Arbeitslosenstatistik

Endlich finden wieder mehr Menschen Jobs

In den vergangenen Monaten gab es immer neue Hiobsbotschaften für Arbeitnehmer*innen. Viele geringfügig Beschäftigte verloren ihre Jobs. Und in der Krise konnte man sich Bewerbungen fast sparen – Neueinstellungen gab es eh so gut wie gar nicht.

Weniger Arbeitslose im September als im August

Der Arbeitsmarkt scheint sich nun aber langsam zu erholen. Im September gab es weniger Arbeitslose als im August: Im vergangenen Monat hatten 108.000 Menschen mehr einen Job als noch im August. Das liegt zum Teil an der sogenannten Herbstbelebung, die es jedes Jahr nach der ruhigeren Zeit im Sommer gibt – trotzdem ist es ein Zeichen der Besserung, so Daniel Terzenbach, Vorstand Regionen der Agentur für Arbeit.

Im Vergleich zum vergangenen Jahr sehen die Zahlen aber immer noch schlecht aus. 613.000 Menschen mehr Menschen hatten im September 2019 einen Job als im September 2020. Das heißt: Die Zahl der Arbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,3 Prozentpunkte gestiegen. Die Ursache ist eindeutig: Die Corona-Krise.

Hinweis: Kurzarbeiter sind erwerbstätig

Wer in Kurzarbeit ist gilt nicht als erwerbslos. Kurzarbeiter werden also in der Arbeitslosenstatistik nicht erfasst.

Hoffnung: Deutschland bleibt unter drei Millionen Arbeitslosen

“Die Chancen stehen gut, dass wir unter drei Millionen Arbeitslosen bleiben werden”, so BA-Chef Detlef Scheele “Es gab zwar zuletzt Anstiege – die sind in dieser Jahreszeit aber ganz normal.” Auch Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) zeigte sich grundsätzlich erfreut. In vielen Branchen gebe es aber weiter Schwierigkeiten, so dass die Politik auch im kommenden Jahr um Ausbildungsplätze mit Hilfen wie Kurzarbeit unterstützen müsse.

Auch die Zahl der Kurzarbeiter sinkt ebenfalls. Vom 1. bis 24. September wurde Kurzarbeit für 85.000 Menschen angezeigt. Nach vorläufigen Berechnungen der BA zeichnet das ein durchaus positives Bild. Im Juli bekamen insgesamt 4,2 Millionen Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld, im April waren es noch rund sechs Millionen gewesen.

Quellen:

  • AFP

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Geschrieben von: Dr. Philipp Hammerich

Er promovierte an der Universität Hamburg und arbeitet u.a. als Dozent und Gesellschafter für das juristische Repetitorium Hemmer sowie den Fachanwaltslehrgang und die Wirtschaftsprüferausbildung von econect. Als Mitgründer der Legal Tech Kanzlei rightmart und als Partneranwalt von hartz4widerspruch.de gibt er seine Einschätzung zu politischen und juristischen Entwicklungen im Bereich Hartz IV.

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