Traurig aber wahr: Millionen Familien in Deutschland zu arm um sich einen Urlaub leisten zu können

In den meisten Bundesländern sind die Sommerferien bereits fast vorbei, doch vielen Familien fehlte schlicht das Geld um sich einen Urlaub leisten zu können. Das europäische Statistikamt „Eurostat“ hat neue Zahlen veröffentlicht aus denen hervorgeht, dass in Deutschland im Jahr 2014 16,7 Millionen Menschen in Haushalten lebten, welche finanziell nicht dazu in der Lage waren, eine einwöchige Urlaubsreise im Jahr zu bezahlen.

Besonders Kinder und Jugendliche müssen unter der finanziellen Situation leiden. Die Vize-Fraktionsvorsitzende der Linken Sabine Zimmermann hatte bei der Eurostat die Daten erfragt und sich auch zu dem Thema geäußert: „Besonders in der Ferienzeit ist es natürlich bitter, wenn sie gerne verreisen würden, es aber nicht geht.“ Den veröffentlichten Daten zufolge leben ca. 3,4 Millionen Kinder und Jugendliche in einem Haushalt, der nicht dazu in der Lage ist zumindest eine einwöchige Urlaubsreise zu bezahlen. Betroffen sind damit über 20% der in Deutschland lebenden Kindern und Jugendlichen.

Zu wenig Geld für angemessene Mahlzeiten

Aus den von der Eurostat veröffentlichten Zahlen geht außerdem hervor, dass die finanziellen Probleme sich zudem auch auf die Ernährung auswirken. Knapp 6 Millionen Menschen sind in Deutschland finanziell nicht dazu in der Lage regelmäßig fleisch- und eiweißhaltige Mahlzeiten zu erwerben. Auch hier leiden besonders die Kinder unter der finanziellen Not. In Deutschland sind fast 900 000 Kinder und Jugendliche betroffen.
Laut Eurostat sind in Deutschland 5% der Minderjährigen von schwerer materieller Entbehrung betroffen. In den letzten Jahren schwankte der Wert zwischen 4,8 und 7,1 Prozent.

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Kinder bis 6 Jahren bleiben bei geplanter Erhöhung der Hartz-4-Regelsätze unberücksichtigt

Besonders Hartz-4-Empfänger leiden oftmals unter großen finanziellen Problemen. Fraglich ist in diesem Zusammenhang der geplante Gesetzesentwurf der Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles für das nächste Jahr 2017, welcher die geplante Aufstellung der neuen Hartz-4-Regelsätze zum Inhalt hat. Wir verweisen dazu auf unseren bereits veröffentlichten Artikel zum Gesetzesentwurf.
Aus dem Entwurf geht hervor, dass die Hartz-4-Regelsätze für Kinder zwischen 6 und 13 Jahren zwar angehoben werden sollen, Kinder bis 6 Jahren jedoch voraussichtlich von der Erhöhung unberücksichtigt bleiben und die Zahlungen somit auf dem gleichen Niveau bleiben werden. Gerade Familien mit jungen Kindern wären jedoch besonders auf eine Erhöhung der Zahlungen angewiesen, damit Eltern ihren Kindern auch einen Urlaub ermöglichen können.

Prüfen lohnt sich

Umso wichtiger wird es auch in der Zukunft sein, dass Hartz-4-Empfänger ihre Bescheide, besonders im Hinblick auf zukünftige Veränderungen, auf ihre Rechtmäßigkeit prüfen lassen, um sicher zu gehen, dass sie auch in der Zukunft die Zahlungen erhalten, die ihnen zustehen.

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