Das Elterngeld.

Das Elterngeld ist eine staatliche Leistung und wird als Ausgleichszahlung für den Wegfall des Einkommens nach der Geburt eines Kindes gezahlt. Da das Kind nach der Geburt intensive Betreuung benötigt und ein/ beide Elternteil(e) zu Hause bleibt, ist es oftmals nicht möglich einen Beruf auszuüben.

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Wie lange bekommen ich Elterngeld?

Das Elterngeld wird nach der Geburt des Kindes für maximal 14 Monate gezahlt. Dabei steht die Einteilung des Elterngeldes den Eltern frei. Damit sind die 14 Monate nicht zwingend an einen Elternteil gebunden. Ein Elternteil kann jedoch mindestens zwei und maximal 12 Monate Elterngeld beziehen. Wenn Mutter und Vater die Elternzeit unter sich aufteilen, kann sich der Bezugszeitraum auf 14 Monate verlängern. Dies ist auch dann der Fall, wenn der betreuende Elternteil alleinerziehend ist.

Elterngeld und Elterngeld Plus

Im November 2014 hat der Bundestag ein neues Gesetz beschlossen und damit das Elterngeld reformiert. Ab 01.07.2015 wurde u.a. das Elterngeld Plus zusätzlich zum bereits bestehenden Basiselterngeld eingeführt.
Durch das Elterngeld Plus können nun Eltern während des Elterngeldbezugs eine Teilzeitbeschäftigung aufnehmen. Die Höhe wird wie beim Basiselterngeld berechnet.
Ausgezahlt wird jedoch nur max. die Hälfte von dem, was dem Elternteil ohne Teilzeiteinkommen zustehen würde. Das Elterngeld Plus wird dafür für die doppelte Zeit ausgezahlt, d.h. ein Monat Basiselterngeld entspricht zwei Monaten Elterngeld Plus.

Partnerschaftsbonusmonate

Mit der Änderung wurden zusätzlich Partnerschaftsbonusmonate eingeführt. Voraussetzung ist, dass beide Elternteile zeitgleich mind. vier Monate lang wöchentlich zwischen 25 und 30 Stunden arbeiten. Dann können beide Elternteilen jeweils weitere vier Monate Elterngeld Plus beziehen. Auch Alleinerziehende können weitere vier Partnerschaftsmonate beantragen, wenn mind. vier Monate einer Teilzeittätigkeit von 25-30 Wochenstunden nachgegangen wird.

Höhe des Elterngeldes

Das Elterngeld ersetzt 67 % des wegfallenden Einkommens, wobei max. 1800 EUR und mind. 300 EUR gewährt werden. Die Rechnungsgrundlage bildet das Durchschnittseinkommen der letzten 12 Monate des Elterngeld beziehenden Elternteils.
Bei einem Durchschnittseinkommen von 1000 bis 1200 EUR vor der Entbindung wird das Elterngeld 67% des Durchschnittseinkommens betragen. Unter 1000 EUR Durchschnittseinkommen wird der Prozentsatz kontinuierlich erhöht. D.h. je geringer das Durchschnittseinkommen ist, desto höher ist der Prozentsatz. Im Gegenteil sinkt die Prozentrate mit wachsendem Durchschnittseinkommen ab 1200 EUR. Kein Elterngeld erhalten Elternteile mit mehr als 500.000 EUR jährlichem Einkommen. Alleinerziehende mit einem Jahreseinkommen von mehr als 250.000 EUR haben ebenfalls keinen Anspruch auf Elterngeld.

Wird Elterngeld angerechnet?

Hartz 4-Empfängern steht ein Freibetrag von max. 300 EUR zu, sofern eine Erwerbstätigkeit vor der Geburt bestanden hat. Dies bedeutet, dass dieser Betrag nicht den staatlichen Leistungen angerechnet wird. Im gegensätzlichen Falle zählt das Elterngeld als „Sonstiges Einkommen“. Von diesem Betrag ist allerdings die Versicherungspauschale in Höhe von 30 EUR abzuziehen, sofern dies nicht bereits bei anderem Einkommen berücksichtigt wurde.

Pflicht zum Elterngeldantrag

Hartz 4-Leistungen werden nur gewährt, sofern der Leistungsberechtigte keinen Anspruch auf andere staatliche Leistungen hat. Daher ergibt sich die gesetzliche Pflicht, zunächst andere in Betracht kommende Sozialleistungen zu beantragen. Dazu gehört auch das Elterngeld. Damit stellt der Elterngeldantrag eine Mitwirkungspflicht dar und ist vorrangig zu beantragen.

Wie kann ich die Richtigkeit des Elterngeldes überprüfen lassen?

Oft wird der Elterngeldbetrag falsch oder in falscher Höhe im Hartz 4 Bescheid berücksichtigt. Um sicher zu gehen, dass alle angerechneten Beträge korrekt sind, überprüfen die Anwälte von hartz4widerspruch.de deine Bescheide kostenlos.