Jobcenter streicht Unterhalt einer Alleinerziehenden.

Wir berichteten bereits von zig Untaten der Jobcenter. Neben Sklavenarbeit und unangebrachten Fragen zum Sexualleben der Leistungsempfänger ist nun ein weiterer Fall aufgetreten, der einem die Haare zu Berge stehen lässt. Denn erneut hat die Willkür eines Jobcenters zugeschlagen. Dieses Mal trifft es eine alleinerziehende Mutter und den ihr zustehenden Unterhalt. Es ist traurig, wie die Launen einer Jobcenter-Mitarbeiterin in Havelland über das Schicksal einer Hilfebedürftigen entscheiden kann. Und wie dies skrupellos ausgenutzt wird. Wo ist hier die Gerechtigkeit?

Mandy L. ist zweifache Mutter. Sie hat einen 4 Jahre alten Sohn und eine kleine Tochter, gerade erst 6 Monate alt. Da sie sich um die beiden alleine kümmern muss, kann sie keiner Arbeit nachgehen und ist gezwungen von staatlichen Geldern zu leben. Diese schließen auch den Unterhalt für die beiden Kinder ein. Doch dafür sind diese schließlich da, ein Glück, dass es Sozialhilfe gibt. Oder? Leider nein, denn gerade hier werden ihr immer wieder Steine in den Weg gelegt.

Unterhalt für ihre Tochter abgelehnt

Mit der Geburt ihres zweiten Kindes beantragte Mandy L. bei ihrem Jobcenter einen Unterhaltsvorschuss. Geld, das für die kleine Familie dringend notwendig ist. Doch ihr Jobcenter in Havelland lehnt ihren Antrag ab. Mit einer unfassbaren Begründung: Denn Mandy L. soll sich das Geld von dem Vater des Kindes holen. Das Problem daran: Der Vater ist nicht ermittelbar. Er wird also kein Geld überweisen. Eine Situation, die für unsere Mandantin bereits schwer genug ist. Doch anscheinend hat das Jobcenter kein Problem damit, ihr das Leben noch schwerer zu machen.

Zum Glück wandte sich Mandy L. direkt an unsere Partneranwälte. Sie legten für sie Widerspruch gegen die Ablehnung des Jobcenters ein und erreichten eine Bewilligung ihres Antrags. Ende gut, alles gut? Auch hier leider nicht. Es kommt noch schlimmer.

Das Jobcenter verweigert erneut

Hartz 4-Bescheide gelten vereinzelt nur für 6 Monate. Wegen dieser Regelung hatten schon viele Leistungsempfänger unnötigen Stress. Im übrigen ist dies ein häufiger Fehler, den die Jobcenter begehen. Generell könnten Bescheide für 12 Monate problemlos ausgestellt werden. Auch im Falle Mandy L. wurden ihre Leistungen natürlich nur für ein halbes Jahr zugesprochen. Als sie eine Weiterbewilligung für den Unterhalt ihres jüngsten Kindes beantragte, traf sie die Willkür ihrer neuen Sachbearbeiterin mit voller Wucht.

Was war passiert? Ein guter Freund von Mandy L. kannte ihre Situation und wollte ihr etwas Gutes tun. Für ihren Geburtstag und die Taufe der kleinen Tochter schenkte er ihr großzügig einen Betrag von 160 EUR. Ein großer Betrag für die Betroffene, eine Kleinigkeit aus Sicht des Jobcenters. Doch gerade dieser Akt der Gutmütigkeit wurde Mandy L. zum Verhängnis. Das Jobcenter unterstellte ihr, dass dieser Freund der nicht ermittelbare Vater ihrer Tochter sei. Eine Ungeheuerlichkeit! Uns ist nicht bekannt, dass ein Geldgeschenk mit einem Vaterschaftstest gleichzusetzen ist. Doch dies sieht das Jobcenter Havelland anscheinend als ausreichenden Beweis. Sie forderten Mandy L. auf, die Vaterschaft ihres guten Freundes zu bestätigen. Ansonsten würden sie keine weiteren Leistungen mehr an sie auszahlen.

Machtlosigkeit gegen das Jobcenter

Mandy L. hat nun also zwei Möglichkeiten: Sie kann einen falschen Vater für ihr Kind angeben und keinen Unterhalt mehr erhalten. Oder sie bleibt bei der Wahrheit und bekommt gar nichts mehr. Wie kann das fair sein? Der reine Verdacht einer Jobcenter-Mitarbeiterin streicht einer alleinerziehenden Mutter sämtliche Leistungen.
Nun kann Mandy L. nur abwarten. Ihr Antrag wird abgelehnt, da sie laut Jobcenter nicht ausreichend “mitwirkt”. Selbstverständlich werden unsere Pertneranwälte sie durch einen Widerspruch unterstützen und dafür kämpfen, dass sie ihre Leistungen erhält. Doch das Jobcenter kann sich nun Zeit lassen. Nach einem Widerspruch darf es 3 Monate dauern, bis eine neue Entscheidung getroffen wird. Woher Mandy L. bis dahin Geld für sich und ihre Kinder erhält, ist dem Jobcenter offensichtlich egal.

Schütze auch du dich vor dem Jobcenter

Wir stehen auf deiner Seite. Lass auch du deinen Bescheid von unseren Partneranwälten prüfen. Sie sichten deine Unterlagen kostenfrei und legen Widerspruch gegen die Fehler des Jobcenters ein.

7 Antworten auf „Jobcenter streicht Unterhalt einer Alleinerziehenden.“

  1. Ähnlich erging es mir in Ludwigsburg Aussenstelle Vaihingen,versuchte mich mit meinem Kind zurück in Gesellschaft zu bringen.
    Mein Kind ging in den Fröbelkindergarten (Sprachbehindert).
    Putzte auf 2 Stellen, ging Bedienen!!!!
    Das alles reichte nicht mal für die Miete!!!( Warm 640.-Euro)
    Sachbearbeiterin strich mir komplett die Leistung!!!!
    Hatte den Landrat 2 Mal nachweislich angeschrieben, eine Umschulung wäre das Zauberwort für mich gewesen!!!
    Photologin = ca 1900 offene Stellen in Baden Württemberg,also gleich Arbeit!!!!!
    Keine Reaktion im Gegenteil meine Sachbearbeiterin kürzte beschimpfte mich und das schlimmste wagte sich noch mein Kind 6 Jahre an zu Schnauzen.
    Hätte öfter beantragt eine neue Sachbearbeitung zu bekommen,weise darauf hin,das die Dame von der Leistung war.
    Hatte einmal meine Mutter dabei, vor Ihr schrieb Sie rum, ich solle berentet werden.
    Da die Landräte hier die Chefs sind, ich den Herrn Dr. Haas mehrfach versucht habe zu erreichen, Einschreiben schickte, denke ich das dass schon Vorgaben sind!!?!
    Ich keine Möglichkeit sehe solche hohen Herren in Verantwortung zu nehmen und hier keine Leute wie ich eine Chance haben, empfinde ich das es weder ein Grundrecht noch Sozialrecht gibt.
    Glaube das Menschen wie ich ,die alles verloren haben zweite Wahl sind.
    Hatte noch Glück im unglücklich, bekam 100 km weiter eine Wohnung

  2. Sorry aber hierbei kann es sich doch nur um Fakenews handeln. Das Jobcenter ist für Unterhaltsvorschuss gar nicht zuständig, dafür gibt es die Unterhaltsvorschusskasse, welche zum Jugendamt gehört. Zwei vollkommen voneinander unabhängige Bereiche.

  3. Mit einem fristgerechten Widerspruch per Einschreiben an den Teamleiter.
    Unabhängig davon anzeigen.
    Das ist ja wohl der Gipfel an Willkür.
    Garantiert würden sie anders darüber denken wenn gegen die nette Sachbearbeiterin Strafantrag gestellt wird uns zwar persönlich. Wegen Nötigung zur Falschaussage zum Nachteil Schutzbefohlener.
    Ebenfalls Anstifftung zur Urkundenfälschung um Leistungen zu erlangen. Anders ist diesen korupten Despoten nicht mehr zu begnen. Unwissenheit schützt auch die Mitarbeiter des Jobcenters vor Strafe nicht. Alles schriftlich geben lassen Kopien an die Staatsanwaltschaft.
    Einfach einmal ein Exempel statuieren.
    ganz viel Erfolg.

  4. Diese 3 Monate warten passen natürlich genau zu dem Zeitraum, dass der Vermieter nach 2 fehlenden Monatsmieten fristlos kündigen kann.
    Den Weg über eine Einstweillige Anordnung via Gericht oder ähnliches geht nicht bzw. ist nicht möglich? ?

    Wer hat´s getan? Rot/Grün!!! Worüber sich Schwarz/ Gelb immer noch lachend auf die Schenkel klopft.
    Leider wird das Land der Dichter und Denker genau diese Parteien wieder wählen.

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