Jobcenter Düsseldorf

Beim Jobcenter Düsseldorf wurden im Jahr 2016 über 8.300 Klagen oder Widersprüche gegen die erlassenen Bescheide eingelegt. Aber lediglich 26,4 % der bearbeiteten Widersprüche wurden im Jahr 2016 zurückgewiesen.


Die Zahlen

Die Landeshauptstadt zählte Ende 2016 635.704 Einwohner und ist damit die zweitgrößte Stadt in Nordrhein-Westfalen. Insgesamt leben rund 25.300 Arbeitslose in Düsseldorf. Die Arbeitslosenquote im Jahr 2016 betrug 7,4 % und liegt damit knapp unter der Arbeitslosenquote Nordrhein-Westfalens mit 7,7%.Ende 2015 gab es noch 10.800 Langzeitarbeitslose in Düsseldorf. Das bedeutet, dass mehr als jeder dritte Arbeitslose für längere Zeit aus dem Arbeitsmarkt ausgeschieden ist. Die Mietobergrenze für Alleinstehende beträgt max. 415 EUR. Dies beinhaltet die Nebenkosten, nicht aber die Heizkosten.
Obwohl das Jobcenter Düsseldorf ein hauseigenes Kundenreaktionsmanagement besitzt, wurden im Jahr 2016 über 8.300 Klagen oder Widersprüche gegen die erlassenen Bescheide eingelegt. Aber lediglich 26,4 % der bearbeiteten Widersprüche wurden im Jahr 2016 zurückgewiesen.

Viele erfolgreiche Widersprüche

Etwa 47 % der erfolgreichen Widersprüche wurden zugunsten des Widerspruchführers entschieden, da das Recht falsch angewandt wurde. Die Rechtslage hat sich z.B. geändert oder neue Weisungen wurden erteilt. Daran kann man sehen wie wichtig es ist, die Rechtslage zu kennen und seinen Bescheid kostenlos rechtlich prüfen zu lassen.

Häufigste Fehler in Düsseldorf

Benachteiligungen der Hartz 4-Empfänger gehören in diesem Jobcenter zur Tagesordnung. Besonders häufig trifft das den Bereich der KdU (Kosten der Unterkunft). Oft werden Bedarfe falsch berechnet und eine Senkung von Miet-und Heizkosten verlangt. Und das innerhalb von 6 Monaten. Dies ist weder möglich noch rechtens. Als Elternteil muss man hier auch aufpassen. Der Mehrbedarf für Materialkosten für Bildung des Kindes wird nämlich in den Leistungen oft nicht berücksichtigt. Sei auch vorsichtig bei Aufhebungs- oder Erstattungsbescheiden. Oftmals wird ein falscher Zeitraum verwendet und diese sind ungültig. Denn es wird gerne zum Nachteil des Empfängers gerechnet. Ungenauigkeit betrifft hier Bescheide generell. Ungenaue Begründungen führen zu unverständlichen Bescheiden. Dies ist nicht rechtmäßig. Du solltest immer genau verstehen müssen, warum du etwas nicht bewilligt bekommst. Ansonsten kannst du einen Bescheid anfechten.

Die Jobcenter in Düsseldorf im Überblick