Jobcenter-Schikane? Wehr dich mit der Dienstaufsichtsbeschwerde

Die meisten Hartz 4-Empfänger kennen es. Wichtige Dokumente wurden eingereicht, doch eine Woche später sind die Unterlagen verschwunden. Sachbearbeiter, die alles andere als beratend an deiner Seite stehen. Oder es werden immer neue Nachweise verlangt, bis endlich Geld für den Mehrbedarf fließt. Die Dienstaufsichtsbeschwerde hilft dir, dich gegen so eine Behandlung zu wehren.

Darf das Jobcenter sich alles erlauben?

Als Hartz 4-Empfänger kannst du dich schnell hilflos fühlen. Unter dem Begriff der „Mitwirkungspflicht“ zwingt dich das Jobcenter so gut wie alles mitzumachen. Sinnlose 1-Euro-Jobs oder Anfänger-Computerkurse für arbeitslose IT-Experten sind die Regel. Wenn dann noch eingereichte Unterlagen beim Sachbearbeiter „verschwinden“ und die Schulbescheinigung der Kinder zum vierten Mal im Schuljahr kopiert werden muss, fragst du dich, wer hier eigentlich nicht „mitwirkt“. Natürlich ist in solchen Fällen erst einmal am besten, dass du dich direkt an deinen Sachbearbeiter wendest. Aber wenn das zu nichts führt, stellt man sich schnell die Frage: Wieso müssen ALG II-Empfänger alles über sich ergehen lassen, während die Jobcenter sich alles erlauben können?

Wie kann ich als Hartz 4-Empfänger gegen Schikane vorgehen?

Zum Glück stehst du nicht allein da. Wenn ein Jobcenter-Mitarbeiter offensichtlich schikaniert, dich respektlos behandelt und vor allem durch seine Inkompetenz besticht, bist du dem Jobcenter nicht ausgeliefert. Denn so ein Mitarbeiter verletzt seine Dienstpflicht. Und davor schützt dich das Grundgesetz. Dort ist nämlich geregelt, dass du in solchen Fällen eine sogenannte „Dienstaufsichtsbeschwerde“ einlegen kannst. Leider bekommst du diese Informationen selten durch die Jobcenter. Denn das würde dir das Leben leichter machen und mehr Arbeit für das Jobcenter bedeuten.

Dienstaufsichtsbeschwerde – dein Mittel gegen Jobcenter-Willkür

Die Dienstaufsichtsbeschwerde ist ein formloses Schreiben an das Jobcenter. Es gibt auch keine festgelegte Frist, bis wann sie eingehen muss. Du solltest in der Beschwerde genau die Punkte nennen, in denen du schlecht behandelt wurdest. Gut für Leistungsempfänger: Die Leitung des Jobcenters ist verpflichtet, jede Dienstaufsichtsbeschwerde zu bearbeiten und dein Sachbearbeiter muss zum Fall Stellung nehmen. Leider gibt es keinen Anspruch auf ein Verfahren gegen den Sachbearbeiter. Dies ist immer die Entscheidung des Vorgesetzten. Trotzdem ist es wichtig, dass du gegen Willkür vorgehst: Die Leitung des Jobcenters wird auf deinen Fall aufmerksam. Und dein Sachbearbeiter bemerkt, dass man mit dir nicht so umspringen kann. Auch wenn es traurig ist, dass man manchmal erst so weit gehen muss um zu seinem Recht zu kommen. Kein Jobcenter mag die Extra-Arbeit und kein Sachbearbeiter möchte sich vor dem Chef rechtfertigen.

Widerspruch oder Beschwerde – wie sichere ich meine Hartz 4-Leistungen?

Wichtig ist für dich zu unterscheiden, wogegen du vorgehen möchtest. Die Dienstaufsichtsbeschwerde richtet sich gegen das Verhalten des Jobcenter-Mitarbeiters. Das sind zum Beispiel die angesprochene Schikane, Diskriminierung oder falsche Beratung. Wenn Unterlagen verlangt werden, die dem Datenschutz unterliegen solltest du dich ebenfalls wehren. Wenn du aber Fehler in deinen Hartz 4-Bescheiden findest, reicht die Beschwerde nicht. Dann hast du einen Monat Zeit und musst Widerspruch einlegen. Das ist wichtig, weil es oft um bares Geld geht. Unsere Partneranwälte helfen dir dabei und prüfen deine Hartz 4-Bescheide. Wenn sie Fehler im Bescheid finden, verfassen sie deinen Widerspruch gegen das Jobcenter– und das alles kostenlos.

19 Antworten auf „Jobcenter-Schikane? Wehr dich mit der Dienstaufsichtsbeschwerde“

  1. Dank einer Dienstaufsichtsbeschwerde weil mich eine Übelst beleidigt hat habe ich nun alle 2 wochen eine sanktionsanhörung im briefkasten so wie mehrere Vermittlungsvorschläge wo wiederum behauptet wurde ich hätte mich beworben.

    Und nun? Wie gehts weiter? man kann sich nicht wehren.
    Vielen dank für den tipp.

  2. Hallo, als ich letztes Jahr es endlich erreichen konnte meinen Fallmanager dazu zu bewegen, meine Autorentätigkeit, und die damit verbundenen Bewerbungsaktivitäten (Verlagssuche) zu akzeptieren, kam jetzt die „kalte Dusche“.
    Im Mai 2018 dann unterschrieb ich meinen Autorenvertrag! Ein Kriminalroman über zwei Dopingjäger mit autobiografischen Zügen. Alles gut und schön! Jetzt aber, fängt mein Fallmanager an, sich seiner „Maske“ zu entledigen. Seit dieser davon erfahren hatte (baldige Veröffentlichung meines ersten Buches), beginnt er mit Zuweisungen von Meldeterminen (mehrmals im Monat) und sogar 1 € Jobs . Meine Argumente, dass ich jetzt dabei bin, zusammen mit den Verlags-Lektor, dass bereits erstellte Musterbuch zu „verfeinern“ (engere Handlungsstränge usw.) interessiert diesen Fallmanager und Sachbearbeiter im Jobcenter Dorsten überhaupt nicht! Es hieß immer wie folgt: „Sie werden es nie als Harzer schaffen, ein Buch zu veröffentlichen!“
    Dieses Vorgehensweise zeigt mir nur, dass die Hilfebedürftigen niemals restlos „aussterben“ dürfen! Diejenigen VERWALTER würden sonst arbeitslos werden. Und bei wem können die dann sich schikanieren lassen, wenn es keine Jobcenter gibt?

  3. KCA Gelnhausen : Eine Fallmanagerin hat es auf mich abgesehen, man merkt ihr vom Erscheinungsbild schon die Profilneurose an. Früher hat sie in der Bank gearbeitet, sicher extra zum Jobcenter gewechselt um Macht ausüben zu können und sich Überlegen zu fühlen. Ihrer Aussage nach könnten Hartz4 Empfänger sich nie selbstständig machen! Und ich würde zu 90% keinen Job finden. Und weil ich alleinerziehend bin der Spruch: Normalerweise hat man ja auch einen Mann! Ich wurde NUR angegiftet. Kann man sich nicht vorstellen. Beschwerde beim KCA Chef hat nicht viel gebracht, bei ihm hat sie sich sicher rausgelogen. Wer glaubt schon einem Hartz 4 Empfänger? Habe übrigens kurz darauf Arbeit gefunden, soviel zu den 90 %!

  4. Nachdem ich in Harzt 4 gerutscht bin habe ich fast 10 Jahre an einer Grundschule als 1 Euro-Jobber gearbeitet. Mir machte diese Arbeit viel Freude und ich wurde echt gebraucht. Da es heisst nach so langer Zeit besteht Bedarf und das Recht auf eine Festeinstellung. Dies sah das Jobcenter anders und ich sollte etwas (egal was) anderes Machen. Daraufhin wandte ich mich an die Landesregietung des Landes Brandenburg. Diese leitete das Schreiben an meinen Fallmanager weiter. Das bedeutete, das die EGV mit sofortiger Wirkung gekündigt wurde nur um mich – da die Stelle nicht besetzt werden konnte- nach einiger Zeit zurückzuholen.
    Mir wurde nun ausserdem nahegelegt eine neue Ausbildung zu machen (damals hatte ich schon 3 Abschlüsse). Nun ja auch das habe ich hingenommen und die Übernahme der Kosten beantragt. Diese wurden natürlich abgelehnt.
    Ich absolvierte also ein (mittlerweile 2) Fernstudien, wohlgemerkt auf eigene Kosten. Auch das wurde durch das Jobcenter nicht anerkannt.
    Also ging ich in Selbstständigkeit in Nebentätigkeit. Ich fand auch einen Auftraggeber der mich – zwar für ein geringes Gehalt- einstellte.
    Jetzt ging die Drangsalierung um nicht zu sagen Demütigung durch das JC erst richtig los.
    So viele Formulare habe ich in den letzten 50 Jahren nicht ausfüllen müssen. Alles aber auch alles wurde bemängelt, nichts war richtig. Die Ausgaben mussten bis ins Detail begründet werden. Jede Quittung muss eingereicht werden und selbst Dinge die nicht beantragt wurden aber auf einer Sammelquittung stehen müssen begründet werden.
    Dann wurde ich aufgefordert ein Fahrtenbuch zu führen (wohlbemerkt: ich habe kein eigenes Auto). Dem kam ich auch nach. Wieder falsch. HIn- und Rückfahrt müssen einzeln aufgeführt werden. Nun gut das tat ich. Und es war wieder falsch. Jetzt sollte ich die genauen Adressen angeben (PLZ, Strasse, Hausnummer). Auch dem kam ich nach. Und was meinen Sie was geschah? Richtig auch das war falsch. Jetzt verlangte das Jobcenter auch noch die Abfahrt- und Ankunftszeit. (Das Schreiben macht den Eindruck, dass ich auch Privatfahrten angeben muss).
    Desweiteren soll ich auch Auskunft über dienstliche Telefonate (Kontaktdaten inkl. Telefonnummer angeben). Diese Leute wissen wohl nicht, dass ich dadurch gegen Datenschutzgesetze verstossen würde.
    Das letzte Schreiben setzt der Sache die Krohne auf. Ich bewohne zwei Zimmer im Eigenheim meiner pflegebedürftigen Eltern. Das JC bezweiflet dadurch, dass ich eine eigenständige Haushaltsführung habe und strich mit die Mietkosten (habe diese allerdings Jahrelang bewilligt bekommen). Das Haus wurde durch meine E, ltern selbst errichtet und die Leute vom JC ziehen nun die Eigentumsverhältnisse in Frage.
    Das war nun der Tropfen der das Fass zum überlaufen brachte. Diese „Menschen“ begreifen erst was sie einem antun wenn man gerichtlich gegen sie vorgeht.
    Ich wünsche den Mitarbeitern des Jobcenters das sie eines schönen Tages selbst die Vorzüge von Hartz IV kennenlernen und ebenfalls durch „Ekelpakete“ alles verlieren was sie sich aufgebaut haben bzw. sich aufzubauen versuchen.
    Haltet den Kopf hoch und denkt immer daran: „Gemeinsamer Feind vereint“ oder wie die Chinesen sagen:
    „Man sollt nie über die Schlange lachen weil sie keine Hörner hat. Wer weis ob aus ihr nicht eines Tages ein Drachen werden kann – wie aus einem einzelnen Mann eine ganze Armee werden kann.

  5. Wenn man sich und seinen Nerven einen Gefallen tun will unternimmt man am Besten alles um NICHT beim Jobcenter zu landen, wenn möglich leiht man sich das Geld zur Überbrückung der Erwerbslosigkeit besser von einem Freund oder der Familie oder beim Kredithai um die Ecke. Vom Jobcenter abhängig zu sein ist absolut kein Spaziergang und ich erwarte von denen ebenso wie von anderen deutschen Behörden gar nichts mehr. Laut Recht und Gesetz steht einem deutschen Bürger der jahrelang erwerbstätig in die Brennöfen der Staatskasse eingezahlt hat angeblich eine sogenannte „Grundversorgung“ zu, mehr ist bei Arbeitslosigkeit, ob selbstverschuldet oder nicht, auch nicht zu verlangen. Beim ALG I welches über die Arbeitsagentur bearbeitet und in der Regel bewilligt wird hatte ich glücklicherweise keine negativen Erlebnisse. Aber als ich nach erfolgloser Selbstständigkeit schließlich in die finanzielle Abhängigkeit des Jobcenters geriet wurde mir bewusst was die Begriffe Inkompetenz, Gleichgültigkeit, Arroganz und Dummheit eigentlich bedeuten. Ich hatte noch nie zuvor in meinem Leben so viel menschliches Versagen auf einem Haufen (bzw. in einem Gebäude) erlebt. Es dauerte NUR ca. 2 Monate bis ich die erste Reaktion auf meinen Antrag auf ALG II vom Jobcenter Chemnitz erhielt. Dies war jedoch keineswegs der langerwartete Bewilligungsbescheid, vielmehr bat man mich um die Einreichung diverser Unterlagen welche ich jedoch bewusst bereits bei Antragstellung ordnungsgemäß übergeben hatte, sie waren dort jedoch nicht mehr auffindbar. Die angeforderten Unterlagen reichte ich mit der Hoffnung um nunmehr zügige Bearbeitung anschließend PERSÖNLICH mit der Bitte diese an die entsprechende Sachbearbeiterin weiterzuleiten am Empfang des Jobcenters ein, da mir dort mitgeteilt wurde, dass eine direkte Übergabe ohne Termin nicht möglich sei. Der wesentliche Grund für die persönliche Übergabe war jedoch, dass ich mir nun inzwischen weder das Porto für eine postalische Zustellung noch eine Busfahrkarte leisten konnte da ich mich inzwischen in einer finanziellen Not befand, extrem sparsam haushalten musste und auch nicht mehr so Recht mit den Mahnungen meines Vermieters umzugehen wusste. Nach einem weiteren vergangenen Monat war man offensichtlich immer noch nicht dazu gekommen meinen Antrag abschließend zu bearbeiten bzw. zu bewilligen obwohl mir bei zwischenzeitlichen telefonischen Nachfragen zugesichert wurde, dass mein Antrag bereits der Leistungsabteilung vorliegen würde und ich in Kürze den ersehnten Bewilligungsbescheid in meinen Händen halten müsste. Dieser befand sich dann tatsächlich nach einer gefühlten Unendlichkeit in meinem Briefkasten, auf was ich jedoch vergebens wartete war ein entsprechender Zahlungseingang auf meinem Konto. Nach zwei weiteren Anrufen wann denn mit dem dringend erwarteten Arbeitslosengeld zu rechnen wäre wurde mir mitgeteilt, dass eben dieses Geld bereits angewiesen wurde und ich mich gedulden solle. Was ich jedoch bei Anruf No 3 feststellen musste ließ nichts was auch nur im entferntesten mit Geduld zu tun haben könnte in mir übrig. Beim Abgleich der Bankverbindung nannte mir der scheinbar kompetenteste Mitarbeiter der gesamten Bundesrepublik eine Bankverbindung die schon seit 12 Jahren nicht mehr existent war, wo auch immer diese Institution diese Bankverbindung ausgegraben hatte um eine Überweisung auf eben dieses antike Konto vorzunehmen obwohl ich dieses NIEMALS auf irgendeiner der gefühlt 200 Seiten des Antrages angegeben hatte. Jedenfalls klärte dies nun den Sachverhalt auf und der Mitarbeiter am Telefon korrigierte nach seiner Aussage sofort die Bankverbindung und begründete den Fehler mit einer Umstellung im Datenerfassungssystem. Mein Arbeitslosengeld müsse nun aber erst von der Bank zurück auf das Konto des Jobcenters gebucht werden, dies könne bis zu zwei Wochen dauern und erst wenn der Betrag wieder auf dem Konto des Jobcenters eingehe könne man das Geld erneut anweisen, da sonst eine „doppelte Auszahlung“ vorliegen würde und dies technisch nicht möglich sei. Ich bat den betreffenden Mitarbeiter im System zu vermerken, dass ich keine erneute Überweisung sondern bei Zahlungseingang einen Anruf der Leistungsabteilung wünsche um mir das Geld aufgrund der Dringlichkeit bar auszahlen zu lassen. Mir wurde versichert, dass dies so geschehen und zusätzlich ein Dringlichkeitsvermerk in meiner elektronischen Akte vermerkt würde. Es ist natürlich keine große Überraschung, dass der gewünschte Anruf der Leistungsabteilung niemals erfolgte. Stattdessen wurde ich weitere zwei Wochen mittellos mir selbst überlassen. Mein Antrag auf ALG II lag nun bereits über dreieinhalb Monate in der Vergangenheit und ich hielt einen Bewilligungsbescheid in meinen Händen mit dem ich jedoch nichts bezahlen konnte. Der einzige Silberstreif am Horizont war, dass wenigstens die Forderungen meines Vermieters inzwischen vom Jobcenter beglichen wurden. Ein weiterer Telefonanruf in der Leistungsabteilung legte nun aber den Verdacht nahe, dass hier mit Vorsatz gehandelt wird um meine Geduld auf die Probe zu stellen oder ein Experiment durchzuführen wie lange man einen einen erwerbslosen Nichtsnutz aus dem Fußvolk hinhalten kann. Jedenfalls stellte sich heraus, dass eine Barauszahlung nicht möglich wäre, da bereits erneut angewiesen wurde, auf genau dieses Konto welches ich ausdrücklich als FALSCH deklariert hatte und welches auch der Grund für die Rückbuchung meines Arbeitslosengeldes war. Spätestens an diesem Zeitpunkt verlor ich endgültig das Vertrauen, dass ich dieses Geld jemals erhalten würde. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern wie oft ich mich täglich mit höchsten Erwartungen auf den Weg zum Geldautomaten gemacht habe um noch hoffnungsloser als am vergangenen Tag wieder nach Hause zu trotten, hungrig, verzweifelt, voller Wut und Depressionen. Aber dies war auch der Zeitpunkt an dem ich mich genau informierte wie ich mein weiteres Vorgehen gestalten könnte ohne diese offensichtliche Inkompetenz auf sich beruhen zu lassen sondern in diesem „Amt“ lediglich eventuell vorhandene Schwächen und Fehler im System aufzuzeigen. Anhand einer Dienstaufsichtsbeschwerde mit der ich mich vorher nie beschäftigt hatte sollte mir Genugtuung verschafft werden, wenigstens das wollte ich erreichen wenn ich schon nicht die Leistungen erhielt die mir eigentlich rechtmäßig zustanden. Mit dem Einreichen dieser Beschwerde, welche ohne dies ironisch zu meinen, freundlich aber bestimmt formuliert war, wartete ich allerdings vorsichtshalber bis zum tatsächlichen Zahlungseingang auf meinem Konto ab da ich die Befürchtung hatte, dass dies weitere Verzögerungstaktiken bewirken könnte. Bis zum Erhalt meines Arbeitslosengeldes sollte noch einige Zeit und weitere Besuche in der Leistungsabteilung vergehen. In der Zwischenzeit hatte ich bereits ein neues Beschäftigungsverhältnis begonnen welches ich natürlich mit großer Freude dem Jobcenter mitteilte und meine Arbeitslosigkeit nach etwas über viereinhalb Monaten beendete ohne während dieser Zeit auch nur einen Cent Unterstützung von dieser Seite erhalten zu haben. Die Dienstaufsichtsbeschwerde welche ich persönlich am Empfang mit der Bitte um Eingangsstempel und Weiterleitung an die Leiterin der Dienststelle Chemnitz eingereicht hatte blieb natürlich unbeantwortet obwohl ich darin ausdrücklich um eine schriftliche Stellungnahme gebeten hatte. Anstatt dessen erhielt ich ca. 2 Monate später einen Bescheid von der Agentur für Arbeit Recklinghausen mit einem Forderungsbetrag der mir Schwindelgefühle bereitete. Hier wurde offensichtlich das Arbeitslosengeld für den gesamten Zeitraum meiner Erwerbslosigkeit ohne Angabe von Gründen zurückgefordert. Auf eine schriftliche Nachfrage wurde nicht reagiert, eine telefonische Nachfrage erzielte kein Ergebnis da mir die Mitarbeiterin keine klärende Auskunft über die Forderung geben konnte da dies im „System“ nicht vermerkt wäre. Beglichen wurde dieser Betrag von mir selbstverständlich nicht und es verging ein weiteres Jahr ohne eine Kontaktaufnahme seitens der Arbeitsagentur bezüglich dieser dubiosen Forderung. Erst dann erhielt ich einen gerichtlichen Mahnbescheid über die genannte Summe, weiterhin ohne Angabe von Gründen. Bis dahin wusste ich nicht, dass man die Sozialleistung Arbeitslosengeld II nur geliehen bekommt und anschließend im kompletten Umfang zurückerstatten muss, zumal ein ordnungsgemäßer Antrag bewilligt wurde und alle Voraussetzungen des Erhaltes samt der Bemühungen um eine erneute Beschäftigung vorlagen. Ich gehe in diesem Fall nach wie vor davon aus, dass dies die Antwort meiner Dienstaufsichtsbeschwerde darstellen sollte. Seit dem Widerspruch meinerseits ist jedenfalls bisher keine erneute Forderung eingegangen, die Zustellung des Mahnbescheides liegt mittlerweile schon knapp 2 Jahre in der Vergangenheit. Man darf weiterhin gespannt sein ob die sich so leicht geschlagen geben oder ob dies nur ein Mahnmal darstellen sollte mir in Zukunft etwas gründlicher zu überlegen mit der Unfähigkeit dieses Unternehmens umzugehen was Kritik betrifft. Da ich offensichtlich nicht der einzige Betroffene von Behördenwillkür und Verweigerung der Grundversorgung bin, dementsprechend die unhaltbaren Zustände in deutschen Familien oder Einzelhaushalten entstehen die auf die finanzielle Unterstützung des Staates angewiesen sind und man hingegen beobachtet mit welcher Gleichgültigkeit und Akzeptanz von Seiten der hierfür Verantwortlichen damit umgegangen wird stellt man sich wirklich die Frage was der Artikel des Grundgesetzes der die Aussage enthält „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich“ eigentlich für eine Bewandtnis darstellt wenn man sich nach Belieben ohne nennenswerte Konsequenzen darüber hinwegsetzen kann, und das mit einem Grinsen im Gesicht. Wenn Mitarbeiter des Jobcenters darüber entscheiden welche Nase es nicht wert ist anständig behandelt zu werden, bei welchen Menschen die Hinhaltetaktik gefahren wird, bei welchen Bedürftigen plötzlich ganze Anträge verschwinden und sich am Ende im Gipfel der Dreistigkeit auch noch über verschiedene Notsituationen von Menschen lustig gemacht wird dann existiert für mich an dieser Stelle kein Rechtsstaat mehr. Aussagen wie „Ihnen scheint es ja noch ganz gut zu gehen, schließlich sind Sie ja auf zwei Beinen hier erschienen“ oder „Na wenn Sie bisher ohne Geld zurechtgekommen sind kommt es ja auf ein paar Tage länger warten auch nicht mehr an“ sind mir noch gut in Erinnerung und unterstreichen diese Tatsache, Aussagen von zum Teil übergewichtigen Mitarbeiterinnen die im Einfingersystem die Buchstaben auf Ihrer Tastatur suchen während sie in den Monitor wie die Kuh ins Uhrwerk schauen und eigentlich schon Ihre nächste Mittagspause und ein deftiges Abendessen nach einer gemütlichen Shoppingtour im Kopf haben. Ohne die Unterstützung meiner Familie während dieser schlimmen Zeit wäre ich vermutlich bei der Tafel oder im Obdachlosenheim gelandet. Dabei hätte ich sehr wahrscheinlich das geschenkte Brot und die Salami als „Vermögen“ angeben müssen welches dann meinem Arbeitslosengeld gegengerechnet worden wäre… Die Moral aus der Geschichte: Als dummtreuer Bürger hat man gar keine andere Wahl als fleißig seine Arbeitslosengeldanteile vom Lohn abzuführen, muss der Strom auf Grund eingetretener Bedürftigkeit jedoch in die andere Richtung fließen, muss man sich dies in Augen des Jobcenters und der gesamten zugehörigen Brigade anscheinend erstmal „verdienen“ und sich in unermüdlicher Geduld üben bis der Antrag v i e l l e i c h t bewilligt wird, vorausgesetzt, dass man das noch miterlebt.

  6. Vorgeschichte

    2006 wurde ich unverschuldet Arbeitslos, betriebsbedingt wie es so schön heißt, war ich 53 Jahre alt eine Chance auf dem Arbeitsmarkt war sehr gering, schrieb an die 150 Bewerbungen, hatte gute Referenzen, habe mich ständig weitergebildet, trotzdem nicht einmal ein Vorstellungsgespräch.

    Es lag nicht daran, dass ich keine Bewerbung schreiben konnte, hatte schließlich jahrelang auch in der Personalabteilung gearbeitet.

    Dass ich die Kündigung bekam war nicht wirklich entsetzlich für mich, es herrschte eine schlechte Stimmung in der Firma, jeder hatte Angst um seinen Job dementsprechend war Mobbing auch von Vorgesetzten an der Tagesordnung, angeordnet aus den obersten Etagen um die Mitarbeiter zu einer eigenen Kündigung zu bewegen, Abfindungen zu sparen und das Arbeitsgericht. Viele gingen damals zum Arbeitsgericht und bekamen meist auch Recht.
    Nie hätte ich gedacht wie man fertig gemacht werden kann durch verbale Attacken, obwohl ich hart im Nehmen bin hat es auch mich sehr getroffen was ich mir allerdings nicht anmerken lies, die weniger gut damit zurechtkamen wurden noch mehr gemobbt, einige schafften es nicht und kündigten lieber.
    So war ich eigentlich froh als ich meine Kündigung bekam, obwohl auch ich Angst vor der Zukunft hatte, war ja nicht mehr die Jüngste.

    Das war das System die Alten raus und jüngere Einstellen, sind auch billiger, stellte ich später fest.

    Meine zwei- ein halb Zimmerwohnung hatte ich inzwischen aufgegeben und zog in eine Einzimmerwohnung aus Angst meine Miete künftig nicht mehr zahlen zu können.

    Arbeitslos ist nicht mein Ding daher beschloss ich mich selbständig zu machen.
    Durch meine Abfindung konnte ich mir Schulungen bei der Handelskammer leisten, besuchte sämtliche Seminare die für eine Selbständigkeit nötig sind und das waren viele.

    Kaufte mir Computer, Drucker, Scanner, eben alles was man für ein Büro braucht. Machte Werbung, persönliche Akquise, lief durch ganz Hamburg und stellte mich persönlich bei Unternehmen und Geschäften vor, warf meine Werbebriefe persönlich in die Briefkästen, holte mir wunde Füße, aber ich wollte es schaffen.

    Es fing auch gut an, hatte viele Anfragen und bekam einige Kunden. Meine Vorarbeit hatte sich gelohnt.

    Trotzdem versuchte ich weiter einen festen Arbeitsplatz zu finden, die Existenzangst blieb.
    2007 bekam ich in einem Hotel als Nachtportier einen Job, ich hatte auch Meisterwissen im Hotel und Gastronomiebereich, sehr gute Computerkenntnisse an verschiedenen Systemen, Sprachkenntnisse.

    Ideal dachte ich, nachts im Hotel tagsüber die Unternehmen bedienen.
    Ein festes Einkommen, viel bezahlt wurde nicht, und nebenbei ein zweites Standbein aufbauen.
    Als Nachtportier stellt man sich vielleicht vor, nachts ist nicht viel los und man kann zwischendurch schlafen.
    So war es nicht. Ich musste die Hotelabrechnungen machen, die laufende Buchhaltung, für das Frühstück, Käse, Wurst, Salate und was alles noch angeboten wurde fertigen und das Buffet aufbauen, meine Arbeitszeit war von 23:00 Uhr abends bis 07:00 Uhr morgens.
    Viel Zeit blieb mir nicht, ich hatte einen Fernlehrgang als Weiterbildung begonnen, in der Hoffnung zwischendurch lernen zu können.

    Vorerst wollte ich von zu Hause aus arbeiten um Bürokosten zu sparen, wenn alles gut lief könnte ich mir immer noch ein Büro mieten und mich voll auf meine selbständige Tätigkeit konzentrieren, so war es gedacht.

    Inzwischen war mein Erspartes aufgebraucht. Da ich aber auch anbot vor Ort als Aushilfe bei Krankheit, Mutterschutz, Erziehungsurlaub oder sonstigen Engpässen, zu arbeiten, waren meine Kunden größtenteils Unternehmen die, die Arbeit nicht aus dem Haus geben wollten, somit war ich jeden Tag bei einem anderen Unternehmen.

    Das hieß, nach meiner Arbeit im Hotel, nach Hause duschen, umziehen zu meinem Kunden um 09:00 Uhr manchmal 10:00 Uhr bis 18:00 oder 19:00 Uhr, wieder nach Hause 2-3 Stunden schlafen, erneut ins Hotel. An fünf Tagen die Woche, Wochenenden nur im Hotel und die Arbeit von zu Hause für die Kunden deren Unterlagen ich monatlich abholte. So ging es von 2007 bis 2010.

    Irgendwann wurde die Stelle als Nachtportiere im Hotel gestrichen, da man mich aber behalten wollte wurde ich in die Spätschicht von 15:00 bis 23:00 Uhr eingeteilt.
    Mit der Umstellung bei meinen Kunden früher anzufangen manchmal etwas später ins Hotel hatte ich keine Probleme.
    Mein Chef im Hotel war flexibel er wusste, dass ich noch selbständig bin und war damit einverstanden die fehlende Stunden an den Wochenenden nach zu arbeiten.

    Mitte Juli 2010 wurde das Hotel verkauft. Ich hatte Glück und konnte noch ein halbes Jahr als Selbständige weiterarbeiten.

    Eines möchte ich noch hinzufügen während meiner Tätigkeit im Hotel und zusätzlich Kunden zu gewinnen geriet ich in die Falle einer Vermögensberatung, die, wie sich rausstellte nur daran interessiert war, meinen vorhandenen Kundenstamm für sich selbst zu nutzen. Mich, dummerweise, zu einer Privaten Krankenversicherung zu überreden. Später kam ich, wieder mal auf Grund meines Alters, nicht mehr in die gesetzliche Krankenversicherung.

    Inzwischen hatte ich mir einen Kundenstamm aufgebaut so kam ich gut über die Runden.

    Dies lief bis 2012 recht gut, einige Kunden konnte ich von zu Hause bearbeiten, bei anderen arbeitete ich aushilfsweise vor Ort.

    Plötzlich blieben die Anfragen von den Unternehmen weg, es kamen keine Nachfragen mehr. Unternehmen bei denen ich immer wieder mal als Aushilfe war fragten nicht mehr nach es kamen keine neuen Aufträge, das machte mich stutzig, so rief ich bei zwei Unternehmern an, die ich schon länger kannte und fragte nach ob sie mit meiner Arbeit nicht zufrieden waren, die Antwort überraschte mich, zufrieden waren sie schon, aber das Arbeitsamt bietet kostenlos, Umschüler, Praktikanten, Langzeit Arbeitslose an, dies sei für das Unternehmen natürlich günstiger, ich müsste mich ja auch erst mal einarbeiten das könnten andere auch.
    Diesen Stamm war ich los. Es war ein großer finanzieller Einbruch.

    Ich überlegte was ich tun konnte schließlich hatte ich meine monatlichen Kosten, die ich zum Glück klein gehalten hatte. Ich ging wieder auf Werbungstour.

    Inzwischen war der Markt mit selbständigen in meiner Branche übersäht mit billigen Angeboten. Ich fragte mich wie die überleben können bei den Preisen, kurz es gab eine große Konkurrenz.

    Ich schrieb eine Petition an den Bundestag bezüglich der kostenlosen Praktikanten, Umschüler usw. wie sich selbständige ernähren sollen, wenn es kostenlose Mitarbeiter vom Staat gefördert gibt.

    Damit die Arbeitslosenzahlen stimmen wird jeder der Arbeitslosenhilfe oder sonstige Zuschüsse erhält, eine gezwungene Maßnahme machen muss, sei es über vier Wochen oder länger durch das Jobcenter, eine Umschulung macht oder als kostenloser Praktikant arbeitet, fehlt aus der Statistik so werden Arbeitslosenzahlen verschönert.

    Die Antwort vom Bundestag war zwei Seitenlang aber nicht aussagend, also würde sich nichts ändern.

    Anderwärtig noch zusätzlich Arbeit zu finden war ergebnislos. Anrufe auf meine Bewerbungen bekam ich zwei, da ich kein Geburtsdatum bei meinen Bewerbungen schrieb, war die erste Frage wie alt sind sie? Zum einen wollte ich nicht lügen zum anderen hätte man es spätestens bei der Anmeldung zur Sozialversicherung festgestellt. Also war ich ehrlich
    und den Job bekam ich nicht.

    Meine Einnahmen reichten nicht mehr um meine Kosten zu decken. Kfz-kosten, Updates für meine Programme die ich zum Arbeiten brauchte, Homepage, Büromaterial, Telefon, Fax, Miete, Krankenversicherung, Wasser, Strom mein Darlehen für den Fernlehrgang und zum Essen braucht man leider auch was.
    Jährliche berufsbedingte Lehrgänge konnte ich mir auch nicht mehr leisten.

    Ich versuchte mich noch einige Zeit über Wasser zu halten in der Hoffnung neue Kunden zu bekommen, leider bekam ich keine trotz aller Bemühungen.

    Job Center

    So blieb mir nur eine Möglichkeit, ich musste Zuschuss beim Jobcenter beantragen, wider willens.

    Den Antrag machte ich Online, es ging auch überraschender Weise schnell mit einem Termin.
    An dem besagten Tag fuhr ich also zum Jobcenter, mir war es peinlich im Wartezimmer zu sitzen und es wurde noch peinlicher als die Mitarbeiterin vom Jobcenter auch noch laut meinen Namen rief, von Diskretion oder Datenschutz keine Spur, so groß war der Raum nicht, dass man so laut schreien musste.
    Es war der Anfang der Diskriminierung was mir heute klar ist, dem Antragsteller soll es peinlich sein.
    Die Sachbearbeiterin schien auch nicht sehr erbaut mich betreuen zu müssen.

    Das Gespräch lief folgender Masen.

    Als erstes müsse ich meinen Gewerbeschein auf ein Nebengewerbe umschreiben lassen, alles im lauten Ton damit es auch jeder mitbekommt.
    Als nächstes, Mietzuschuss wird nicht gewährt da ich von zu Hause aus arbeite und ich das Arbeitszimmer beim Finanzamt absetzen könne.
    Ich sagte ihr, dass ich eine ein Zimmer Wohnung habe und ein Arbeitszimmer, was ja nicht vorhanden war, nicht absetzen könne.

    Wurde ignoriert.

    Krankenversicherung muss halbiert werden, auf meinen Hinweis, dass es schon der niedrigste Beitrag ist, antwortet sie unwirsch, „dann lassen sie sich das schriftlich geben“
    Sind sie Umsatzsteuerpflichtig „ja“, dann verdienen sie mehr als 17.500,00Euro jährlich, „Nein tu ich nicht, meine Kunden sind umsatzsteuerpflichtig und bestehen auf eine Rechnung mit Umsatzsteuer die ich auch abführe“.
    Sie hat keine bis sehr geringe Ahnung von Selbständigen.
    Sie sagte mir noch selbständige sind nicht zu unterstützen lt. Gesetz.

    Als Krönung noch die Bemerkung, ich dürfe die Stadt nicht verlassen, ich fühlte mich wie ein Verbrecher.

    Das Gespräch war ziemlich kurz nach einer langen Wartezeit, bevor sie zum Schluss kam, machte sie Anzeichen als wolle sie mir die nötigen Unterlagen nicht geben. „Wollen sie Zuschuss beantragen“, „ich muss“ widerwillig gab sie mir die Unterlagen. „Rufen sie mich an, wenn sie es sich anders überlegen“ ich frage sie nach einer Visitenkarte, hatte sie nicht. „Es wird drei bis vier Monate dauern bis der Antrag durch ist.“ Dachte nur, nett wie soll ich nächsten Monat meine Miete bezahlen.
    Um mit ihrer Schlauheit noch heraus zu stechen machte sie noch die Bemerkung:
    „Unternehmer sind verpflichtet Rücklagen zu bilden“ wäre ich beim Jobcenter wenn ich das könnte oder getan hätte.
    Auf meine Antwort „von was, wenn nichts übrig bleibt“, gab es nur ein Schulterzucken, nette Person.

    Nachdem ich die 20 Seiten an Formularen ausgefüllt hatte, schickte ich gesamt 100 Seiten an das Jobcenter. Ich musste alle Einnahmen und Ausgaben der Jahre 2011 und 2012 belegen, sämtliche Nachweise aus 2006 als ich mich Selbständig machte, an Seminaren, Schulungen, etc.

    Es kam keine Reaktion. Das war im Juni 2012.

    Ich schrieb an die Leitung vom Jobcenter, fragte nach dem Stand der Dinge. Daraufhin wurde mir mitgeteilt, dass die Unterlagen fehlen, so schickte ich zum zweiten Mal die gleichen Unterlagen.

    Was es mich an Zeit, die ich besser in Akquise investiert hätte, Toner und Papier gekostet hat interessiert das Jobcenter nicht. Ich bat um Hilfe um kein Sozialfall zu werden, stattdessen wurden mir Steine in den Weg gelegt.

    Als ich mich selbständig machte bekam ich keine Förderung, ich hatte einen Monat zu früh meine Gewerbe angemeldet hatte, damals wusste ich noch nicht was ich heute weiß. Es gibt auch niemand der Aufklärt. Ich hatte schon einen Kunden musste daher den Gewerbeschein beantragen. Dies war auch ausschlaggebend und eines der ersten Fragen vom Jobcenter.

    Alle Unterlagen, wie bereits erwähnt, beim Jobcenter abgegeben, mussten inzwischen angekommen sein.
    Als erstes wurde ich zu eine vierwöchige Maßnahme, von morgens um 08:00 bis 16:00 Uhr verdonnert.

    Die Maßnahme bestand darin sich richtig zu bewerben, wie bitte, ich bin seit sechs Jahren selbständig inzwischen 59 Jahre und muss eine Maßnahme besuchen, soll die Unternehmen anschreiben die ich bereits als selbständige akquirierte hatte!

    Wie soll ich mein kleines Unternehmen weiterführen, wenn ich vier Wochen in einer idiotischen Maßnahme sitze in der man den ganzen Tag aus Langeweile in der Nase bohrt, nur einen Raum mit Computern gibt der völlig überfüllt war, die Hälfte der Computer nicht funktionierte zwei bis drei Leute sich einen Computer teilen mussten und der Staat auch noch tausende von Euro für solche sinnlosen Maßnahmen rauswirft.

    Ich beschwert mich beim Jobcenter über die Situation in der Schule wo die Maßnahme stattfand, Antwort „das geht nicht“ man würde sich darum kümmern.
    Dann stellte ich auch noch fest, dass ich als Arbeitssuchende im Verzeichnis der Arbeitsagentur geführt wurde als ungelernte. Ich fasste es nicht.

    Eigentlich, dachte ich, man würde mich bei meiner Selbständigkeit unterstützen statt totaler Arbeitslosigkeit bzw. Sozialfall.

    Das Jobcenter musste doch wissen, dass ich am Arbeitsmarkt keine Chancen mehr hatte. Doch lieber schikanierten sie mich, sagten mir durch die Blume vorsätzlichen Betrug, diskriminierten mich. Man bekam den Eindruck es macht ihnen auch noch Spaß, von Menschlichkeit oder mal zu Fragen wie es einen geht, keine Spur von Interesse an der Person. Immer noch einen drauf, wenn man bereits am Boden liegt.

    Ich versuchte alles um aus dieser Situation raus zu kommen.

    Monatlich waren nun sämtliche Einnahmen, Ausgaben, alle Belege, Bankauszüge beim Jobcenter ab zugeben, da meine Kunden oft die Rechnungen im Folgemonat bezahlten machte ich noch zusätzliche Angaben auf einem extra Blatt für welchen Monat die Bezahlung ist.
    Jeden Monat zwischen 30 und 50 Seiten, Toner, Papier kostet ja nichts.

    Inzwischen hatte wohl die Mitarbeiterin beim Jobcenter, die für mich scheinbar zuständig war (die selbige die ich beim ersten Gespräch hatte und der ich die Unterlagen immer wieder mehrmals schicken musste, da diese angeblich nicht vorlagen), eine ehrgeizige Person die nur Fehler und Betrug in den Unterlagen suchte,
    meine Homepage gelesen und zitierte mich zu sich. Ich hätte eine GbR, Gesellschaft bürgerlichen Rechts, da auf meiner Homepage andere Unternehmer eingetragen sind, ich erklärte ihr mehrmals, dass es ein Netzwerk ist unabhängig voneinander, indem man sich gegenseitige Empfiehlt und keine Gbr.
    Meine ganzen Erklärungen halfen nichts sie behauptete es ist eine Gbr.

    Ich erklärte bzgl. meiner Homepage alles noch mal schriftlich und schickte es an das Jobcenter.

    Als nächste kam die Umsatzsteuer, dies sind Einnahmen und werden mit dem Zuschuss verrechnet, ich versuchte ihr zu erklären, dass es ein durchlaufender Posten ist, ich die Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen muss. Sinnlos

    Ich schrieb an den Abteilungsleiter vom Jobcenter und bat man möge die Mitarbeiterin aufklären auch sei der Ton nicht angebracht.

    Die Antwort war, eine Aufforderung zur Mitwirkung, meine Einnahmen würden sonst geschätzt werden.
    Jeden Monat schickte ich bis spätestens 10. die Unterlagen oder warf diese persönlich in den Briefkasten. Ich verstand alles nicht mehr. Also war es so gewollt, Schikane.

    Ein Kunde bezahlte manchmal bar, mit Quittung natürlich, nun bekam ich auch noch die Aufforderung ein Kassenbuch zu führen wegen einen Kunden, nicht zu glauben.

    Inzwischen hatte ich auch meine ganzen Habseligkeiten wie Schmuck verkauft dies auch beim Jobcenter angegeben, daraufhin kam ein Schreiben von Fr. X, ich möchte dieser Person den Namen „X“ geben da sie noch öfter auftaucht, dieselbe Person von der Erstbesprechung, ich müsse jede Einnahme auch, wenn ich privat etwas verkaufe, melden.

    Ja, was habe ich den getan, sie wüsste es doch gar nicht hätte ich es nicht angegeben. Es wird langsam persönlich, diese Frau X hat ein Problem. Sie hatte den gleichen Namen wie die Leitung der Jobagentur, Zufall?

    Nun fingen meine Schulden an, mein ganzes Leben habe ich versucht, es war mir auch gelungen, keine Schulden zu machen lieber auf etwas verzichten, doch in der Situation ging es nicht mehr.

    Mein Darlehen für die Weiterbildung wurde als Ausgaben nicht anerkannt trotz Belege und den Überweisungen.
    Inzwischen hatte ich mich für die Prüfung angemeldet, volles Blackout, kurz bin durchgefallen, meldete mich zu einer zweiten Prüfung an, ich habe doch nicht umsonst so viel gelernt und das Darlehen aufgenommen.

    In der morgendlichen Aufregung viel ich am Prüfungstag die Treppen runter, zum Glück habe ich mir nichts gebrochen, musste zum Arzt, mein Arzt war im Urlaub ging zu seiner Vertretung die nahmen niemanden mehr an wegen Überfüllung, trotz schmerzen und Erzählung das ich gestürzt bin. In das Krankenhaus wollte ich nicht, da ich Privatversichert bin muss ich bis 600,00 Euro alles selbst bezahlen.

    Völlig fertig ging ich nach Hause rief bei der Handelskammer an, erzählte was passiert ist, ich sollte eine Attest schicken, war ja nicht möglich ohne Arzt. Die nächste und letzte Prüfung sollte ich nochmal bezahlen, ich hatte keine fünfhundert Euro über.

    So fragte ich beim Jobcenter, Abteilungsleiter persönlich, um ein Darlehen für die Prüfung damit der ganze Aufwand, den ich bisher hatte sich lohnte, ich erklärte ihm was passiert war, abgelehnt, auf meine Bitte, ich möchte unbedingt diese Prüfung machen verspreche mir davon mehr Kunden und bessere Chancen für die Zukunft hieß es „wir müssen erst mal die jungen Leute in Lohn und Brot bringen“, ich verstand mal wieder nicht, auf meine Antwort „soll ich mir jetzt das Leben nehmen weil ich schon so alt bin“ gab es keine Antwort.

    Dafür kam kurz darauf ein Schreiben vom Jobcenter ich solle mich am … bei Frau … in 20 Km Entfernung von meinem Wohnort die für mich eigentlich nicht zuständig war, melden. Auch das tat ich.
    Ich wurde zum Gespräch „eingeladen“, auf meine Frage warum ich diesen weiten Weg machen müsse, konnte mir die Sachbearbeiterin auch nicht beantworten, sie fragte nur ob ich mal eine Stellenvermittlung vom Arbeitsamt erhalten hätte, ich verneinte, wie meine finanzielle Situation ist, ich erklärte,
    nach einem kurzen Gespräch sagte sie nur „sie wird eines Tages der Schlag treffen“
    da ich nicht verstand was sie meinte fragte ich nach, „nun sie werden einfach Tod umfallen“. Dass habe ich mir doch immer schon gewünscht.

    Natürlich bekam ich noch mehrere Einladung vom Job Center mit verschiedenen Sachbearbeitern die mich alle kennenlernen wollten, man hat ja sonst nichts zu tun, eine davon sagte „ich will sie hier nicht wieder sehen“, dachte nur, ich habe nicht darum gebeten.

    Da ich mich weiterhin um Kunden bemühte bekam ich ein kurzfristiges Angebot, für voraussichtlich einen Monat, das war für Dezember 2012, ich meldete mich sofort beim Jobcenter ab, bekam auch für 2 Monate kein Geld, war für mich ok.
    Ab Februar 2013 musste ich erneut Zuschuss beantragen, wieder das ganze Prozedere von vorne. Dazu kam, dass Frau X erneut alle Unterlagen ab Juni 2012 wollte die sie ja schon hatte, es waren 192 Seiten die ich zum dritten Mal an sie schickte.
    Dann wieder jeden Monat die gleichen Unterlagen pünktlich bis zum 10. gerade in der Zeit wo ich am meisten Arbeit hatte da bis zum 10. des laufenden Monats sämtliche Meldungen meiner Kunden an Ämter verschickt werden müssen, dass scheint Fr. X genau zu wissen in der Hoffnung ich schaffe es nicht, habe es aber immer geschafft.

    Im Juni 2013 erneut ein Anschreiben einer anderen Sachbearbeiterin es fehlen die Unterlagen ab Dezember 2012 – Juni 2013, schickte ein viertes Mal die Unterlagen an die Mitarbeiterin vom Jobcenter mit einem Anschreiben wann ich alles an Fr. X geschickt hatte, es waren mehrere hundert Seiten.
    Es war für mich eine große Belastung, ich merkte es physisch und psychisch, versucht trotzdem weiter zu machen und nicht auf zu geben, schlaflose Nächte da ich nicht mehr zur Ruhe kam und kaum noch eine Chance sah aus der Situation raus zu kommen.

    Dann war da noch der Antrag auf Befreiung der GEZ habe diesen monatlich angefordert mit Briefumschlag und Marke, den Briefumschlag hatte das Jobcenter behalten die Anträge habe ich 2016 erhalten für die Zeiten ab 2012.

    Möchte mich bei ARD, ZDF bedanken. Habe mit den Leuten korrespondiert und meine Situation bis zum heutigen Tag geschildert, bin dabei auf Menschlichkeit gestoßen hatte keinen Ärger oder Mahnungen, danke.

    Die monatlichen Zuschüsse vom Jobcenter kamen mal, mal kamen sie nicht, es wurde aber behauptet ich hätte das Geld immer am Anfang des Monats bekommen, wer mein Geld regelmäßig bekommen hat weiß ich nicht, auf mein Konto war es nicht eingegangen.

    Es ist mir auch aufgefallen, das lt. Telefonliste des Jobcenters einige gleiche Namen als Frau und Mann aufweisen, Verwandt, verschwägert, verheiratet? Kein Wunder, dass eine Krähe der anderen kein Auge aushackt.

    Meine Beschwerden wurden entweder nicht beantwortet oder Standartschreiben, man werde der Sache nachgehen.

    Im September 2013 bekam ich eine Aufforderung vom Jobcenter ich soll 1337,92 Euro zurückbezahlen wegen zu Unrecht erhaltener Leistungen. Ich legte Einspruch ein.

    Es wurden neue Bewilligungsbescheide erteilt und weiterhin bezahlt.

    Ich musste immer wieder neue Anträge stellen, mal wurden diese abgelehnt, dann doch wieder nicht, einen Überblick zu erhalten war kaum möglich, als würden sich die Mitarbeiter beim Jobcenter einen Spaß machen einen zu verwirren.
    Meine Einnahmen und Kosten blieben fast immer gleich, jedenfalls keine großen Differenzen.

    Nun wurden sämtlich Kosten gestrichen, Fahrkosten, Parkgebühren, Kfz-Steuer es gebe keinen Nachweis lautet die Antwort vom Job Center obwohl es vom Finanzamt über die Bank abgebucht, die Kontoauszüge monatlich an das Jobcenter geschickt wurden, gesetzliche Informationen die ich für meine Arbeit brauchte und über einen Verlag regelmäßig bezog, EDV Programme die ich zum Arbeiten brauchte, Darlehen für die Weiterbildung, das Fahrtenbuch wurde ignoriert da keine Namen angegeben waren und als Excel-tabelle.
    Das Finanzamt akzeptiert die Excel-tabelle, habe natürlich auch ein Handgeschriebenes, die Namen meiner Kunden gebe ich bestimmt nicht preis, ich habe auch eine Schweigepflicht und von anderen die auf Zuschüsse angewiesen sind weiß ich, dass die Kunden vom Jobcenter angerufen werden, dann bin ich meine Kunden los.

    Mein Einspruch in 2013 wurde abgelehnt.

    Begründung in Kurzform: Die Widerpruchsführerin hat kein Rechtsspruchbedürfnis. Sie könne Ihr Ziel auf einfachere und effektivere Weise erreichen. Keine gesicherte Rechtsposition. Der Zeitraum ist bereits verstrichen. (Ich hatte immer wieder und rechtzeitig Einspruch eingelegt) Wort die nicht zu verstehen sind „sui generis und ein aliud“.
    Die vorläufige Leistung des Bescheides ist mit Begründung anfechtbar, die Verwaltung habe rechtswidrig gehandelt da vorläufige anstatt endgültiger bewilligt wurde. Die Widerspruchführerin muss die Entscheidung für endgültig erklären usw. Das verstehe mal einer.

    Mir blieb nichts anderes über ich musste zu einem Anwalt, den ich mir eigentlich nicht leisten konnte. Wäre auch besser gewesen das Geld zu sparen, der Anwalt unternahm nichts. Da ich keine Ahnung hatte musste ich es akzeptieren, was dieser Anwalt falsch gemacht hatte bzw. nicht gemacht hatte erfuhr ich erst viel später.

    Ich bekam zwar neue Kunden aber alte gingen somit war keine Änderung in Sicht die meine Situation hätte ändern können, ich versuchte wenigsten die, die ich hatte zu halten und meinen Mut nicht zu verlieren. Meine Psyche ging immer mehr in den Keller.

    Auch in 2014 bis April 2015 lief es wie zuvor beschrieben, das Jobcenter forderte immer wieder die gleichen Unterlagen an obwohl ich diese monatlich selbst in den Briefkasten beim Jobcenter einwarf. Doppelt und dreifach abgab. Schikane grenzenlos, aber wenigsten musste ich von denen keinen mehr sehen.

    Immer wieder Beschwerdebriefe und Widerspruch von meiner Seite da ich mich dagegen währen wollte, ich bin ein Mensch, habe Rechte wie jeder andere, muss mich nicht behandeln lassen wie ein Stück Dreck.

    Den Hamburger Bürgermeister hatte ich über die Diskriminierung, Schikane, Unwissenheit, unqualifizierte Mitarbeiter angeschrieben, seine Antwort,
    wird es an das zuständige Jobcenter weiterleiten.
    Über die habe ich mich doch beschwert Herr Bürgermeister. Es wurde noch schlimmer.

    Widerspruchsbescheid für 2014 abgelehnt.
    Begründung Kurzform: kein Rechtsschutzbedürfnis, Ergebnis könne auf einfachere Weise erreicht werden. (? keine Antwort wie), bereits verstrichen, abschließende Festsetzung.
    Aber es kamen immer wieder neue Bescheide und Berechnungen, es wurde weiterhin bezahlt, mit meinen monatlichen Belegen wie bereits beschrieben.

    Widerspruchsbescheid für 2015 abgelehnt.
    Begründung: Wie bei den anderen Jahren mit einen Zusatz der Widerspruchsführerin fehlt das Rechtsschutzinteresse. Was ist damit gemeint? Die Widerspruchführerin hat das Schreiben vom … offensichtlich falsch verstanden. Es stehe mir frei Klage einzulegen. Mit was bitte meine finanziellen Mittel sind erschöpft.

    Denken sie nicht ich habe es geschafft, mit dem Jobcenter geht es noch weiter, einmal in deren Fängen haben sie keine Chance mehr raus zu kommen.
    Bis heute kämpfe ich um das Überleben, überlege manchen Monat kaufst du dir was zu essen oder Waschpulver.

    Es ist genau so gewollt wie es ist, Willkür, Schikane, diskriminieren damit keiner mehr kommt aber groß in der Öffentlichkeit verlauten lassen was das Jobcenter an Geldern gespart hat. Natürlich auf Kosten anderer, aber alle Schweigen aus Scham?
    Für mich ist es Machtmissbrauch von bestimmten Personen.

    Auch ich schämte mich zuerst, aber es war nicht mein Verschulden das ich arbeitslos wurde,
    es war und ist nicht mein Verschulden das die Gesellschaft dem Jugendwahn verfallen ist,
    es war nicht mein Verschulden das kostenlose oder billige Arbeitskräfte vom Staat an Unternehmen weitergegeben werden, die jede Menge Geld an Sozialbeiträgen, Löhne und Gehältern sparen um Gewinne zu erwirtschaften und sich noch als Gutmensch in den Medien darstellen und sagen ich habe es geschafft,
    es war nicht mein Verschulden das ich ein bestimmtes Alter erreicht habe.

    2016
    Hatte mich bereits April 2015 beim Jobcenter abgemeldet da ich voraussichtlich über einen längeren Zeitraum ein Objekt betreuen würde und ich nicht in die Überzahlung beim Jobcenter kommen möchte.

    Im April 2016 bekam ich plötzlich Nachzahlungen vom Jobcenter, ich war überrascht, war ich doch seit einem Jahr bereits abgemeldet. Ich fragte nach, da ich die Befürchtung hatte es irgendwann zurückzahlen zu müssen. Wie dumm von mir. „Der Ehrliche ist immer der Dumme“

    Da ich keine Antwort bekam ließ ich es dabei.

    Im Januar 2016 hatte ich einen von mir unverschuldeten Autounfall, Auto Totalschaden, ich brauchte aber ein Auto, habe nicht nur ein Büroservice sondern auch einen hol-und bring dienst, d.h. ich holle monatlich die Unterlagen meiner Kunden bringe diese natürlich wieder zurück.
    Mit öffentlichen Verkehrsmittel nicht zu schaffen, einmal von der Zeit, zum anderen die Schlepperei mit den Ordner. Somit kam mir das Geld gerade recht da ich sonst hätte meinen Job aufgeben müssen und ich ein Sozialfall gewesen wäre.

    Kurz ich brauchte ein neues bzw. neuen Gebrauchtwagen den ich mir auch kaufte um weiterarbeiten zu können, und wie so oft, mein Computer ging kaputt, mein Scanner, ich musste einiges neu anschaffen.

    Dazu kamen noch Arztkosten, durch den Unfall hatte ich Rippenbrüche und, und, und, die Versicherung des Gegners ließ sich Zeit, der mir voll von der Seite in das Auto gefahren war wollte eine Mitschuld durchsetzten, was ihm aber nicht gelang.

    Es waren mehrere tausend Euro an Arztkosten in 2016 darüber schreibe ich im Kapitel „Ärzte“ und Versicherungen.

    Widerspruchsbescheid für 2016 abgelehnt.
    Begründung: Wie davor. Zusätzlich diesmal das Fahrzeug sei nicht betrieblich. Habe aber nachweislich (auch dem Job Center monatlich) meine Fahrkosten erläutert mit Fahrtenbuch wurde ignoriert, es fehle keine Straße, Hausnummer, Name des Kunden, unterschiedliche Kilometer für die gleichen Wege.
    Statt mal zu fragen warum, gab es nur Behauptungen. Ich musste oft Umwege fahren wegen z.B. Baustellen, Vollsperrung auf der Autobahn
    in beide Richtungen, brauchte einmal 4 Stunden nach Lüneburg da die Autobahn in beide Richtungen gesperrt war, wenn soll ich das in Rechnung stellen, musste mehrmals auf die Landstraße ausweichen wegen Stau, musste in der Stadt mehrmals um den Block fahren da es keinen Parkplatz gab. Rechnung einer meiner Kunden wurde als zu gering eingestuft, lesen müsste „Mann“ können, der Kunde hatte 2 Unternehmen und für jedes bekam er eine Rechnung.

    Am 24.10.2017 bekam ich erneut ein Schreiben vom Job Center ich soll die Bankenauszüge Februar bis März 2015 schicken um festzustellen ob ich mein Darlehen tatsächlich bezahlt habe. Ich schickte die Belege zum 4.Mal an das Job Center.

    Im Oktober 2016 bekam ich einen Erstattungsbescheid vom Jobcenter wieder musste ich mir einen Anwalt nehmen, nahm den Ordner mit sämtlichen Unterlagen der ganzen Jahre vom Jobcenter zum Anwalt mit, der Kopiert sich, was für ihn nötig war und ich vertraute nun darauf dass er alles richtig macht, so mal dieser Anwalt mich aufklärte was der andere Anwalt in 2013 falsch gemacht hatte und die Forderung nicht rechtens gewesen wäre. Es auch eine Empfehlung war.

    Es folgten Massen an Schreiben vom Jobcenter, Inkasso-Service die ich immer gleich an meinen Anwalt weiterreichte.

    Am 10.01.2018 bekam ich erneut einen Widerspruchbescheid für 2015
    Nochmal eine Ablehnung.
    Begründung: Wie gehabt. Ich hätte die angeforderten Unterlagen nicht abgegeben. Hatte mich bereits im April 2016 abgemeldet, im Schreiben wird behauptet ich hätte mich im Mai 2016 abgemeldet. Lügen ohne Ende.

    Der erste Termin bei dem Anwalt war im November 2016, im Januar 2018 teilte er mir mit, dass alles rechtens sei. Ich bin fertig mit den Nerven, wieder mal der falsche Anwalt, der lies mich über ein Jahr in dem Glauben er könne gerichtlich vorgehen, tat aber nichts, sagte nur am Telefon er blicke selbst nicht mehr durch, seine Rechnung durfte ich bezahlen und dank Jobcenter und den falschen Anwälten bin ich mit mehreren tausend Euro überschuldet und weiß nicht wie ich das bezahlen soll.

    Meine Situation hat sich nicht verbessert, im Jahr 2016 und 2017 verlor ich Kunden, aus Gründen, entweder Insolvenz, oder ich musste mich trennen da meine Rechnungen nicht bezahlt wurden ich nicht ständig einen Anwalt einspannen konnte der meine Rechnungen eintrieb, was ich oft genug gemacht hatte, ein Vertrag bei einem Kunden ausgelaufen ist und aus Altersgründen das Unternehmen auf gegeben wurde.

    Bei meiner Krankenversicherung habe ich hohe Schulden die ich auch irgendwann ab bezahlen muss, ich bin nur noch Notversichert mit einem geringen monatlichen Beitrag, der mir auch schwer fällt zu bezahlen und keine Aussicht auf Besserung.
    Ab Oktober habe ich Rentenanspruch wovon ich nicht leben kann, hoffe nur dass mir die Kunden die ich noch habe halten kann, wobei ich von einem Kunden weiß, dass er noch dieses Jahr sein Geschäft aufgeben wird.

    Ich kann nur jeden Raten, ab einem gewissen Alter, wenn Sie keine Chance mehr am Arbeitsmarkt haben, machen Sie sich nicht selbständig mit Unterstützung des Jobcenter, werden sie lieber Hartz vier, machen einige idiotische Maßnahmen, aber sie kommen nicht in die Schuldenfalle aus der sie nicht mehr rauskommen und in die Rentenkasse wird auch eingezahlt.
    Mir hilft es nicht mehr, vielleicht aber anderen die in eine ähnliche Situation kommen. Ich die Politiker (sollten die es lesen) das ganze System aufrütteln möchte das solche Machenschaften von Erniedrigung endlich aufhören. Jeder sollte sich seine Menschwürde erhalten dürfen.

    In Würde Alt werden das wollte ich. Ich brauche keine Reichtümer möchte aber im Alter nicht betteln gehen müssen. Inzwischen habe ich Angst meine Wohnung nicht mehr bezahlen zu können, mir einen Platz unter einer Brücke suchen muss.

    Nach deutschem Recht ist der Bezieher von staatlicher Hilfe nämlich ausdrücklich kein Almosenempfänger, sondern hat das Recht auf seine sozialen Entfaltungsmöglichkeiten. Wenn er sich diese nicht verschaffen kann, ist es die Pflicht des Staates, einzuspringen.

  7. Hallo
    Wo reiche ich eine Dienstaufsichtsbeschwerde ein, wenn es der Chef von dem zuständigen Jobcenter ist der Willkür ausübt?

    Vorab danke für die Antwort.

  8. Es wird nicht nur Druck ausgeübt nein über Gutachten hinaus entschieden ohne ärztliche Kompetenz.
    Vermittlung und Job mit gewählt untergejubelt und gedroht mit Sanktionen mit lächeln und herabwürdigende Worte.
    Ja das ist in Brandenburg Havel somit wissen des Amtsleiter so gängig. Auch die Aussage einer Mitarbeiterin : ich hatte schon Morddrohung scheint keinen zu interessieren bis es passiert ist…..man man man

  9. Die Verzweiflung kann ich nachvollziehen. Mit 52 Jahren und jetzt 94 Bewerbungen, hab ich kein einziges persönliches Gespräch gehabt. Ich habe eine Ausbildung als Elektroniker und Elektrotechnik studiert. Wenn ich allerdings schon lese wir suchen für unser junges dynamisches Team, weis ich das ich,dass meine Bewebung sowieso nich berücksichtigt wird
    Ich musste mich laut Jobcenterfür einen Job bewerben. Ausgeschrieben war eine Stelle als Maschienenbau Ingenieur. ( Wie gesagt, ich habe eine Ausbildung als Elektronikerund Elektrotechnik studiert)
    Ich möchte übrigens sehr gerne arbeiten.
    Jahrelang habe ich in dieses System eingezahlt und bekomme seit einem Jahr keinerlei Hilfe!
    Nur Auflagen, die ich erfüllen soll und die zum Grossteil wie von Geisterhand im Jocenter(da gibt es zwei von) bzw. in der Arbeitsagentur verschwinden. Es werden in den Ämtern auch keine Informationen ausgetauscht, außer meine Unterlagen die angeblich fehlen.
    Die Straße ist im Sommer vielleicht gar nicht so schlecht. Zumindest zahle ich kein Geld mehr für Sozialsmarotzer, die mir erzählen ich wäre ihr Jobcenter“Kunde“.
    Der Kunde ist König habe ich eh noch nie geglaubt.

  10. Mir wurden schon 3 mal neue Formulare ausgedrückt, die jetzt noch auszufüllen habe. Ich war beim Jobcenter, die mir sagten, ich bekäme noch ALG 1. (Das war natürlich falsch). Dann bekam ich nach Wochen einen Ablehnungsbescheid, den ich als Kopie mitgebracht habe, der ist aber nicht im Jobcenter gespeichert. Jetzt soll ich eine Schufaauskunft beibringen,eine Abrechnung der Visacard einreichen, ich habe gar keine Visacard, angeblich habe ich keine Unterschrift bei den Anträgen geleistet und diverse weitere Unterlagen angeblich nicht eingereicht. Kommentar Jobcenter: Ich kann das ja notariell beglaubigen lassen. (Von welchem Geld Soll ich das bezahlen? Vor einem Jahr wurde mir gesagt, ich müsse meine privaten Rentenfonds erst aufbrauchen, ich habe die für das Alter gespart! Jetzt soll ich nachweisen wie ich überhaupt die letzte Monate leben konnte bzw. wer mich finanziert hat. Ich gebe dann also an, dass meine Nachbarn mir mittags Essen kochen (vielen Dank an diese Solidargemeinschaft) und darf das dann auch noch von denen bescheinigen lassen. Ich kann das noch Seitenlang so weiter machen, ach ja vielleicht eins noch: Gestern im Jobcenter war noch ein Mann dabei, wahrscheinlich gelte ich jetzt als Gewaltverbrecher, es ist für mich sowieso fraglich, warum eine Security—Frirma im Eingangsbereich des Jobcenters ist.
    Wie war das noch im Grundgesetzt? Die Würde des Menschen ist unantastbar (Artikel 1)

  11. Nachdem ich jahrelang mit allen möglichen Behörden zu tun hatte und es dabei auch immer wieder um Behördenwillkür ging möchte ich bezweifeln, dass eine Dienstaufsichtsbeschwerde hilft.
    Ich für meinen Teil hab meinen Hut genommen und bin in die Provence ausgewandert weil ich die Schnauze voll hatte.
    Wer arbeiten kann und es wirklich will, findet auch hier Arbeit und wenn man dann doch irgendwann mal wieder auf der Straße sitzt, fängt einen das französische Sozialsystem besser auf, als es das Deutsche Schikane-System je könnte.
    Also Leute… Arbeit in F finden und ab in die Sonne!

  12. Nachdem mich jahrelang mit allen möglichen Behörden zu tun hatte und es dabei auch immer wieder um Behördenwillkür ging möchte ich bezweifeln, dass eine Dienstaufsichtsbeschwerde hilft.
    Ich für meinen Teil hab meinen Hut genommen und bin in die Provence ausgewandert weil ich die Schnauze voll hatte.
    Wer arbeiten kann und es wirklich will, findet auch hier Arbeit und wenn man dann doch irgendwann mal wieder auf der Straße sitzt, fängt einen das französische Sozialsystem besser auf, als es das Deutsche Schikane-System je könnte.
    Also Leute… Arbeit in F finden und ab in die Sonne!

  13. Ich habe an die Dienstaufsichtsbehörde geschrieben, weil ich für den April jetzt noch kein Geld bekommen habe.
    Wie lange kann die Behörde sich Zeit nehmen für eine Antwort. Ich bin nicht mehr in der Lage meinen Verpflichtungen nachzukommen.

  14. Wie soll eine objektive Dienstaufsicht funktionieren wenn der Leiter des Jobcenters, der bekanntlich die Dienstaufsicht führt, am Prämiensystem beteiligt ist?
    http://www.gegen-hartz.de/news/jobcenter-chefs-praemien-fuer-hartz-iv-sanktionen
    Warum sollten sich diese Sozialparasiten gegenseitig die Wurst vom Brot nehmen?
    https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/kursangebot-der-jobcenter-das-milliardengeschaeft-mit-den-arbeitslosen/20800654.html
    Wenn dies noch eine Behörde ist die den freiheitlich/demokratischen Rechts- und Sozialstaat repräsentiert, dann soll mir mal einer mafiose Clanwirtschaft erklären.
    Diese Zustände herrschen aber nicht nur in dieser Behörde. Die Zeichen des Systemzusammenbruchs prägen die Exekutive im allgemeinen und werden unzweifelhaft in einem Volksaufstand münden der diesen Kriminellen wieder den Respekt vor ihren Ernährern lehrt!

  15. Was für ein Blöd sinn Dienstaufsaichtsbeschwerde hab ich eingerecht und ist voll zu gunsten des Mitarbeiters aus gelegt worden .
    Seit dem bekomme ich eine Saktion nach der anderen und das geht bis zur Vollsperrung nun was soll das dann Bringen

  16. Beschwerde eingereicht
    Fall wurde angenommen
    Und zu gunsten des Mitarbeiters viel es aus.
    Das ist so ein schwachsinn beschwerde ein zu reichen. Wird eh nichts gemacht

  17. Gut das es euch gibt,ich war schon oft total übervordert und verzweifelt….danke!

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