Jobcenter Gelsenkirchen

Im Jobcenter Gelsenkirchen kümmern sich 560 Mitarbeiter um knapp 36.000 Arbeitslose. Damit kommen auf jeden Mitarbeiter 64 Arbeitslose. Im Jahr 2016 war das Jobcenter wurden 3.240 Widersprüche und Klagen eingereicht.

Warum es weder die Mitarbeiter des IAG, noch die Arbeitslosen leicht haben

Das Jobcenter Gelsenkirchen nennt sich IAG, kurz für Integrationscenter für Arbeit Gelsenkirchen, und ist in mehrere Standorte anhand der Postleitzahl unterteilt. Von den bearbeiteten Widersprüchen wurden allerdings nur 46 % zurückgewiesen. Es macht also durchaus Sinn, den erhaltenen Bescheid kostenlos rechtlich prüfen zu lassen.

Häufigste Fehler in Gelsenkirchen

Die Fehlerquote bei diesem Jobcenter ist alarmierend hoch. Der häufigste Fehler betrifft die Kosten der Unterkunft. Die berechnenden Bedarfe liegen oft unter dem, was dir wirklich zusteht. Der zweithäufigste Fehler betrifft auch die Unterkunft, aber im Bereich der Heizkosten. So wurde beispielsweise die Senkung der Heizkosten auf einen “angemessenen” Betrag innerhalb eines Leistungszeitraums verlangt. Dies ist weder zulässig noch in 6 Monaten realisierbar. Eine Abrechnung der Heizkosten erfolgt immerhin auch nur einmal jährlich. Traurig ist auch ein weiterer der hier alltäglichen Fehler. Er trifft die Alleinerziehenden. So wird ihnen oft kein Mehrbedarf gewährt – nur weil noch andere Familienmitglieder mit im selben Haushalt wohnen. Es wird also automatisch davon ausgegangen, dass diese Kosten und Aufsicht übernehmen. Auch häufen sich in diesem Jobcenter die grundsätzlich falschen Berechnung des Bewilligungszeitraums. Denn dieser wird oft nur für 6 Monate angesetzt, doch ein Bescheid für 12 Monate wäre in den meisten Fällen angemessen.