Fröhliche Hartz 4-Bezieherin

Erfolgsgeschichte: 1.600 Euro mehr für Hartz 4-Empfängerin

Das Einkommen von Frau K. allein reicht zum Leben nicht aus, deswegen bezieht sie zusätzlich Hartz 4. Dann ließ die Leistungsempfängerin ihren vorläufigen Bewilligungsbescheid von den Partneranwälten von hartz4widerspruch.de überprüfen. Diese legten Widerspruch für sie ein. Das Ergebnis: Über 1600 EUR mehr für einen Zeitraum von fünf Monaten.

Hartz 4-Empfängerin erhielt bereits mehrfach rückwirkend Geld vom Jobcenter

Frau K. stehen aufstockende Leistungen nach dem SGB II zu. Da ihr die Bescheide nach eigenen Angaben zu komplex sind und sie Schwierigkeiten hat, diese richtig zu deuten, hat sie sich in der Vergangenheit bereits mehrfach an hartz4widerspruch.de gewandt, um diese überprüfen zu lassen.

Schon mehrmals haben sich dadurch Nachzahlungen ergeben, die die Leistungsempfängerin dankend angenommen hat. Nun wandte sich Frau K. erneut mit einem vorläufigen Bewilligungsbescheid an unsere Partneranwälte. In diesem gewährte ihr das Jobcenter einen Leistungsanspruch in Höhe von insgesamt 3238 EUR für einen Zeitraum von fünf Monaten.

Widerspruch führt zu höherem Leistungsanspruch

Unsere Partneranwälte überprüften den Bescheid von Frau K. und legten kurz darauf Widerspruch ein. Die Begründung: In dem vorläufigen Bescheid wurden die Kosten für Unterkunft und Heizung nicht in voller Höhe berücksichtigt. Zudem wurde die Einkommensprognose zu hoch angesetzt. Dem Widerspruch wurde vom Jobcenter teilweise stattgegeben. Der vorläufige Bescheid wurde für den Zeitraum von fünf Monaten auf 4862 EUR abgeändert. Also erhielt die Leistungsempfängerin insgesamt 1624 EUR mehr als zunächst vom Jobcenter vorgesehen.

Hinweis: Was ist ein vorläufiger Bewilligungsbescheid?

Die zugesicherten Leistungen sind bei einem vorläufigen Bewilligungsbescheid nicht endgültig. Das bedeutet, dass das Jobcenter bei der Berechnung von bestimmten Angaben ausgeht. Wenn es diese Angaben in dem laufenden Bewilligungszeitraum nochmal detailliert überprüfen will, bewilligt es die Leistungen nur vorläufig. Damit behält es sich vor, die Leistungen bei Abweichungen der Angaben rückwirkend anzupassen. Bereits gezahlte Leistungen können daher auch zurückgefordert werden.

Lesen Sie mehr zum Thema vorläufiger Bewilligungsbescheid, beziehungsweise wer wann einen bekommt und wie lange er gültig ist. Dort finden Sie auch eine Anleitung, wie Sie vorgehen müssen, wenn Ihr vorläufiger Bescheid fehlerhaft ist.

Leistungsempfängerin hätte Geld ohne erneute Prüfung nicht erhalten

Bei einem vorläufigen Bewilligungsbescheid kann es unter Umständen also sein, dass Frau K. einen Teil des Geldes zurückzahlen muss. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn sie tatsächlich mehr verdient, als zunächst angenommen wurde. Verdient sie innerhalb des Zeitraums so viel, beziehungsweise weniger als vermutet, darf sie den gesamten Betrag behalten. Letztlich erhält sie dann 1624 EUR mehr, als das Jobcenter zunächst für sie vorsah. Geld, das Frau K. nicht erhalten hätte, wäre ihr Bescheid nicht überprüft worden.

Bescheid prüfen lassen kann sich lohnen

Dass ein großer Teil der Bescheide der Jobcenter Fehler aufweist, ist leider nichts Neues. Hinzu kommt, dass das Verständnis von Bescheiden für viele Hartz 4-Empfänger eine Barriere darstellt. Gründe dafür sind zum Beispiel das komplizierte Amtsdeutsch, unübersichtliche Tabellen sowie die hochkomplexe Rechtslage. Diese Komplexität wurde in der Vergangenheit schon des Öfteren kritisiert.

Sollten Sie Fehler in Ihrem Bescheid vermuten oder diesen nicht richtig deuten können, können Sie sich jederzeit kostenlos an unsere Partneranwälte von hartz4widerspruch.de wenden. Diese überprüfen Ihren Bescheid kostenlos und vertreten Sie, wenn nötig, auch in allen weiteren Instanzen.

Achtung: Frist beachten!

Für den Widerspruch gegen einen Bewilligungsbescheid haben Sie einen Monat Zeit. Nach dieser Frist bleibt Ihnen noch die Möglichkeit einen Überprüfungsantrag zu stellen.

Der Autor: Nassir Jaghoori

Nassir Jaghoori

Er studierte in Hamburg und Speyer Rechts- und Verwaltungswissenschaften. Nach dem Referendariat beim Hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg hat er sich als Angestellter der Agentur für Arbeit im SGB II spezialisiert. Als einer unserer Partneranwälte von hartz4widerspruch.de kennt er sich bestens mit den aktuellen Entwicklungen im Sozialrecht aus.

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