Hartz 4-Empfänger: Die Marionetten des Jobcenters

Hartz 4 soll Arbeitslosen ein Leben ermöglichen, dass der Würde des Menschen entspricht. Wie viel Würde bleibt jedoch, wenn Hartz 4-Empfänger weniger Geld im Monat zusteht, als die ärmsten 15 Prozent der Bevölkerung ausgeben? Wie viel Würde bleibt, wenn man vor die Wahl gestellt wird, entweder eine Wohngemeinschaft zu gründen oder sein eigenes Heim zu verlassen?  

Leben am Existenzminimum

Der Alltag eines Hartz 4-Empfängers gestaltet sich als schwierig. Das Geld zur monatlichen Deckung des Lebensunterhaltes ist so knapp berechnet, dass es selten alle anfallenden Kosten deckt. Das Handelsblatt hat nun in verschiedenen Kategorien verglichen, was eine Person im Durchschnitt ausgibt und was Personen, die Hartz 4 beziehen zugesprochen wird. Das Ergebnis ist ernüchternd. In fast allen Kategorien, steht den Hartz 4-Empfängern deutlich weniger Geld zu, als der Verbraucher im Durchschnitt ausgibt. Sie bekommen sogar weniger Geld zugesprochen, als die ärmsten 15 Prozent der Bevölkerung ausgeben.

Übernahme der Wohnkosten nur bei angemessener Wohnung

Sich in der eigenen Wohnung sicher fühlen – Fehlanzeige. Auch hier hat das Jobcenter gravierenden Einfluss, seitdem es kein Wohngeld mehr gibt. Ist es der Meinung; dass die Wohnung zu groß oder zu teuer ist, kann es verlangen umzuziehen oder Teile seines Wohnraums zu vermieten. Möchte ein Hartz 4-Empfänger von sich aus umziehen, muss dies zunächst beim Jobcenter beantragt und genehmigt werden. Die Entscheidungsgewalt, wo und wie Hartz 4-Nehmer leben, liegt schlussendlich also auch beim Jobcenter. Hartz 4 bedeutet zudem nicht automatisch die Übernahme der Miet- und Heizkosten. Hierfür gilt es einen zusätzlichen Antrag beim Jobcenter einzureichen.