Unterhaltsvorschussschuldner werden nun zur Kasse gebeten!

Sowohl Kindergeld als auch der Unterhaltsvorschuss steigen ab dem 01.01.2019. Durch die Erhöhung des Unterhaltsvorschusses sollen Alleinerziehende profitieren, die keinen Unterhalt vom anderen Elternteil erhalten. Diese Elternteile rücken jedoch immer mehr in den Fokus der Politik.


Unterhaltsvorschuss als Unterstützung für Alleinerziehende

Alleinerziehende stehen meistens vor einer großen finanziellen Herausforderung. Diese Herausforderung steigt, wenn das andere Elternteil nicht in der Lage ist Unterhalt für das gemeinsame Kind zu zahlen. Für solche Fälle wurde der Unterhaltsvorschuss eingeführt. Alleinerziehende können einen Antrag auf Unterhaltsvorschuss stellen und erhalten dann Unterhaltszahlungen vom Staat. So ist sichergestellt, dass der Alleinerziehende ausreichend unterstützt wird.

Wann muss der Unterhaltsvorschuss zurückgezahlt werden?

Ein häufiger Grund für eine ausbleibende Unterhaltszahlung ist der, dass das andere Elternteil finanziell nicht in der Lage ist Unterhaltszahlungen zu leisten. Dies ist meist bei Personen der Fall, die im Hartz 4-Bezug leben. Auch wenn sich das Elternteil weigert Unterhalt zu zahlen, greift der Unterhaltsvorschuss ein. In diesem Fall kann die Unterhaltsvorschusskasse den gezahlten Unterhalt jedoch zurückfordern.

Knapp 714.000 Kinder erhalten einen Unterhaltsvorschuss

Derzeit erhalten fast 714.000 Kinder einen Unterhaltsvorschuss. Nach einer früheren Änderung ist die Auszahlung des Unterhaltsvorschusses zudem nicht mehr auf 6 Jahre begrenzt. Die Zahlung des Unterhaltsvorschusses erfolgt nun auch an Kinder zwischen 12 – 18 Jahren. In dieser Altersgruppe erhalten knapp 200.000 Kinder einen Unterhaltsvorschuss.

Unterhaltsvorschussschuldner werden nun zur Kasse gebeten

Alle Elternteile, die zahlungsfähig sind, aber keinen Unterhalt zahlen, geraten nun in das Visier der Politik. Von diesen Personen will sich der Staat nämlich die Unterhaltszahlungen zurückholen. Derzeit liegen die Ausgaben für den Unterhaltschuss nämlich bei 1,1 Milliarden Euro pro Jahr. Um diese Zahl einzudämmen, sollen Unterhaltsvorschussschuldner daher nun stärker verfolgt werden. In diesem Zusammenhang sind auch unkonventionelle Strafen angedacht. Weigert sich ein Unterhaltsvorschussschuldner bei der Rückzahlung, muss dieser ggf. mit einem Fahrverbot rechnen.