Wie klagende Hartz 4-Empfänger in den Medien schlechtgemacht werden

Jeder regt sich im Laufe der Zeit über bestimmte Nachrichten oder Zeitungsartikel auf. Dass dies oftmals von den Autoren genau so gewünscht ist und die Wut durch die Wortwahl auf bestimmte Schuldige gesteuert wird, ist den meisten Menschen im Moment des Lesens jedoch unbewusst. Insbesondere Hartz 4-Empfänger sind häufig Zielscheibe des sogenannten Framings.

Hartz 4-Empfänger als Ziel für schlechte Presse

„Warum viele Hartz 4-Empfänger wegen jeder Kleinigkeit klagen“, „Hartz 4-Klagen gehen auf Kosten anderer Gerichtsprozesse“, die Liste der negativ behafteten Artikel über Bezieher von Arbeitslosengeld 2 ist lang und ruft in breiten Bevölkerungsteilen große Emotionen hervor. Gerade Unbeteiligte die solche Schlagzeilen lesen und sich keine weiteren Gedanken zu dem Thema machen, haben dadurch unbewusst ein negatives Bild von Leistungsbeziehern. Frei nach dem Motto „diese undankbaren Hartz 4-Empfänger!“

Jobcenter stellen nur ihre Sicht dar

Und in vielen Fällen ist diese Reaktion von den Autoren genau so gewollt. Anders herum könnte die Schlagzeile ja auch heißen „Jobcenter machen immer schlechtere Arbeit.“ Denn sonst würde ja niemand dagegen Klagen müssen. Das Framing zielt meist auf die schwächsten in einer Gesellschaft ab, also Arbeitslose, Flüchtlinge oder andere Gruppen. Der Grund dafür ist, dass die Behörden ihre Pressemitteilungen so schreiben, dass sie in den Zeitungen gut dastehen. Die Opfer haben meist keine Chance sich dagegen zu wehren. Also Augen auf beim Zeitunglesen.

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