Jobcenter Gelsenkirchen

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Gelsenkirchen

52.324 Sozialhilfeempfänger leben in Gelsenkirchen. Damit ist ca. jeder Fünfte der 257.878 Einwohner von Sozialhilfe betroffen. 2015 betrug die Arbeitslosenquote 13,9%. Damit liegt die Arbeitslosenquote in Gelsenkirchen fast doppelt so hoch wie in ganz Nordrhein-Westfalen in 2016 mit 7,7%.

Wieso es weder die Mitarbeiter des IAG, noch die Arbeitslosen leicht haben
Das Jobcenter Gelsenkirchen nennt sich IAG, kurz für Integrationscenter für Arbeit Gelsenkirchen, und ist in mehrere Standorte anhand der Postleitzahl unterteilt. Dort kümmern sich 560 Mitarbeiter um knapp 36.000 Arbeitslose. Damit kommen auf jeden Mitarbeiter 64 Arbeitslose.

Da das eine große Verantwortung und eine ebenso große Herausforderung ist, ist es nicht verwunderlich, dass im Jahr 2016 das IAG mit über 3.240 eingereichten Widersprüchen bzw. Klagen konfrontiert war. Von den bearbeiteten Widersprüchen wurden allerdings nur 46 % zurückgewiesen. Es macht also durchaus Sinn, den erhaltenen Bescheid kostenlos rechtlich prüfen zu lassen.

Häufigste Fehler in Gelsenkirchen

Die Fehlerquote bei diesem Jobcenter ist alarmierend hoch. Der häufigste Fehler betrifft die Kosten der Unterkunft. Die berechnenden Bedarfe liegen oft unter dem, was dir wirklich zusteht. Der zweithäufigste Fehler betrifft auch die Unterkunft, aber im Bereich der Heizkosten. So wurde beispielsweise die Senkung der Heizkosten auf einen “angemessenen” Betrag innerhalb eines Leistungszeitraums verlangt. Dies ist weder zulässig noch in 6 Monaten realisierbar. Eine Abrechnung der Heizkosten erfolgt immerhin auch nur einmal jährlich. Traurig ist auch ein weiterer der hier alltäglichen Fehler. Er trifft die Alleinerziehenden. So wird ihnen oft kein Mehrbedarf gewährt – nur weil noch andere Familienmitglieder mit im selben Haushalt wohnen. Es wird also automatisch davon ausgegangen, dass diese Kosten und Aufsicht übernehmen. Auch häufen sich in diesem Jobcenter die grundsätzlich falschen Berechnung des Bewilligungszeitraums. Denn dieser wird oft nur für 6 Monate angesetzt, doch ein Bescheid für 12 Monate wäre in den meisten Fällen angemessen.