Widerspruchsbescheide

Widerspruch verloren – was nun?

Gemeinsam haben wir nach festgestellten Fehlern in deinem Bescheid Widerspruch dagegen eingelegt. Dieser blieb leider im ersten Schritt erfolglos. Das Jobcenter hat in Form eines Widerspruchbescheids deutlich gemacht, dass aus deren Sicht alles richtig gelaufen ist. Kann das denn sein und war es das jetzt? Zur ersten Beruhigung: Es besteht immer eine Klagemöglichkeit, um gegen den Widerspruchbescheid vorzugehen.

Wie die Schritte nach einem scheinbar verlorenen Widerspruch aussehen, zeigen wir dir jetzt. Wichtig ist, sorgsam zu prüfen ob eine Klagemöglichkeit besteht. Das ist dein gutes Recht und dafür hast vier Wochen Zeit.

Schritt 1:
Der Widerspruchsbescheid des Jobcenters wird von uns auf Richtigkeit geprüft. Entweder hat das Jobcenter unseres Erachtens richtig gehandelt, oder wir sind anderer Meinung.

Schritt 2:
Wir setzen uns natürlich mit dir in Verbindung.
• Sollte das Jobcenter überraschend richtig gehandelt haben, erhältst du von uns eine Begründung per E-Mail.
• Sobald wir in einer Klage Aussicht auf Erfolg sehen, entscheiden wir gemeinsam in einem Gespräch, ob du diese Möglichkeit wahrnehmen möchtest.

Schritt 3:
Deiner Entscheidung zu einer Klage folgt der Antrag auf Prozesskostenhilfe, damit für dich weiterhin alles kostenlos bleibt. Hierzu benötigen wir:
• Das ausgefüllte Formular zur Prozesskostenhilfe,
• den ausgefüllten Fragebogen zu deinen wirtschaftl. Verhältnissen sowie
• aktuelle Kontoauszüge in Kopie.

Schritt 4:
Beim Sozialgericht wird Klage eingereicht. Darin argumentieren wir, weshalb das Jobcenter mit seiner Entscheidung falsch liegt. In Kopie geht diese Klage an das Jobcenter, damit es Stellung dazu nehmen kann. Eine Frist gibt es für die Sozialgerichte leider nicht.

Schritt 5:
Denke immer daran, deinen nächsten Bescheid prüfen zu lassen, damit du weiterhin alle dir zustehenden Leistungen erhältst.

Dafür gibt es dein Jobcenter-Schutzschild – die automatische Erinnerung innerhalb deiner Widerspruchsfrist.

 

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Ich habe zwar keinen Kommentar, aber eine Frage:

    In wie weit ist für mich mit 64 Jahren die 58er-Regelung von Bedeutung ?
    Muss ich jede Arbeit annehmen?
    Kann man mich zwangsverrenten, was für mich massive Nachteile hätte?
    Da ich die meisten Jahre selbständig war, habe ich nur eine Rente von etwa 420 € zu erwarten.

    Hierzu wäre ein YouTube Video sicher für viele ein interessantes Thema.
    Das war jetzt doch noch ein Kommentar 😊

    Mit freundlichen Grüßen,
    Peter Müller

    PS: mein Bescheid wird übrigens gerade bei Ihnen geprüft.

    1. Hallo,

      wenn eine Zwangsverrentung ansteht, schauen wir uns das gerne für Sie an.

      Gegen solche Maßnahmen sind wir bereits erfolgreich angegangen!

      Sollte dies also auf Sie zukommen, senden Sie bitte umgehend den Bescheid dazu an uns!

      Beste Grüße

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