Jobcenter verweigert Übernahme von Heizkosten-Nachzahlung

Das Jobcenter schreckt vor Nichts und Niemandem zurück. Sein heutiges Opfer: Eine alleinerziehende Mutter. Nicht, dass diese es nicht schon schwer genug hätte. Der Sachbearbeiter legt gern noch ein paar zusätzliche Steine in den Weg. Akte Lena B.: alleinerziehend, mittelos, vertrieben

Was ist vorgefallen?

Lena B. kümmert sich alleine um ihre kleine Tochter. Mit dem Vater ihres Kindes hat sie keinen Kontakt mehr, auch Zahlungen kann sie von diesem nicht erwarten. Dennoch ist sie entschlossen für ihre Tochter das Bestmögliche aus der Situation zu machen. Gemeinsam leben die beiden in einer den Umständen entsprechend geräumigen Wohnung. Diese liegt ganz in der Nähe von der Grundschule der Kleinen, auch zur Mutter von Lena B. ist es zu Fuß nicht weit. Das ist für die Alleinerziehende besonders wichtig, denn so hat sie Unterstützung bei der Betreuung ihrer Tochter. Doch dann kommt die Hiobsbotschaft vom Jobcenter: Die Kosten für ihre Wohnung sind unangemessen. Ein Kostensenkungsverfahren wird eingeleitet. Doch die Wohnungssuche ist nicht einfach. Weder möchte Lena B. ihre Tochter von ihrem sozialen Umfeld trennen, noch in eine winzige Wohnung in schlechter Verfassung ziehen. Dann kommt ein weiteres Problem: Lena B. bekommt Post von ihrem Strom- und Gasanbieter. Sie soll 350,00 EUR zurückzahlen. Auf einen Schlag. Verzweifelt gibt sie die Rechnung an ihren Sachbearbeiter weiter und stellt einen Antrag auf Übernahme der Kosten. Die Antwort folgt prompt: Abgelehnt.

Die Partneranwälte von hartz4widerspruch.de unterstützt die junge Mutter

Lena B. wendet sich an unsere Partneranwälte. Sie prüfen ihren Hartz 4-Bescheid und stellen fest, dass ihr Jobcenter natürlich nicht rechtskonform handelt. Ein Widerspruch wird eingelegt, der sich auf folgende Fehler berufen kann:
  • Gemäß §22 sind die Kosten der Unterkunft durch das Jobcenter zu übernehmen. Zu den Kosten der Unterkunft zählen die Grundmiete, die Heizkosten und die Nebenkosten. Das bedeutet auch die Heizkosten-Nachzahlung ist zu übernehmen.
  • Die Senkung der Kosten der Unterkunft muss nach § 22 Abs. 1 Satz 3 SGB II zumutbar sein. Eine Zumutbarkeit ist im Einzelfall zu prüfen. Nicht zumutbar ist eine Senkung der Kosten der Unterkunft (dies kann durch einen Umzug erfolgen), wenn hierdurch ein schulpflichtiges Kind benachteiligt werden würde. Auch gilt für Alleinerziehende ein besonderer Schutz, da diese nicht aus Infrastrukturen gedrängt werden dürfen, die ihnen bei der Versorgung ihres Kindes hilft. Eine Kostensenkung oder ein Umzug sind für Lena B. also unzumutbar, da sie alleinerziehen mit einem schulpflichtigen Kind ist.

Jobcenter übernimmt die Heizkosten-Nachzahlung

Gegen unseren Widerspruch konnte das Jobcenter nichts entgegensetzen. Es übernahm die Heizkosten-Nachzahlung in voller Höhe. Doch nicht nur das: Auch darf Lena B. mit ihrer Tochter vorerst in ihrer Wohnung wohnen bleiben. Wenn in deinem Hartz 4-Bescheid Fehler gemacht wurden, legen unsere Partneranwälte kostenlos Widerspruch für dich ein. Du bist dir nicht sicher, ob du alle Leistungen erhältst die dir zustehen? Dann kontrolliere den Betrag selbstständig mit unserem Hartz 4-Rechner.

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