Regelsatzerhöhung 2019 wird ein Flop

Es war leider nicht anders zu erwarten: Auch 2019 wird sich an den Hartz 4-Regelsätzen kaum etwas verbessern. Betroffene erhalten nur wenige Euro mehr im Monat.

Geplante Regelsätze 2019

Noch ist nicht alles in trockenen Tüchern, doch der Bundesarbeitsminister Hubertus Heil ist zuversichtlich, dass seine geplanten Regelsatzerhöhungen durch das Kabinett abgenickt werden. Und somit die Regelsätze für das kommende Jahr feststehen. So sähe die mickrige „Verbesserung“ aus:

  • Alleinerziehende sollen „ganze“ 8 EUR mehr bekommen, das wären 424 EUR
  • Paare in einer Bedarfsgemeinschaft erhalten ebenfalls zusätzlich 8 EUR und steigen somit auf 382 EUR
  • Erwachsene im Alter von 18 bis 24 Jahren sollen demzufolge 339 EUR erhalten
  • Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren erhalten lediglich 6 EUR mehr und bekommen 322 EUR
  • Kinder zwischen 7 und 14 Jahren erhalten ebenfalls 6 EUR mehr und landen bei 302 EUR
  • Kinder bis 7 Jahre bekommen nur 5 EUR mehr und somit 245 EUR

Beträge, die nicht glücklich machen

„Das sind natürlich keine Beträge, die irgendwie jemanden glücklich machen“, gibt Heil selbst zu. Traurig, dass eine Erhöhung trotzdem so gering ausfällt, obwohl den Verantwortlichen die Problematik anscheinend bewusst ist. Doch die wenigen Euro mehr im Monat sollen auch nur zum Lohn- und Preisausgleich dienen. Eine wirkliche Verbesserung der Situation für Hartz 4-Empfänger wird gar nicht angestrebt.

Auch der Paritätische Gesamtverband kritisiert die geplante Regelsatzerhöhung scharf. Ihren Berechnungen nach müsste der Regelsatz um ganze 37 Prozent erhöht werden. Die jetzige Erhöhung liegt bei 2,02 Prozent. Doch die derzeitige Armutspolitik scheint lediglich von Missgunst und Ignoranz der Realität für Betroffene geprägt zu sein.

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