Jobcenter starten mit der E-Akte ins digitale Zeitalter

Wir alle wissen, mahlen die Mühlen der Verwaltung langsam. Da ist es wenig verwunderlich, dass es bis zum Jahr 2017 gedauert hat bis sich das Wort „Digitalisierung“ im Jobcenter herumgesprochen hat. Welche Änderungen auf Empfänger von Hartz 4 zukommen, erfahrt ihr hier.

Behörde modernisiert sich

Die Zeit des Aktenwälzens sind nun vorbei, denn das Jobcenter startet mit Highspeed ins Informationszeitalter. Von nun an werden Anträge in Rekordzeit bearbeitet und der Kundenservice wird eine nie dagewesene Qualität erreichen! Okay Spaß bei Seite, wir reden hier immer noch vom Jobcenter. Aber die Digitalisierung in der Behörde wird hoffentlich ein paar Besserungen in Sachen Servicequalität mit sich bringen. Zudem bedeutet weniger Papier auch mehr Umweltschutz. Eine Akte umfasst im Schnitt etwa 300 Seiten, bei 4,3 Millionen Hartz 4-Beziehern kommt da einiges zusammen.

Was ändert sich konkret?

Konkret bedeutet die Digitalisierung in den Jobcentern, dass jeder Hartz 4-Empfänger eine elektronische Kundenakte bekommt, die E-Akte. Hier werden die Dokumente und Posteingänge jedes Leistungsempfängers eingescannt und abgespeichert. Neu ist zudem, dass keine Originale mehr eingereicht werden müssen. Kopien von Kontoauszügen, Lohnabrechnungen, Arbeitsverträgen, Mietverträgen usw. reichen zukünftig aus. Diese Kopien werden dann zwei Monate lang eingelagert und anschließend vernichtet. Laut Jobcenter hat der Datenschutz hier oberste Priorität.

Weniger Fehler dank Digitalisierung?

Die Modernisierung in den Jobcentern erfolgt jedoch in unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Während sie in manchen Städten bereits abgeschlossen ist, wurde in manchen noch nicht mal begonnen. Ob die Neuerungen in den Behörden auch die Zahl der fehlerhaften Hartz 4-Bescheide reduziert, ist fraglich. Momentan ist jeder zweite Bescheid falsch und den Leistungsempfängern gehen finanzielle Mittel verloren.

Sollte auch dein Bescheid fehlerhaft sein oder bist du dir diesbezüglich unsicher, sende uns deinen Bescheid zu. Wir prüfen ihn für dich und legen gegebenenfalls Widerspruch beim Jobcenter für dich ein. Unsere Services sind für dich als Leistungsbezieher komplett kostenlos.

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