

Nach einem Master in Transkulturelle Studien an der Universität Bremen arbeitete sie als Sozialarbeiterin zuerst bei der AWO und dann für die Stadt Bremen. Nun informiert sie als Redakteurin bei hartz4widerspruch.de über praktische Tipps für den Umgang mit Hartz IV.

Fragen & Antworten

Was bleibt von 450 Euro Job bei Hartz 4?
Wenn Sie 450 EUR verdienen, können Sie 100 EUR anrechnungsfrei behalten, von den restlichen 350 EUR werden 80 % angerechnet. Ihnen bleiben also 170 EUR.
Wie viel Geld darf man sich bei Hartz 4 dazu verdienen?
Sie dürfen so viel Geld dazuverdienen wie Sie möchten. Einkommen über 100 EUR wird allerdings zum Großteil auf die Hartz 4-Leistungen angerechnet.
Wie viel darf ich von 450 Euro behalten?
Je mehr Sie dazuverdienen, desto mehr wird auch angerechnet. Von 450 EUR bleiben im Monat 170 EUR Zuverdienst.
Lohnt sich ein 450 Euro Job bei Hartz 4?
Je geringer Ihr Einkommen ist, desto mehr können Sie davon behalten. Man könnte also sagen, ein 450 Euro-Job lohnt sich für Hartz 4-Empfänger:innen mehr als ein sozialversicherungspflichtiger Teilzeitjob.

10 Antworten auf „Minijob“

  1. Hallo, ich beziehe Hartz4 und habe einen 450euro Job, oft bekome ich diese 450 euro aber garnicht . Wenn ich 403 euro bekomme ,muss mir das JC dann die 47 Euro als ausgleich zahlen ?

    1. Hallo Anja,
      teilen Sie dem Jobcenter regelmäßig Ihr monatliches Einkommen mit. Nach Ablauf Ihres jeweiligen Bewilligungszeitraumes sollten Sie dann eine Nachzahlung erhalten.
      Viele Grüße

  2. Hallo,
    verstehe ich es richtig , dass wenn jemand Hartz4 bekommt und einen 450 Euro Job macht, 280 Euro auf die ALG II Leistung angerechnet wird, also vom Grundbezug abgezogen werden. 170 Euro darf man behalten…macht ja letztendlich dann 100 Euro weniger, was derjenige zur Verfügung hat mit seinen Leistungen vom ALG II und Job?

    Gruß
    Maren

    1. Hallo Maren,
      ja, bei einem Einkommen von 450 EUR bleiben unterm Strich rund 170 EUR nach Anrechnung übrig. Die haben Leistungsberechtigte dann zusätzlich zu ihrem Hartz 4-Satz zur Verfügung.
      Viele Grüße

  3. Liebe Frau Höfer
    Ich bin so glücklich das ich ihre Seite gesehn habe ich habe eine sehr wichtige Frage unzwar
    Arbeite und bin gemeldet von vom 15.februer bis 1.12 2022 in einer Eisdiele asl minijob 450basis mein man hat seinen feten job habe 3kinder und ein Eigentumshaus jetzt meine frage vom 1.12.2022 bis 15.februer 2023 bin ich ohne job kann ich für die fast 3monate Arbeitslosengeld beantragen?

    1. Hallo Ranja,
      das hängt davon ab, ob das Einkommen Ihres Mannes ggf. ausreicht, um für die ganze Familie zu sorgen. Und auch Ihr Haus spielt eine Rolle: Wenn das Jobcenter die Immobilie als unangemessen bewertet, kann es ebenfalls sein, dass Sie keinen Anspruch haben bzw. dazu aufgefordert werden, erst Ihr Haus zu verkaufen, um Ihren Lebensunterhalt aus den Einnahmen zu bestreiten. Pauschal können wir Ihnen Ihre Frage also leider nicht beantworten.
      Viele Grüße

  4. Liebe Frau Höfer, vielen lieben Dank für Ihre schnelle Antwort. Bei der Jobcenter-Info sagten sie mir zwar,dass er dann aus der BG kommt,doch solange er bei mir wohnt, all sein Einkommen trotzdem mit angerechnet werden würde.Stimmt das so?

    1. Hallo Ayla,
      vermutlich besteht bei Ihnen dann eine Haushaltsgemeinschaft und keine Bedarfsgemeinschaft mehr. Lesen Sie gerne unseren Ratgeber zu den unterschiedlichen Anrechnungsregelungen.
      Viele Grüße

  5. Mein Sohn macht ist 19 und macht grade eine Ausbildung.Zusätzlich möchte er einen 450€ Job anfangen.Damit würde er keine Zahlung mehr vom JC erhalten.Das JC sagt aber,es würde alles ausser 100€ angerechnet werden.Soviel ich weiss, müssen Jugendliche unter 25 nicht für seine Eltern unterhaltsverpflichtet sein?? Er müsste doch raus aus der BG und in eine Haushaltsgemeinschaft?

    1. Hallo Ayla!
      Wenn Ihr Sohn seinen Bedarf (inklusive Anteil an den Kosten der Unterkunft) selbst decken kann, müsste er in der Tat aus der Bedarfsgemeinschaft herausfallen. Wenn Sie nicht sicher sind, wie hoch sein Bedarf ist, schauen Sie in Ihren Bescheid. Und falls er seinen Bedarf tatsächlich selbst deckt und das Jobcenter ihn im nächsten Bescheid immer noch als Mitglied der Bedarfsgemeinschaft führt, lassen Sie den Bescheid gerne von unseren Partneranwälten prüfen und gegebenenfalls Widerspruch einlegen.
      Viele Grüße

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