Darf ich mit Bürgergeld mein Wohneigentum behalten?

Der Bezug von Bürgergeld (ehemals Hartz IV) ist ein tiefer Einschnitt in das Alltagsleben. Viele Besitzer eines Hauses oder einer Eigentumswohnung befürchten, dass sie durch ihr Wohneigentum gegenüber dem Jobcenter keinen Anspruch auf diese Sozialleistung haben oder die Immobilie zuvor verkaufen müssen. Diese Annahme ist jedoch in vielen Fällen grundlos. Selbstgenutztes Wohneigentum in angemessener Größe gehört zum Schonvermögen und steht dem Anspruch auf Bürgergeld nicht entgegen.

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Das Wichtigste in Kürze:

Wenn Sie Bürgergeld benötigen, um Ihren Lebensunterhalt zu sichern, können Sie für das Jobcenter trotz eines Eigenheims als hilfebedürftig gelten und einen Leistungsanspruch haben. Voraussetzung dafür ist, dass Sie die Immobilie selbst nutzen und deren Größe angemessen ist.

Wenn das eigene Haus oder die Eigentumswohnung aufgrund der bisherigen Rechtsprechung nicht als angemessen gelten, kann das Jobcenter für die Gewährung des Bürgergeld-Bezugs eine zumutbare wirtschaftliche Verwertung der Immobilie verlangen. Dabei kann es sich um einen Verkauf, aber auch um eine teilweise Untervermietung handeln.

Nebenkosten für das Eigenheim (Betriebs- und Heizungskosten, Zinsen, Grundsteuer und einige weitere Kosten) werden durch das Jobcenter übernommen. Tilgungsraten für einen Immobilienkredit übernimmt das Jobcenter – einmal abgesehen von wenigen Einzelfallentscheidungen – nicht.

Bürgergeld-Bezug und ein eigenes Haus besitzen? Ist das möglich?

Hier liegt die größte Befürchtung der meisten Haus- und Wohnungseigentümer, die gezwungen sind, einen Antrag auf Bürgergeld (ehemals Hartz IV) zu stellen. Vom Grundsatz her sieht der Gesetzgeber vor, dass Leistungen für Arbeitsuchende nur dann gezahlt werden, wenn der Antragsteller nicht in der Lage ist, seinen Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln zu bestreiten. Einkommen und Vermögen, die bestimmte Grenzen überschreiten, können auf die Bürgergeld-Zahlung somit angerechnet werden. Ebenso kann das Jobcenter verlangen, dass vorhandenes Vermögen zunächst aufgebraucht wird, bevor Bürgergeld gezahlt wird.

Ein selbstgenutztes Haus oder eine Eigentumswohnung gehören jedoch zum sogenannten Schonvermögen, sofern sie angemessen groß sind. Auch weitere Kosten werden durch das Jobcenter in angemessenem Umfang übernommen. Zu den Kosten, die durch das Jobcenter übernommen werden können, gehören:

  • umlagefähige Betriebskosten sowie Heiz- und Warmwasserkosten
  • Zinsen für einen laufenden Immobilienkredit und andere dauernde Lasten
  • Grundsteuern und öffentliche Abgaben für das Haus oder die Eigentumswohnung
  • Versicherungsbeiträge
  • unabwendbare Aufwendungen für Instandhaltung und Reparaturen. Allerdings werden diese Kosten in der Regel nur erstattet, wenn es sich dabei um regelmäßig anfallende Instandhaltungsarbeiten wie beispielsweise die Wartung einer Gastherme oder Heizung handelt. Für einmalige Reparaturen wie zum Beispiel eine Dacherneuerung gibt es normalerweise keine Erstattung. Jedoch können Sie dafür bei Ihrem Jobcenter einen Antrag auf ein zinsloses Darlehen stellen.

Ebenso wie die Größe des Wohneigentums müssen auch diese Kosten angemessen sein. Zudem müssen sie in ihrem Umfang den Leistungen entsprechen, die auch Mieter beim Bürgergeld erhalten, um den im Grundgesetz vorgesehenen Gleichbehandlungsgrundsatz einzuhalten.

Der Besitz eines Hauses oder einer Eigentumswohnung steht dem Bezug von Bürgergeld also vom Grundsatz her nicht entgegen. In § 12 Abs. 4 des zweiten Sozialgesetzbuches (SGB II) ist ausdrücklich vorgesehen, dass selbstgenutzte Hausgrundstücke und Eigentumswohnungen in angemessener Größe zum Schonvermögen zählen und folglich keine Anrechnung auf die Sozialleistung erfolgt.

Wann darf ich mein Haus behalten?

Solange Ihr Wohneigentum durch das Jobcenter nicht als unangemessen bewertet wird, dürfen Sie Ihr Haus oder Ihre Eigentumswohnung behalten und können trotzdem Bürgergeld beziehen. Das wichtigste Kriterium dafür ist die Größe der Immobilie. Eigentümer sind hier etwas besser gestellt als Mieter, für die enger gefasste Regelungen bei der Wohnungsgröße gelten. Hierbei werden jedoch auch einige weitere Kriterien (Quadratmeterpreis der aktuellen Wohnung, Mietspiegel des Wohnorts) angewendet.

Bei der angemessenen Größe für selbstgenutztes Wohneigentum unterscheidet der Gesetzgeber zwischen Häusern und Eigentumswohnungen. Auch die Grundstücksgröße spielt für die Bewertung als angemessenes Wohneigentum eine Rolle. Aufgrund der geltenden Rechtsprechung gelten hier die folgenden Werte:

  1. Selbst genutzte Einfamilienhäuser
    • Haushalte mit ein bis zwei Personen – eine maximale Wohnfläche von 90 Quadratmetern
    • Haushalte mit drei Personen – eine maximale Wohnfläche von 110 Quadratmetern
    • Haushalte mit vier Personen – eine maximale Wohnfläche von 130 Quadratmetern
  2. Selbst genutzte Eigentumswohnungen
    • Haushalte mit ein bis zwei Personen – eine maximale Wohnfläche von 80 Quadratmetern
    • Haushalte mit drei Personen – eine maximale Wohnfläche von 100 Quadratmetern
    • Haushalte mit vier Personen – eine maximale Wohnfläche von 120 Quadratmetern
    • Für jede weitere Person im Haushalt/in der Bedarfsgemeinschaft gibt es einen Zuschlag von 20 Quadratmetern auf die Gesamtwohnfläche. Aufgrund von Einzelfallentscheidungen können auch größere Häuser und Eigentumswohnungen angemessen sein. Gründe dafür sind beispielsweise besondere persönliche oder berufliche Bedürfnisse des Eigentümers sowie die häusliche Pflege von Familienangehörigen.
  3. Grundstücksgrößen:
    • im städtischen Bereich etwa 500 Quadratmeter
    • in ländlichen Regionen etwa 800 Quadratmeter

In welchen Fällen darf ich bei Hartz 4 mein Eigentum behalten?

Achtung: Ein- und Auszüge

Wenn sich die Haushaltsgröße ändert, kann sich daraus eine neue Bewertung der Angemessenheit der Wohnungsgröße ergeben. Bespiel: Sie haben bisher mit zwei Kindern in einem selbst genutzten Eigenheim gelebt und hatten folglich bis zu einer Wohnfläche von bis zu 130 Quadratmetern Anspruch auf Bürgergeld. Inzwischen sind Ihre erwachsenen Kinder ausgezogen. Als angemessen gilt jetzt nur noch eine Wohnfläche von maximal 90 Quadratmetern.

Was passiert, wenn mein Wohneigentum nicht angemessen ist?

Ob Ihr Wohneigentum angemessen ist und Ihrem Bürgergeld-Anspruch folglich nichts entgegensteht, prüft das Jobcenter im Rahmen einer Bedürftigkeitsprüfung. Auch wenn das Haus oder die Eigentumswohnung die Angemessenheitskriterien nicht erfüllen, müssen Sie die Immobilie jedoch nicht in jedem Fall verkaufen. Oft reicht die Untervermietung von einem oder mehreren Räumen aus, um wieder in den fürs Bürgergeld angemessen Bereich zu gelangen. Bei zu großen Grundstücksflächen ist eventuell ein Teilverkauf zu prüfen.

Wenn die Möglichkeit zur Untervermietung und/oder zu einer Grundstücksteilung nicht besteht, kann es dazu kommen, dass Sie Ihr Haus oder Ihre Eigentumswohnung verkaufen müssen. Da es in der Regel nicht möglich ist, eine Immobilie umgehend zu verkaufen, können Sie bis zum Verkauf Bürgergeld als Darlehen erhalten. Ein solches Darlehen wird durch das Jobcenter vergeben. Die Tilgung erfolgt zunächst aus den laufenden Bürgergeld-Bezügen. Ab dem Termin der Auszahlung werden als monatliche Rate 10 % des Regelbedarfes fällig.

Allerdings spielen in der Angemessenheitsprüfung neben Wohnfläche und Grundstücksgröße noch einige andere Faktoren eine Rolle. Der Verkauf des Hauses oder der Eigentumswohnung darf nicht unwirtschaftlich sein. Zur Beurteilung seiner Zumutbarkeit werden die folgenden Punkte herangezogen:

  • Wie ist die Perspektive des Leistungsbezuges? Welche Möglichkeiten hat der Eigentümer, seinen Lebensunterhalt in Zukunft wieder selbst zu bestreiten?
  • Wie groß ist der Zeitraum zwischen dem Erwerb der Immobilie und dem Bürgergeld-Bezug? Bei einem Haus oder einer Eigentumswohnung, die Sie schon lange besitzen und die vielleicht schon fast abbezahlt ist, haben Sie bessere Chancen, Ihr Wohneigentum UND Ihren Bürgergeld-Bezug zu behalten?
  • In welchem Zustand befindet sich die Immobilie? Welcher Erhaltungsaufwand ist künftig zu erwarten?
  • Gibt es persönliche Härtefallkriterien, die einem Verkauf entgegenstehen?

Wann findet eine Anrechnung aufs Bürgergeld statt?

Eine Anrechnung von Kosten oder Immobilienvermögen aufs Bürgergeld wird in den folgenden Situationen vorgenommen:

  • Die Nebenkosten für Ihr Wohneigentum übersteigen den durch das Jobcenter anerkannten Rahmen. Die Differenz müssen Sie in diesem Fall aus Ihren laufenden Bürgergeld-Bezügen tragen.
  • Sie erzielen durch die Vermietung einzelner Zimmer oder einer Einliegerwohnung ein Einkommen, das die Einkommensfreibeträge für Bürgergeld überschreitet. Das Jobcenter erwartet, dass Sie einen solchen Miet- oder Untermietvertrag wirtschaftlich gestalten. Die Miete muss also dem ortsüblichen Mietniveau für vergleichbaren Wohnraum entsprechen. Dies gilt übrigens auch bei einer Vermietung an Familienangehörige. Die Mieteinnahmen werden mit dem Bürgergeld verrechnet.

Keinen Anspruch auf Bürgergeld besitzen Sie:

  • Wenn Sie ein Haus oder eine Eigentumswohnung vermietet haben: Vermietetes Wohneigentum gilt nicht als Schonvermögen, sondern als verwertbares Vermögen, das Sie vor dem Beginn des Bürgergeld-Bezugs verbrauchen müssen.
  • Nach dem Verkauf Ihres selbst genutzten Wohneigentums: In diesem Fall verfügen Sie ebenfalls wieder über verwertbares Vermögen.

Info: Was tun nach Verkauf?

Nach dem Verkauf von nicht angemessenem, selbst genutzten Wohneigentum können Sie mit dem Jobcenter die Möglichkeit besprechen, mit dem Verkaufserlös angemessenen Wohnraum zu erwerben, der Ihrem Bürgergeld-Anspruch nicht entgegensteht.

Wenn der Immobilienkredit noch nicht getilgt ist

Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie Bürgergeld benötigen und eine selbst genutzte, angemessene Immobilie bereits abbezahlt ist. Einer Übernahmen der Nebenkosten stehen keine gesetzlichen Vorschriften entgegen.

Anders verhält es sich mit der Tilgung des Kredits. Während das Jobcenter die Zinsen für ein Immobiliendarlehen übernimmt, ist eine Erstattung der Tilgungsraten fast immer ausgeschlossen. Der Grund dafür liegt darin, dass sonst der Steuerzahler Ihren Vermögensaufbau durch Wohneigentum bezahlen würde. Dies ist vom Gesetzgeber nicht vorgesehen. Dass Ausnahmen von dieser Regel möglich ist, zeigt das folgende Beispiel:

Urteil: Tilgungszuschuss

Das Landesgericht Darmstadt (L 6 AS 422/12) entschied, dass das Jobcenter einen Zuschuss für die Tilgungsraten eines 78 Quadratmeter großen Hauses übernehmen muss, das der Eigentümer im Jahr 1984 erworben hatte. Zuvor hatte das Jobcenter dem Hausbesitzer – einem 1950 geborenen Diplomingenieur – ein Darlehen für die Tilgung gewährt, wogegen dieser klagte, um einen Tilgungszuschuss zu erhalten. Seine Entscheidung im Sinne des Klägers begründete das Gericht folgendermaßen:

  • Das Haus wurde lange Zeit vor dem Hartz-IV-Bezug erworben.
  • Seine Finanzierung war fast abgeschlossen.
  • Die Tilgungsraten entsprachen dem örtlichen Mietniveau für eine alleinstehende Person.
  • Da der Kläger inzwischen in Rente war, betrug der zu erwartende Gesamtleistungsbezug auf die Tilgung nur noch 2,7 Prozent.
  • Ohne den Tilgungszuschuss hätte der Kläger sehr wahrscheinlich sein selbst genutztes Wohneigentum verloren.

Unstimmigkeiten mit dem Jobcenter wegen Wohneigentum – was tun?

Die Rechte von Haus- und Wohnungseigentümern beim Bürgergeld ergeben sich oft nicht nur aus der geltenden Gesetzeslage, sondern aus der aktuellen Rechtsprechung der Gerichte. Bei Unstimmigkeiten mit dem Jobcenter wegen Ihrem Wohneigentum erzielen Sie mit professioneller juristischer Begleitung daher häufig doch noch eine für Sie positive Einzelfallentscheidung.

Die Anwälte von hartz4widerspruch.de unterstützen Sie bei der Klärung strittiger Fragen rund um Ihr Wohneigentum, bei Widersprüchen gegen Entscheidungen des Jobcenters und gegebenenfalls auch bei einem Sozialgerichtsverfahren.

Aufgrund von Beratungshilfe und Prozesskostenhilfe sind für Bürgergeld-Empfänger die Leistungen von hartz4widerspruch.de grundsätzlich kostenlos. 

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Geschrieben von: Paul zu Jeddeloh

Seit 2019 bereichert er das Team unsere Partneranwälte von hartz4widerspruch.de und macht sich für die Rechte von Bürgergeld-Empfänger:innen stark. Soziale Ungerechtigkeiten räumt er aus dem Weg. Sein weitreichendes Know-how aus vergangenen Fällen und sein tiefgreifendes Wissen über aktuelle Entwicklungen im Sozialrecht verhelfen zahlreichen Ratsuchenden zum Recht.

Fragen & Antworten

Wie groß darf die Eigentumswohnung beim Bürgergeld sein?
Eine Eigentumswohnung muss bei Bürgergeld-Bezug angemessen sein. Was das genau bedeutet, ist eine Ermessensentscheidung. Mehr als Etwa 30 qm pro Person und mindestens 50 qm gelten in der Regel als angemessen.
Was passiert mit Wohneigentum beim Bürgergeld?
Eine angemessene Eigentumswohnung gilt als Schonvermögen. Das Jobcenter hilft Ihnen allerdings nicht, einen Kredit für Wohneigentum abzuzahlen.
Kann man mit einer Eigentumswohnung Bürgergeld beantragen?
Grundsätzlich können Sie auch Bürgergeld beziehen, wenn Sie Wohneigentum besitzen.

28 Antworten auf „Wohneigentum“

  1. Ich habe 2018 mein Elternhaus, in welchem ich auch seit 56 Jahren wohne, von meiner Mutter geerbt. Es hat eine Wohnfläche von 120 qm und wir hatten das Erdgeschoss vermietet. Das Amt hat mir sofort keine Leistungen mehr bezahlt, da es kein geschütztes Vermögen wäre und erst einen Grundschukdeintrag von € 20000.- gefordert um mir dann auf 2 Jahre monatl. € 130.- auszubezahlen und die Miete in Höhe von € 300.- anzurechnen. Ich hätte doch anspruch auf den vollen Satz plus € 160.- Miete gehabt, denn ich bewohne nur 64 qm und darum müsste es geschütztes Eigentum sein?

    1. Hallo Rolf,
      leider können wir Ihnen diesbezüglich keine pauschale Antwort liefern. Haben Sie einen aktuellen Bescheid vorliegen, lassen Sie den gerne durch unsere Partneranwälte prüfen. Werden Fehler aufgedeckt, folgt ein Widerspruch.
      Viele Grüße

    1. Hallo,
      kann Ihr Partner nicht für den kompletten Lebensunterhalt Ihrer Familie aufkommen, können Sie Anspruch auf Bürgergeld haben. Je nach Job und Anstellungsart kann sich vorerst aber auch ein Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 ergeben.
      Viele Grüße

  2. Hallo, ich besitze ein kleines Haus, ca 90qm das aber ein außerorts 2500qm Grundstück besitzt. Es ist in ein paar Jahren abbezahlt. Habe ich eine change trotz des 2500qm Grundstücks Bürgergeld zu bekommen? Grüße Florian

    1. Hallo Florian,
      stellen Sie einen Antrag auf Bürgergeld und lassen Sie den Bescheid (egal, ob positiv oder negativ), sobald Sie ihn erhalten, durch unsere Partneranwälte prüfen.
      Viele Grüße

  3. Hallo, ich lebe zusammen mit meinem Kind (7J) in einem 70qm Haus, (ca 190qm Grundstück), welches meine Eltern für uns gekauft haben. Alles läuft z.Zt. über meine Eltern, wir zahlen Miete, womit aber u.a. der Kredit abbezahlt wird. Gern würden meine Eltern mir das Haus überschreiben, dass im Falle ihres Todes mein Haus auch mein Haus bleibt und nicht mit ihrem Haus verkauft wird wegen dem Erbe, (Hab noch einen Bruder, der würde dann nämlich beide Häuser (meins und das meiner Eltern) verkaufen wollen, abzüglich Schulden und den Rest halbe halbe aufteilen, soweit so gut, aber dann steh ich mit Kind auf der Straße und all die Arbeit seit 2020 hier waren unsonst.)
    Frage, gilt es dann auch als Schonvermögen wenn das Haus nachträglich auf mich überschrieben würde? Gekauft 11/2019, Eingezogen 01/2020.

    1. Hallo,
      wenn Sie selbst das Haus bewohnen, dürfte es mit der Überschreibung in Ihr Schonvermögen übergehen und somit geschützt sein.
      Viele Grüße

  4. Hallo zusammen,

    Ich Erbe eine 100qm Eigentumswohnung, kann ich das mit dem Arbeitsamt so regeln das ich die Wohnung behalten darf , das Amt keine Miete o.ä zahlt sondern nur meine 450,- Grundsicherung ?

    Mit freundlichen Grüßen

    1. Hallo Tim,
      sofern Sie unmittelbar nach dem Antritt des Erbes selbst in die Wohnung ziehen, dürfte diese als Schonvermögen geschützt sein. Das Jobcenter würde neben dem Regelsatz auch anfallende Nebenkosten (Heizkosten, Grundsteuer etc.) im Rahmen der Angemessenheit übernehmen.
      Viele Grüße

  5. Hallo,
    ich bin Eigentümerin eines Hauses und Alleinerziehende von 4 Kindern. Wegen der Krankheit meines verstorbenen Mannes waren wir lange auf Hartz4 abgewiesen auch als ich Vollzeit arbeiten war. Nun möchte das Jobcenter ein Wertgutachten haben. Was hat das zu bedeuten? Können sie das überhaupt obwohl seit längerem bekannt ist das ich im Eigenheim wohne und fast ausbezahlt ist?
    Freundliche Grüße

    1. Hallo Elfi,
      es wird dabei um die Frage gehen, ob das Haus als angemessen zu bewerten ist und Sie weiterhin anspruchsberechtigt sind. Leider müssen Sie der Forderung nachkommen.
      Viele Grüße

  6. Ich bin in einem laufenden Hartz4 Bezug, mehr als 3 Jahre. Jetzt erbe ich ein kleines Häuschen 72qm Wohnfläche mit 626qm Grundstück. Ich möchte nicht dort selbst wohnen. Ungerne verkaufen, aber vermieten. Also müsste die Miete ortsüblich sein und eine angemessen Höhe haben, sodass ich mich von Hartz4 abmelden muss, um von der Miete leben zu können? Wäre das so die richtige Denkweise? Also vom Jobcenter weg und vom Erbe leben durch Verkauf oder Vermietung?
    Mit freundlichen Grüßen

    1. Hallo Isabel,
      korrekt. Wenn Sie durch Vermieten Einkommen erzielen und damit Ihre Hilfebedürftigkeit mindern, kann das eine Alternative zum Verkauf darstellen, sofern Sie nicht selbst dort wohnen wollen.
      Viele Grüße

    1. Hallo Heinz,
      das lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Zeitspanne ist allerdings nur in Zusammenhang mit einer Kredittilgung relevant, da das Jobcenter keine Tilgungsraten übernimmt. Ist Ihre Wohnung oder Ihr Haus abbezahlt, sollte die Zeitspanne keine Rolle mehr spielen.
      Viele Grüße

  7. Hallo.
    Was bedeutet:
    Dann kann das Jobcenter verlangen ihr Haus zu verkaufen.
    Kann ich dann einfach den Antrag zurück ziehen oder zwingen die mich dann dazu das Haus zu verkaufen?

    1. Hallo Kleiner,
      zwingen, das Haus zu verkaufen, kann Sie niemand. Es kann aber sein, dass Sie keinen Anspruch auf Leistungen haben, sofern der Wert Ihres Hauses Ihr zulässiges Schonvermögen übersteigt.
      Viele Grüße

  8. Sehr geehrter Herr RA Jaghoori,

    Betrifft: Nahtloser Übergang Alg.1 —> Hartz4

    Am 28.12.2021 habe ich “leider rechtzeitig” einen Antrag auf Hartz 4 gestellt, da 7 Tage später mein Alg.1 (also am 04.01.2022) auslief. Das Jobcenter hat mir jetzt befristet 6 Monate Hartz 4 genehmigt, soweit so gut.
    ABER: Es wurde der Beginn der 6 Monate auf den 01.12.2021 gelegt und mein Alg.1 für Dezember voll als Einkommen angerechnet, obwohl ja erst ab dem 05.01.2022 Hartz 4 zu zahlen gewesen wäre. Das kann ja so nicht stimmen denke ich mal, es wurde mir dadurch ja 1 Monat “gestohlen”, also kein H4 bezahlt und nur für die restlichen 5 Monate bekomme ich nun Leistungen.

    1. Hallo Petra,
      sofern Ihr Bewilligungsbescheid noch nicht älter als einen Monat ist, lassen Sie diesen durch unsere Partneranwälte prüfen. Sie legen auch Widerspruch für Sie ein, sofern es sich um einen fehlerhaften Zeitraum handelt.
      Viele Grüße

  9. Meine Eigentums Wohnung hat 83 Quadratmeter und nicht 80 Quadratmeter. Kriege ich mit meiner Wohnung arbeitslosen geld.

    1. Hallo Imad,
      die Wohnungsgröße schließt Sie nicht von möglichen Ansprüchen aus. Allerdings kann das Einfluss auf die Höhe Ihrer Ansprüche nehmen. Beantragen Sie ALG II und lassen Sie den Bescheid, den Sie vom Jobcenter erhalten, durch unsere Partneranwälte prüfen. So kann sichergestellt werden, dass Sie auch das bekommen, was Ihnen zusteht.
      Viele Grüße

    1. Hallo Danny,
      natürlich können Sie Ihr Haus als Hart 4-Empfänger verkaufen. Dabei müssen Sie allerdings berücksichtigen, dass Ihnen die Einnahmen als Einkommen angerechnet werden und sich so Ihr Leistungsanspruch verringert.
      Viele Grüße

  10. Seher geehrte Nassir Jaghoori
    ich habe mal ne Frage: Ich bin Eigentümer ich beziehe Miete aber von dem Geld bleibt mir gar nichts. Selber wohne ich zur Miete. Momentan bekomme ich Arbeitslosen Geld 1. Ich habe Schwierigkeiten Arbeit zu finden ich hoffe nicht das ich in Hartz4 nicht lande aber wie ich sehe es ist Seher kritisch mit Arbeit zu finden habe Anspruch auf Hartz4

    mit freundlichen Grüßen

    1. Hallo Herr Rashiti,
      leider können wir erst für Sie aktiv werden, wenn ein Bescheid des Jobcenters vorliegt. Beantragen Sie also Hartz 4 und erhalten einen Ablehnungsbescheid, können unsere Partneranwälte diesen prüfen und ggf. Widerspruch für Sie einlegen, sodass Sie auch die Leistungen erhalten, die Ihnen zustehen.
      Viele Grüße

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