Jobcenter Aachen

Die Städteregion Aachen zählt ungefähr 550.000 Einwohner und rund 20.000 Arbeitslose. Anfang 2020 meldete das Jobcenter Aachen eine Arbeitslosenquote bei 6,7 %. Damit liegt Aachen leicht über dem Durchschnitt von NRW von 6,4 %.

Einmal arbeitslos, immer arbeitslos?

Aachen hat es geschafft, die Langzeitarbeitslosigkeit stetig zu verringern. Während im Jahr 2007 noch knapp 14.800 “arbeitsmarktferne Arbeitslose” gemeldet waren, verzeichnete das Jobcenter im Jahr 2016 unter 10.000 Langzeitarbeitslose. 2018 ist die Zahl weiter auf 9.000 Langzeitarbeitslose gesunken. Das ist zwar eine große Verbesserung, bedeutet aber trotzdem, dass immer noch 43% der Aachener Arbeitslosen langfristig keinen Job finden. 

In Aachen muss mehr als jede fünfte BG zur Miete zuzahlen

Deutschlandweit zahlen die Jobcenter fast jedem Fünften Hartz 4- oder Sozialhilfe-Empfänger nicht die volle Miete. Achen liegt sogar noch ein wenig über dem Bundesdurchschnitt: 20,3 % aller Bedarfsgemeinschaften müssen von ihrem Regelsatz etwas zur Miete zuzahlen. Wer zuzahlen muss, muss auch noch mehr als der Bundesdurchschnitt auf die Miete drauflegen: Im Schnitt fehlen den betroffenen Haushalten in Aachen 1.022 EUR Miete im Jahr. 

Häufigste Fehler beim Jobcenter Aachen

Das Jobcenter Aachen verschickt viele fehlerhafte Bescheide. Der häufigste Fehler betrifft die Anrechnung des Einkommens. Das Jobcenter sollte in diesem Fall nämlich das Bruttoeinkommen berücksichtigen. Stattdessen ziehen die Jobcenter häufig das Nettoeinkommen als Berechnungsgrundlage heran. Das wirkt sich nachteilig für die Leistungsempfänger aus und ist nicht zulässig.

Aufrechnungs- und Erstattungsbescheide beziehen sich häufig auf falsche Zeiträume., auch das kann für die Betroffenen bedeutet, dass ihnen noch weniger Geld zum Leben bleibt, als es die Regelungen eigentlich vorsehen. 

Noch ein häufiger Fehler betrifft das Thema Bedarfsgemeinschaften. Das Jobcenter geht zu oft davon aus, dass alle Menschen, die in einer Wohnung leben, zu einer Bedarfsgemeinschaft gehören. Das stimmt aber nicht in jedem Fall. Die Unterscheidung ist wichtig für Haushalte im ALG II-Bezug, denn wenn eine Person nicht zur Bedarfsgemeinschaft gehört, darf Ihr Einkommen auch nicht angerechnet werden. Wenn Personen fälschlicherweise zur BG gezählt werden, bedeutet das in der Regel große finanzielle Einbußen für die restlichen Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft.

Die Jobcenter in Aachen im Überblick

  • Alsdorf
  • Baesweiler
  • Eschweiler
  • Herzogenrath
  • Südkreis
  • Stolberg
  • Würselen
  • Zentrale/Geschäftsführung

Top 20 Jobcenter

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