Jobcenter Wuppertal

Das Jobcenter Wuppertal zahlt an rund 50.000 Menschen Hartz 4-Leistungen aus. Das entspricht 24.000 Haushalten. Deren Anliegen werden in acht Geschäftsstellen von 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bearbeitet.

Das Jobcenter Wuppertal in Zahlen

In Wuppertal liegt die Arbeitslosenquote Anfang 2020 bei 8,0 %. Was in Kommunen in Süddeutschland ein schockierender Zustand wäre, ist in der Ruhrgebietsstadt Wuppertal ein durchaus beachtliches Ergebnis: Vor drei Jahren lag die Arbeitslosigkeit noch bei 10 %.

Rund 15.000 Menschen suchen in Wuppertal offiziell einen Job – und stehen in Konkurrenz um nur 2.100 gemeldete freie Arbeitsstellen. Das Jobcenter verantwortet nach eigenen Angaben über 150 Qualifizierungs- und Beschäftigungsprojekte und hat 2018 über 7.000 Menschen in Arbeit gebracht.

Skandalserie im Jobcenter Wuppertal

Umfassende Vermittlungsarbeit schreibt sich die Behörde auf die Fahnen und hat auch ein eigenes Beschwerdemanagement. Dorthin sollen Kunden sich wenden, wenn etwas nicht rund läuft. Das scheint bedauerlich häufig der Fall zu sein, denn das Wuppertaler Jobcenter (beziehungsweise die Wuppertaler Arbeitsagentur) macht immer wieder Negativschlagzeilen.

2018 veröffentlichte die Arbeitsagentur (BA) das Handyspiel “Amtliche Helden,” in dem die Spieler eine Agentur für Arbeit leiten. Die Wirtschaftssimulation sei menschenfeindlich und verteile zu allem Überfluss auch noch diskriminierende Spitznamen an Arbeitslose – so zumindest die Kritik bei der Veröffentlichung. Das Ganze soll für die BA Nachwuchs rekrutieren – und hat den Steuerzahler mindestens 100.000 EUR gekostet. Das Spiel ist bis heute online.

Kritik hagelte es nicht nur für die Aktivitäten von BA und Jobcenter im virtuellen Raum. Immer wieder werden auch Diskriminierungsvorwürfe gegen das Jobcenter Wuppertal erhoben. In einem Fall sollte eine gehörlose Frau einen Dolmetscher für ihre Jobcenter-Termine selbst zahlen. In einem anderen Fall musste das Jobcenter einem alleinerziehenden Vater über 14.000 EUR nachzahlen. Das Jobcenter hatte Anträge des Vaters über anderthalb Jahre einfach ignoriert.

Auch mit dem Datenschutz scheint man es im Jobcenter Wuppertal nicht so genau zu nehmen. Das Jobcenter besorgte sich Diagnosen aus sozialmedizinischen Untersuchungen und wurde dafür im April vom Arbeitsministerium gerügt – denn das Jobcenter darf nur wissen, was für die Vermittlung wichtig ist.

Häufigste Fehler beim Jobcenter Wuppertal

Das Jobcenter Wuppertal hatte Anfang 2018 die höchste Sanktionsquote in ganz NRW. Fast 28 % der Hartz 4-Leistungsberechtigten wurden sanktioniert. Den Haushalten fehlten damit im Schnitt fast 150 EUR.

Da liegt es auf der Hand, dass es sich bei Sanktionsbescheiden aus Wuppertal besonders lohnt, Widerspruch einzulegen, denn häufig werden hier wichtige Gründe nicht berücksichtigt. Das lässt den Bescheid ungültig werden. Auch die Rechtsfolgenbelehrungen sind häufig fehlerhaft oder fehlen ganz. Solche Sanktionsbescheide sind ebenfalls ungültig und Widersprüche dagegen haben sehr gute Erfolgsaussichten.

Es kommt auch häufig vor, dass das Jobcenter Angaben nicht berücksichtigt, die Leistungsbezieher gemacht haben. Berücksichtigen Bescheide neue Angaben nicht, können Sie Widerspruch einlegen. Denn oft werden gerade Angaben nicht berücksichtigt, die sich zum Vorteil der Leistungsbezieher auswirken.

Ein weiteres Problem sind fehlende oder ungenaue Begründungen in Bescheiden. Das ist nicht rechtmäßig. Mit der Begründung muss es immer möglich sein, zu verstehen, warum Sie als Leistungsberechtigter etwas bewilligt bekommen oder warum das Jobcenter etwas ablehnt. Ist das nicht der Fall, kann das ein Grund sein, einen Bescheid anzufechten.

Die Jobcenter in Wuppertal im Überblick

  • Geschäftsstelle 1
  • Geschäftsstelle 2
  • Geschäftsstelle 3
  • Geschäftsstelle 4
  • Geschäftsstelle 5
  • Geschäftsstelle 6
  • Geschäftsstelle 7
  • Geschäftsstelle 8 – zebra

Top 20 Jobcenter

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