Hartz 4 und Wohngemeinschaft: Diese Kosten übernimmt das Jobcenter

Viele Leistungsempfänger von Hartz IV leben mit anderen Personen zusammen. Dabei gibt es die unterschiedlichsten Wohnsituationen. Entsprechend unterscheidet das Gesetz zwischen der Bedarfsgemeinschaft, der Haushaltsgemeinschaft und der Wohngemeinschaft. Jede dieser Wohnformen unterliegt bestimmten Regeln, die sich auf den Bezug von Arbeitslosengeld II mehr oder weniger auswirken. Für viele ist die Wohngemeinschaft die ideale Lösung. Doch was genau versteht der Gesetzgeber darunter und worauf müssen Sie als Bezieher von Hartz IV achten?

Unser Service für Sie
Bescheid vom Jobcenter durch unsere Partneranwälte prüfen lassen und direkt mehr Hartz 4 erhalten!
Bescheid kostenlos prüfen

Bedarfsgemeinschaft, Haushaltsgemeinschaft, Wohngemeinschaft – die Unterschiede

Leben Sie nicht allein in Ihrer Wohnung, dann befinden Sie sich in einer der genannten Lebensgemeinschaften. Vor allem die Haushalts- und Bedarfsgemeinschaft wirken sich auf den Hartz IV-Bezug aus.

Bedarfsgemeinschaft

Eine Bedarfsgemeinschaft besteht immer aus den engsten Familienmitgliedern. Dazu zählen Ehepartner, Partner einer eingetragenen Lebensgemeinschaft oder Partner, mit denen ein Hartz IV-Bezugsberechtigter in einer eheähnlichen Gemeinschaft lebt.

Kinder gehören unter folgenden Voraussetzungen zur Bedarfsgemeinschaft:

  • Jünger als 25 Jahre
  • Unverheiratet
  • Kind besitzt kein eigenes bedarfsdeckendes Einkommen oder Vermögen.

Wann gehören Kinder zu einer Bedarfsgemeinschaft

Bei der Bedarfsgemeinschaft geht das Gesetz davon aus, dass sich die erwerbsfähigen Personen finanziell unterstützen und füreinander Verantwortung übernehmen.

Daher wirkt sich diese Wohnsituation auf die Hartz IV-Bezüge besonders deutlich aus. Welche Folgen das im Detail sein können, lesen Sie unter Bedarfsgemeinschaft.

Haushaltsgemeinschaft

In einer Haushaltsgemeinschaft leben mindestens zwei Personen, die miteinander verwandt oder verschwägert sind. In diesem Fall zählen auch Pflegeeltern und Kinder über 25 Jahre als Teil der Haushaltsgemeinschaft.

Zusätzlich erfüllen die in der Haushaltsgemeinschaft lebenden Personen folgende Kriterien:

  • Sie unterstützen sich finanziell.
  • Sie wirtschaften gemeinsam.
  • Sie teilen alle anfallenden Kosten für Wohnraum, Einkäufe usw. zumindest teilweise untereinander auf.

Wie sich diese Wohn- und Lebenssituation auf das Arbeitslosengeld II genau auswirkt, darüber informiert Sie der Beitrag zum Thema Haushaltsgemeinschaft.

Achtung: Haushalts- und Bedrafsgemeinschaften werden Wohngemeinschaften

Sowohl eine Haushaltsgemeinschaft, wie auch eine Bedarfsgemeinschaft, werden unter bestimmten Voraussetzungen zur Wohngemeinschaft!

Wohngemeinschaft und die Voraussetzungen

Viele Bezieher von Hartz IV entscheiden sich für die Wohngemeinschaft mit ihren zahlreichen Vorteilen. Denn zusätzlich zu den geringeren Kosten erleichtert eine Wohngemeinschaft die Teilhabe am sozialen Leben oder die Kinderbetreuung. Doch wie unterscheidet sich die Wohngemeinschaft von der Bedarfs- und Haushaltsgemeinschaft?

  • Es fehlt der Wille zur finanziellen Unterstützung.
  • Kein gemeinsames Wirtschaften.
  • Mitbewohner übernehmen keine gegenseitige Verantwortung.


Unterschied Wohngemeinschaft und Bedarfs-/ Haushaltsgemeinschaft

Unter Umständen verlangt das Jobcenter von den Mitbewohnern eine eidesstattliche Erklärung darüber, dass keine Bedarfs- oder Haushaltsgemeinschaft vorliegt.

Keine Hartz IV-Kürzung in Wohngemeinschaft

Leben Sie in einer Wohngemeinschaft, verfügen Sie immer über ein eigenes Schlafzimmer und übernehmen ausschließlich die anteiligen Kosten für Miete und Nebenkosten. Sie tragen keine Verantwortung für Ihre Mitbewohner und unterstützen diese nicht finanziell. Genauso wenig teilen Sie sich die Kosten für das tägliche Leben.

Daraus ergibt sich, dass die Bewohner einer Wohngemeinschaft nur für sich verantwortlich und finanziell eigenständig sind. Solange jeder Bewohner einer Wohngemeinschaft diese Kriterien erfüllt, darf das Jobcenter keine Bezüge kürzen. Unabhängig davon, ob nur eine Person oder alle Personen Arbeitslosengeld II beziehen.

Wohngemeinschaft mit Familienmitgliedern möglich

Ein wichtiges Thema ist das Zusammenleben mit ehemaligen Partnern, Familienmitgliedern oder Verwandten. So wohnen immer öfter ehemalige Partner nach der Trennung weiterhin zusammen. Dies können reine Kostengründe sein oder sie optimieren auf diese Weise die Betreuung der gemeinsamen Kinder. Also bilden sie eine Wohngemeinschaft und teilen die anfallenden Miet- und Wohnnebenkosten.

Dabei erfolgt weder eine finanzielle Unterstützung des ehemaligen Partners, noch übernehmen die beiden Menschen eine gegenseitige Verantwortung. Leider entscheidet das Jobcenter in diesen Fällen oft automatisch für eine Bedarfsgemeinschaft, verweigert den Bezug von Hartz IV komplett oder reduziert ihn. Handelt es sich nachweislich um eine Wohngemeinschaft, ist diese Vorgehensweise nicht korrekt.

Oft hilft in diesem Fall nur der Gang zum Anwalt, um erfolgreich zu widersprechen. Alternativ bietet sich die kostenlose Prüfung des Bescheids durch die erfahrenen Partneranwälte von hartz4widerspruch.de an.

Achtung: Mitbewohner übernehmen keine finanzielle Unterstützung

Es handelt sich immer dann um eine Wohngemeinschaft, wenn die Mitbewohner nachweislich keinen Willen zur finanziellen Unterstützung zeigen. Zugleich übernehmen sie keinerlei gegenseitige Verantwortung. Unabhängig davon, ob es sich bei den Mitbewohnern um Freunde, Verwandte oder ehemalige Partner handelt!

Darauf sollten Hartz IV-Bezieher bei der Wohngemeinschaft achten

Bilden Sie eine Wohngemeinschaft oder ziehen Sie in eine WG ein, gibt es verschiedenste Dinge zu beachten. Dies gilt einerseits für die rechtlichen Voraussetzungen, wie die angemessene Höhe der Miete oder die Form der Mietverträge. Aber auch Details, wie die gemeinsame Aufbewahrung von Lebensmitteln in Küchen- und Kühlschränken könnten eventuell zum Fallstrick werden. So kann es beispielsweise hilfreich sein, die Lagermöglichkeiten unter den Mitbewohnern eindeutig voneinander getrennt aufzuteilen.

Mietvertrag und anteilige Kosten

Das Jobcenter übernimmt die Mietkosten entsprechend der gesetzlichen Vorgaben. Dies gilt für die Miete selbst und für die anteiligen Nebenkosten. In der Regel ist hier kein Unterschied zwischen einer Wohngemeinschaft oder einer eigenen Wohnung, die Sie allein bewohnen. In beiden Fällen müssen die Höhe der Bruttokaltmiete sowie die Heizkosten angemessen sein. Dabei orientiert sich das Jobcenter an den regionalen Richtwerten.

Hauptmietvertrag oder Untermietvertrag?

Beziehen Sie die Räume einer Wohngemeinschaft oder bilden diese gemeinsam mit anderen Mitbewohnern, gibt es hinsichtlich des Mietvertrags zwei Varianten. Häufig mietet eine Person eine Wohnung an und schließt den Hauptmietvertrag mit dem Passus der erlaubten Untervermietung einzelner Räume ab. Alle anderen Mitbewohner erhalten einen Untermietvertrag für den privat genutzten Raum und die Mitbenutzung der Gemeinschaftsräume wie Bad und Küche.

Die Alternative ist ein Hauptmietvertrag, in dem alle Mieter der Wohngemeinschaft eingetragen sind. Dieser enthält jedoch nicht nur Ihre persönlichen Daten, sondern auch die Daten Ihrer Mitbewohner. Zieht ein Mitbewohner aus und ein anderer neu ein, muss der Hauptmietvertrag jedes Mal aufwendig geändert werden. Oft verlangen die Jobcenter einen Hauptmietvertrag. Damit kontrolliert das Amt, ob alle Bewohner den gleichen Kostenanteil bezahlen. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass der Großteil der Kosten auf das Jobcenter abgewälzt wird.

Achtung: Jobcenter darf nur selten Hauptmietvertrag verlangen

Obwohl das Jobcenter einen Hauptmietvertrag anstelle eines bestehenden Untermietvertrags einfordert, ist dies rechtlich nicht korrekt. Aus Datenschutzgründen darf die Behörde einen Hauptmietvertrag nur in Ausnahmefällen verlangen.

Wer übernimmt die Kosten für eine fällige Kaution?

Zumeist ist vor dem Einzug in eine Wohngemeinschaft eine Kaution fällig. Diese übernimmt das Jobcenter nicht als Beihilfe. Allerdings können Sie einen Antrag auf ein zinsloses Darlehen stellen. In diesem Fall reduziert sich der Hartz IV-Bezug um monatlich 10 Prozent, bis das Darlehen getilgt ist. Lassen Sie sich die Übernahme der Mietkosten sowie die Darlehensgewährung vor Bezug vom Jobcenter unbedingt bestätigen.

Wenn das Jobcenter die Wohngemeinschaft ablehnt

Es gibt die unterschiedlichsten Situationen, in denen das Jobcenter die Wohngemeinschaft nicht akzeptiert und zumindest auf einer Haushaltsgemeinschaft besteht. Dies zieht für Sie durch die Kürzung des Bezugs selbstverständlich erhebliche Probleme nach sich. Nutzen Sie in diesem Fall das kostenlose Angebot von hartz4widerspruch.de. Unsere erfahrenen Partneranwälte prüfen für Sie die vorliegenden Bescheide. Legen Sie für Sie kostenlosen Widerspruch gegen nicht korrekte Hartz IV-Bescheide ein.

Hartz 4-Bescheid durch unsere Partneranwälte kostenlos prüfen lassen

  • Komplett kostenlos
  • Hohe Erfolgsquote
  • Bis zu 650 Euro mehr im Jahr
Bescheid kostenlos prüfen
Sehen Sie unsere 125 Bewertungen auf

Wie hat Ihnen dieser Beitrag gefallen?

0 / 5 Gesamt: 4.78

Your page rank:

Geschrieben von: Nassir Jaghoori

Er studierte in Hamburg und Speyer Rechts- und Verwaltungswissenschaften. Nach dem Referendariat beim Hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg hat er sich als Angestellter der Agentur für Arbeit im SGB II spezialisiert. Als einer unserer Partneranwälte von hartz4widerspruch.de kennt er sich bestens mit den aktuellen Entwicklungen im Sozialrecht aus.

17 Antworten auf „Wohngemeinschaft“

  1. Hallo, ich wohne in einer recht teuren Stadt und suche aktuell Wohnung, bzw evtl mit jmd zusammen, dann in Untermiete. Ich bin nicht sicher, ob das Vorgehen des Jobcenters hier bei Untermiete rechtens ist. Es gibt hier natürlich die angemssene Stadtobergrenze für eine Einzelperson, die ist hier 505 € kalt. Nun sagt das Jobcenter bei WG erkennen sie weniger an, da haben sie eine Pauschale pro qm, die wesentlich weniger liegt. Sie sagen, die Mietobergrenzen gelten für eine abgeschlossene Wohnung mit Bad, Küche, nicht bei Untermiete. Ist das rechtens? Danke

    1. Hallo Patricia,
      wenn es sich bei Ihnen um eine Wohngemeinschaft handelt, haben Sie Anspruch auf Kosten der Unterkunft bis zu Angemessenheitsgrenze pro Person. Heißt: Es gilt die Grenze, die für jemanden gilt, der alleine wohnt. Haben Sie einen schriftlichen Bescheid erhalten, lassen Sie diesen durch unsere Partneranwälte prüfen, um ggf. Widerspruch einzulegen. Wichtig ist, dass der Bescheid nicht älter als einen Monat sein darf.
      Viele Grüße

  2. Hallo, mein Untermieter und ich wohnen seit längerem mit mehr oder weniger problemen und streiterein in einer WG . Alleine in der Wohnung zu bleiben ist zu teuer da ich immer auf Untermieter angewiesen bin . Er möchte jetzt in eine billigere Wohnung ziehen ( beiede Insolvenzt) und hat mich gefragt ob ich mit ziehen möchte da wir für uns die Miete noch günstiger wäre. Natürlich mit Untermietervertrag und 3 Zimmerwohnung. Er ist vollzeit arbeiten und ich vom Amt. Kann das Amt was dagegen sagen oder eine Bedarfsgemeinschaft unterstellen. Da wir eigentlich nur befreundet sind.

    1. Hallo Kerstin,
      es kann immer passieren, dass das Jobcenter von einer Bedarfsgemeinschaft ausgeht. Vor allem, wenn Sie länger als ein Jahr zusammen wohnen. Der Behörde das Gegenteil zu beweisen, gestaltet sich dabei oft schwierig. Auch sollten Sie sich den Umzug vorab zwecks Kostenübernahme (ein entsprechender Beitrag dazu: Übernahme der Umzugskosten von Hartz 4-Empfängern) genehmigen lassen. Selbst wenn die Wohnung günstiger ist, kann das Jobcenter die Übernahme der Umzugskosten ablehnen.
      Viele Grüße

  3. Ich teile mir mit meinem Mitbewohner eine 4 Zimmer Wohnung. Da ich selbst nur einen Minijob ausübe bekommen ich Leistungen vom Jobcenter. Heute einen Brief erhalten das meine Leistungen komplett gestrichen wurden, weil die davon ausgehen wenn man länger als ein Jahr mit jemandem die Wohnung teilt, das man ein Paar ist.
    Habe Widerspruch eingelegt. Bin ratlos wovon soll ich nächsten Monat meine Miete zahlen?

    1. Hallo Heike,
      das Jobcenter scheint nun davon auszugehen, dass Sie eine Bedarfsgemeinschaft darstellen. Um klarzustellen, dass es sich bei Ihnen WG handelt, können Sie weitere Nachweise erbringen. Dazu zählt beispielsweise ein Untermietvertrag. Das Jobcenter kann unter Umständen auch eine eidesstattliche Erklärung verlangen. Da Sie bereits Widerspruch eingelegt haben, erübrigt sich eine Prüfung Ihres Bescheides leider durch unsere Partneranwälte.
      Viele Grüße

  4. Guten Tag ich habe meine beste Freundin mit in die Wohnung genommen das Problem ist das sie rente bekommt und ich auch leider zahlt das sozial amt jetzt die Miete nicht mehr leider reicht das Geld nicht mehr für dem Leben was kann man tun

    1. Hallo Herr Stephan,
      bei Angelegenheiten mit dem Sozialamt können wir leider nicht behilflich sein.
      Viele Grüße

  5. Ich hab bis Anfang des Jahres zusammen mit meinen Vollzeitarbeitenden söhnen(27 +24) ein Mietshaus gemeinsam bewohnt.mein jüngster Sohn und ich die nur eine BG sind,sind aufstocker mit Minijob.jetzt ist mein Sohn 27 Ende Januar ausgezogen.da das Haus jetzt dann zu teuer oder zu groß wäre und man zur Zeit auch schlecht was neues findet, haben wir uns entschlossen,den ehemaligen Wohnraum meines ausgezogen Sohnes als wg Zimmer zu vermieten.wir haben es dann untervermietet.die miete Strom Gas Internet usw. wird genauso geteilt wie vorher.die Mitbewohnerin, ist auch Aufstocker.sie hat einen midijob.das Problem.ist jetzt.wo mein Sohn bei uns gewohnt hat,hatte ich 220 € mehr überwiesen bekommen von der Arge als jetzt.die rechnen die untervermietung als Einkommen an,obwohl es ja direkt an Vermieter, Strom Gaslieferant weitergeleitet wird ,sowie es vorher auch war
    Es fehlen Jeden Monat die 220 € und ich weiss nicht mehr noch ein noch aus.kommen nicht mehr hin

    1. Hallo Frau Senior,
      ich empfehle Ihnen, Ihren neuen Bescheid einmal prüfen zu lassen. Im Anschluss können Sie dann Widerspruch gegen Ihren Bescheid einlegen. Unsere Partneranwälte von hartz4widerspruch helfen Ihnen dabei. Für Sie ist der Service komplett kostenlos.
      Viele Grüße

  6. Ich, 23 Jahre alt, lebe mit meinen Eltern und Geschwistern in einer Bedarfsgemeinschaft, aber ich würde gerne zu einer Wohngemeinschaft wechseln. Wäre das denn möglich?

    1. Hallo,
      das Jobcenter kann das ablehnen, denn den Wunsch nach einer (mehr oder weniger) eigenen Bleibe, akzeptiert das Jobcenter nicht als Umzugsgrund, sofern Sie unter 25 Jahre alt sind. Hierzu ein Ratgeber: Umzug als Hartz 4-Empfänger.
      Viele Grüße

  7. Die Freundin von meinem Sohn wohnt mit mir, – Vater vom Sohn – in meinen Haus.. Das sie schwanger war und jetzt auch ein Kind von meinem Sohn hat und keinen Mietvertrag mit mir hat. Habe ich sie nur aufgenommen weil sie mittellos und schwanger war.. Das Jugendamt hat daraufhin mir gesagt ich muss sie anmelden damit sie Kindergeld bekommt.. Werde ichjetzt zur selbstauskunft herangezogen?? Das sie sich von meinem Sohn trennt.. Wie gesagt ich sie aufgenommen weil sie schwanger und hilflos war.. Mein Sohn ist der Vater des geboren Kindes. Meines Enkel

    1. Hallo Bernd,
      möglicherweise geht es bei der Freundin Ihres Sohnes lediglich darum, sie als weiteres Mitglied der Bedarfsgemeinschaft anzumelden. Fragen Sie noch einmal beim Jugendamt nach, was es mit der Anmeldung auf sich hat und lassen Sie es sich genau erklären.
      Viele Grüße

  8. Ich bin Anteilsbesitzer einer selbstbewohnten Immobilie. Das Jobcenter lässt nun Wertgutachten über das Vermögen der anderen Wohnungseigentümer (anteilige Grundbesitzeigentümer) erstellen, obwohl diese getrennt von mir wohnen, keinerlei Grundsicherungsbezug besteht und keine Beantragung.
    Dies ist datenschutzrechtlich nicht tragbar. Gibt es noch weitere Rechtsvorschriften wogegen diese Ermittlungsanmaßung verstößt?

    1. Ich bin 20 Jahre alt und lebe mit meinem Vater und meiner Schwester die Herzerkrankt ist in einer 3 Zimmer Wohnung. Mein Vater und meine Schwester beziehen Hartz IV (ich nicht mehr). Ich habe am 19.11.2021 angefangen vollzeit zuarbeiten und mein Regelbedarf ist dabei weggefallen so ,dass ich mit dem Geld was ich verdiene für mich selber sorgen kann. Kann ich damit rechnen dass das Jobcenter von mir verlangt dass ich den meisten Teil oder bzw. Volle Miete selber zahlen muss? Oder gäbe es denn da keinen anderen Weg? *mein Vater kriegt keine Finanzielle Unterstützung von mir*

    2. Hallo Aris,
      Ihr Verdienst dürfte bei der Berechnung der Leistungen für Ihren Vater und Ihre Schwester berücksichtigt werden, die Miete dabei anteilig. Ich würde Ihrem Vater und Ihrer Schwester aber dazu raten, ihre nächsten Bescheide mithilfe unserer Partneranwälte prüfen zu lassen, um sicherzugehen, dass eine korrekte Berechnung durch das Jobcenter erfolgt ist. Gleiches rate ich auch Ihnen, sollten Sie noch einen Bescheid vom Jobcenter erhalten.
      Viele Grüße

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.