Jobcenter verweigert Hartz 4-Empfängerin einen Gebärdendolmetscher

Die reibungslose Kommunikation zwischen dem Jobcenter-Mitarbeiter und  einem Hartz 4-Empfänger ist unerlässlich. Sollte im Vorfeld bereits deutlich werden, dass es zu Kommunikationsproblemen aufgrund von Sprache kommen kann, muss ein Dolmetscher hinzugezogen werden.
Hartz 4-Bescheid prüfen

Hartz 4-Empfänger wehrt sich gegen Vorgehen des Jobcenters

Bei Kommunikationsproblemen aufgrund von Sprache muss das Jobcenter dem betroffenen Hartz 4-Empfänger einen Dolmetscher zur Seite stellen. Nur so kann gewährleistet werden, dass dieser alles versteht, was in einem Termin beim Jobcenter mit ihm besprochen wird.

Einer gehörlosen Frau, die bereits seit mehreren Jahren Hartz 4-Leistungen bezieht, wurde nun die Teilnahme eines Gebärdendolmetschers verweigert. Auch ihre Tochter, die für sie übersetzen könne, durfte sie nicht mit in den Termin nehmen. Da das Jobcenter auch auf einen entsprechenden Antrag nicht reagiert hat, sah sich die Hartz 4-Empfängern nun gezwungen, eine Dienstaufsichtsbeschwerde beim Jobcenter einzulegen.

Hartz 4-Empfänger soll zudem Pflegetätigkeit aufgeben

Sei die Ablehnung eines Dolmetschers nicht schon belastend genug, zwingt das Jobcenter die Hartz 4-Empfänger quasi dazu, die Betreuungstätigkeit ihres pflegebedürftigen Vaters aufzugeben. Dem Jobcenter liegt zwar seit mehreren Jahren ein ärztliches Attest über die Pflegebedürftigkeit ihres Vaters vor, dieses wird jedoch nicht akzeptiert.

Jobcenter wehrt sich gegen Vorwürfe

Wie soll es auch anders sein, dass Jobcenter lehnt sämtliche Vorwürfe ab. Natürlich würde man Hartz 4-Empfängern einen Dolmetscher zur Seite stellen. Dies allerdings nur, wenn es auch wirklich erforderlich ist. Im vorliegenden Fall sah das Jobcenter keine Notwendigkeit. Weiterhin könne man sich nicht erklären, warum die Tochter an Terminen nicht teilnehmen durfte. Begleitpersonen sein angeblich im Jobcenter im gerne gesehen.

Auch zur Pflegetätigkeit der Hartz 4-Empfänger äußerte sich das Jobcenter. Selbstverständlich würde es eine Pflegetätigkeit berücksichtigen. Die Hartz 4-Empfängerin hätte die Pflegebedürftigkeit jedoch nicht nachgewiesen.