Jobcenter Dresden

Das Jobcenter Dresden betreut Anfang 2020 rund 11.000 Arbeitslose im Hartz 4-Bezug, weitere 4.800 Arbeitslose bekommen ALG I von der Agentur für Arbeit. Die Arbeitslosenquote liegt bei historisch niedrigen 5,3 %, deutlich unter der durchschnittlichen deutschen Arbeitslosenquote von 6,4 %.

Arbeitslosigkeit in Dresden

Dresden gehört zu den am schnellsten wachsenden Städten Deutschlands. Jährlich nimmt die Bevölkerung um 0,68 % zu und liegt derzeit bei 554.000 Einwohnern. Die Arbeitslosigkeit ist in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken. 2016 waren noch 19.444 Menschen arbeitslos, Anfang 2020 später nur noch rund 15.700. Gleichzeitig werden über 3.700 offene Stellen gemeldet.

Wohnkostenlücke beim Jobcenter Dresden

Vergleichsweise wenige Dresdener Bedarfsgemeinschaften müssen einen Teil ihrer Mieten von ihrem Regelsatz bezahlen. Für 89 % der Bedarfsgemeinschaften, die Sozialhilfe oder Hartz 4 beziehen, übernimmt das jeweils zuständige Amt die volle Miete. In ganz Deutschland zahlen die Jobcenter die vollen Mieten nur für 80,8 % der Hartz 4- und Sozialhilfeempfänger.

Wenn aber die Ämter nicht die volle Miete übernehmen, müssen die Betroffenen gleich tief in die Tasche greifen. Durchschnittlich 1.199 EUR müssen sie vom Regelsatz für Miete aufwenden, das sind knapp 200 EUR mehr als im deutschen Durchschnitt. 

Jobcenter Dresden will 200 Stellen für Langzeitarbeitslose schaffen

Rund ein Drittel der Arbeitslosen allerdings finden dauerhaft keinen Job und gelten als Langzeitarbeitslose. Im März 2019 waren 5141 Personen betroffen. Das Jobcenter will mit Mitteln aus dem Teilhabechancengesetz 200 Stellen für Langzeitarbeitslose schaffen. Mindestens 30 dieser Stellen sollen bei der Stadt angesiedelt sein. Das Projekt ist auf fünf Jahre angelegt. Während dieser Zeit arbeiten die Projektteilnehmer, ihr Gehalt wird aber teilweise oder ganz vom Jobcenter übernommen. Nach Ablauf der fünf Jahre Förderungsdauersollen die geförderten Beschäftigungsverhältnisse zu regulären Jobs werden – so zumindest die Hoffnung.

Häufigste Fehler in Hartz 4-Bescheiden in Dresden

Korrekte Bescheide findet man im Jobcenter Dresden selten. Besonders viele Fehler betreffen Familien. Diese müssen besonders darauf achten, dass die Anrechnung des Kindergeldes richtig ist. Wenn Kindergeld als Einkommen einer volljährigen Person angerechnet wird, müssen 30 EUR als Versicherungspauschale anrechnungsfrei bleiben. Dies fehlt oft. 

Alleinerziehende sollten besonders kritisch mit ihren Bescheiden sein. Denn das Jobcenter gewährt ihnen oft keinen Mehrbedarf – nur weil noch andere Familienmitglieder mit im selben Haushalt wohnen. Es wird also automatisch davon ausgegangen, dass diese Kosten und Aufsicht übernehmen. Wenn das nicht so ist, sollten Sie Widerspruch einlegen und dem Jobcenter die tatsächlichen Verhältnisse erklären.

Außerdem sind viele Bescheide sind unzureichend begründet. Vage Standardformulierungen sind unzulässig. Denn Sie müssen mit der Begründung immer verstehen können, warum Ihnen was bewilligt wird. Wenn das nicht möglich ist, kann das ein Grund sein, einen Bescheid anzufechten. 

Die Jobcenter in Dresden im Überblick

Das Jobcenter Dresden ist nur an einem einzigen Standort.

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