Unter welchen Umständen sind Totalsanktionen beim Bürgergeld erlaubt?

Totalsanktionen beim Bürgergeld: Das sind die rechtlichen Hürden

Die neue Grundsicherung von CDU und SPD sieht laut Koalitionsvertrag einen vollständigen Leistungsentzug für sogenannte Totalverweigerer vor. Dabei hat das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) schon 2019 entschieden, dass die Sanktionshöhe im Zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II) auf maximal 30 % der Regelsatzleistung zu deckeln ist. Wie realistisch ist also die (Wieder-) Einführung einer kompletten Kürzung des Regelsatzes?

Die Verwaltungskosten beim Bürgergeld sind in den vergangenen zwei Jahren deutlich gestiegen.

Untersuchung zeigt: Verwaltungskosten beim Bürgergeld extrem hoch

In ihrem Sondierungspapier haben sich CDU und SPD unter anderem auf eine Reform des Bürgergeldes geeinigt. Eine grundlegende Überarbeitung sei laut einer Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung auch dringend notwendig. Momentan gäben Jobcenter zu viel Geld fürs Verwalten und zu wenig für die Arbeitsvermittlung aus. Auch bei der Förderung und Sanktionierung sei noch deutlich Luft nach oben, so die Analyse.

CDU und SPD wollen in der kommenden Legislaturperiode das Bürgergeld abschaffen.

Nach Sondierungsgesprächen: Abschaffung des Bürgergeldes geplant

Die Sondierungsgespräche zwischen CDU und SPD sind abgeschlossen. Das Ergebnis ist ein elf Seiten langes Papier, das als Grundgerüst für die kommenden Koalitionsverhandlungen dient. Besonders beim Bürgergeld haben Union und Sozialdemokraten viel vor. Geplant ist unter anderem ein vollständiger Leistungsentzug für Menschen, die zumutbare Arbeit wiederholt ablehnen – ein Überblick.

Nach ihrem Wahlsieg ist die CDU wieder an der Macht und plant, das Bürgergeld durch eine neue Grundsicherung zu ersetzen.

Neue Grundsicherung: Das sind Merz‘ Pläne für das Bürgergeld

Mit insgesamt 28, 52 % aller Stimmen ist die CDU als stärkste Kraft aus der Bundestagswahl hervorgegangen. Parteivorsitzender Friedrich Merz wird damit aller Voraussicht nach der nächste Bundeskanzler Deutschlands. Ein zentrales Wahlversprechen der Union war die Reform des Bürgergeldes: Weg von der „sozialen Hängematte“ und hin zum „Fördern und Fordern“. Worauf müssen sich Bürgergeld-Empfänger:innen nun einstellen?

Das Jobcenter kann erwachsenen Bürgergeld-Empfänger nicht einfach den Auszug verbieten.

Bürgergeld: 49-Jähriger darf nicht bei seinen Eltern ausziehen

Für einen Umzug brauchen Bürgergeld-Empfänger:innen die Zustimmung des Jobcenters. Ein Fall aus Reutlingen zeigt, wie sehr sie dabei auf das Wohlwollen der Behörden angewiesen sind. Dort musste das Sozialgericht (SG) einschreiten, nachdem das Jobcenter einem 49-Jährigen verbot, aus seinem Elternhaus auszuziehen.

Ist eine Arbeitspflicht für Bürgergeld-Empfänger rechtlich möglich?

Essens Bürgergeld-Pläne: Kommt die Arbeitspflicht für Empfänger?

Das Bild vom Bürgergeld als „soziale Hängematte“ lässt in konservativen Kreisen immer wieder Forderungen nach einer Arbeitspflicht für Bezieher:innen aufkommen. Nun plant die Stadt Essen, einen Großteil ihrer Grundsicherungsempfänger:innen zu gemeinnütziger Arbeit zu verpflichten – inklusive jährlicher Gesundheits-Cheks. Doch ist das überhaupt erlaubt?

Nullrunde beim Bürgergeld: Es gibt 2025 weder eine Erhöhung noch eine Senkung der Regelsätze.

Nullrunde beim Bürgergeld: Das steckt dahinter

Worüber lange spekuliert wurde, ist nun offiziell: 2025 wird es keine Erhöhung bei den Bürgergeld-Leistungen geben. Die Politik rechtfertigt das mit einer gesunkenen Inflation und stützt sich auf die vermeintliche Tatsache, dass die Berechnung der neuen Regelsätze sogar einen niedrigeren Betrag ergeben hätte. Ob die Nullrunde beim Bürgergeld mit derartigen Argumenten gerechtfertigt werden kann? – wir liefern Antworten.

Eine Bürgergeld-Prämie soll Langzeitarbeitslose zur Jobaufnahme motivieren.

Streit um Bürgergeld-Prämie: So sinnvoll sind die 1.000 EUR wirklich

Die Bundesregierung will die Aufnahme von Arbeit für Bürgergeld-Empfänger:innen künftig attraktiver gestalten. Deshalb plant sie die Einführung einer Bürgergeld-Prämie: Langzeitarbeitslose sollen nach einem Jahr Beschäftigung 1.000 EUR erhalten. Ein Vorhaben, das für viel Diskussion sorgt.