Jobcenter Hamburg

Im Hamburger Jobcenter kümmern sich etwa 2.300 Mitarbeiter um rund 180.000 Personen, die Sozialleistungen wie Hartz 4 beziehen. Damit kommen ca. 78 Sozialhilfeempfänger auf einen Mitarbeiter.

Die Jobcenter Fakten in der Hafenstadt

Hartz 4 ist in Hamburg ein großes Thema. Mit 1.860.759 Einwohnern im Jahr 2016 ist der Stadtstaat Hamburg die zweitgrößte Stadt Deutschlands. Darum verblüfft es nicht, dass dort im Jahr 2016 etwa 70.666 Arbeitslose gelebt haben. In Relation zu den Erwerbstätigen entsteht eine Arbeitslosenquote von 7,1 %. 30 Arbeitslose werden von einem Mitarbeiter des Agentur für Arbeit betreut. Beim Jobcenter Hamburg sind es rund 78 Menschen, die von einem Mitarbeiter betreut werden.

Hartz 4 in Hamburg – Widerspruch erfolgreich einlegen

In Hamburg wurden im Jahr 2016 über 18.500 Klagen und Widersprüche gegen die Bescheide des Jobcenters eingereicht. 43,5 % der bearbeiteten Widersprüche hatten zumindest teilweise Erfolg.
39 % davon hatten Erfolg, weil das Recht falsch angewandt wurde. Bei derartig hohen Zahlen ist eine rechtliche Prüfung eines Fachmannes dringend zu empfehlen.

Häufigste Fehler in Hamburg

In diesem Jobcenter sollte man seine KdU (Kosten der Unterkunft und Heizung) sehr genau prüfen. Denn der häufigste Fehler hier ist die Falschberechnung der Heizkosten. Wenn du beispielsweise einen Durchlauferhitzer besitzt, hast du mehr Stromkosten. Doch das ist nicht deine Schuld und dir steht Mehrbedarf zu. Dieser wird natürlich meist nicht berechnet.
Die Heizkosten betrifft auch ein anderer geläufiger Fehler: Besitzt du eine Gastherme, hast du unverschuldet höhere Kosten. Auch dies wird meist von diesem Jobcenter nicht beachtet. Als Besitzer eines Autos hast du hier ebenfalls mit Nachteilen zu kämpfen. Denn die KFZ-Haftpflichtversicherung sollte bei den Berechnungen des Regelbedarfs berücksichtigt werden. Doch dies wird hier oft nicht gemacht. Ein weiteres Unding: Die meisten Bescheide werden nur für 6 Monate ausgestellt. Dabei wäre ein Zeitraum für 12 Monate kein Problem für das Jobcenter und für den Betroffenen eine große Erleichterung.