Jobcenter produziert jetzt Abgase anstatt Hartz 4-Papiermüll

Ein Ziel der Einführung der E-Akte war klar: Besserer Umweltschutz. Das Jobcenter hat eine eigene Interpretation diesen umzusetzen.

E-Akte soll das Jobcenter digitalisieren

Die E-Akte soll das Jobcenter in das Zeitalter der Digitalisierung einführen und die Behörde von ihrer Papierlast befreien. Um das zu erreichen werden die Akten der Hartz 4-Empfänger nicht mehr in Papierform gelagert, sondern eingescannt und digital abgelegt. Die Originaldokumente werden anschließend noch drei Monate aufbewahrt und letztendlich entsorgt.

Die Vorteile: Eine übersichtlichere Ablage der eingereichten Dokumente und ein besserer Umweltschutz, da weniger Papier verbraucht wird. Das Jobcenter Hamburg hat einen Weg gefunden, zumindest Zweiteres zu vereiteln.

Unterlagen werden zum Scannen in die Hauptstadt transportiert

Die Masse an eingereichten Unterlagen selbstständig scannen? Da haben die Hamburger Sachbearbeiter keine Lust drauf. Die Lösung: Alle Dokumente, die zum Scannen bereit sind, werden mit dem Transporter vom Jobcenter Hamburg abgeholt und bis nach Berlin gefahren. Hier werden sie von der Post eingescannt und digital wieder an das Jobcenter gesendet.

Das ist nicht nur umständlich, sondern auch stark umweltschädigend. Denn es handelt sich nicht um einen kleinen Transporter, der sich ab und zu Mal in Richtung Hauptstadt aufmacht. Sondern es fährt jeden Tag ein Transporter von Hamburg nach Berlin. Mit 30.000 Zetteln im Gepäck. Statt Papiermüll gibt es also erhöhte Abgaswerte.

Erklärung des Jobcenters ist dürftig

Die Begründung des Jobcenters, warum es nach diesem Verfahren vorgeht, überrascht nicht. Es ist einfach am günstigsten. Das Jobcenter spart also nicht nur gern auf dem Rücken der Hartz 4 -Empfänger sondern auch auf Kosten der Umwelt.

Wenigstens mit fehlerhaften Bescheiden wollen wir das Jobcenter nicht durchkommen lassen. Wir prüfen deinen Bescheid kostenlos und legen Widerspruch für dich ein. So kämpfen wir für deine vollen Leistungen.

8 Antworten auf „Jobcenter produziert jetzt Abgase anstatt Hartz 4-Papiermüll“

  1. in Frankfurt klappte die Abgabe meiner Unterlagen per mail wunderbar, bis ein SUPER angelernte „FACHKRAFT“ mit VIEL Erfahrung und PRAXIS (schätze mal 21- 23 J. alt) meine Sachbearbeitung übernahm. Seitdem kommt meine WBA nicht mehr per mail an. Daher muss ich mir jetzt doch alles wieder ausdrucken UND persönlich gegen Bestätigung im JC abgeben, UND am Empfang wird es wieder kopiert ????? SUPER GÜNSTIG für den Bürger.

  2. Dann weiß ich ja jetzt was mit meinen Unterlagen im original geschehen ist. Ich musste sie abgeben konnte sie nicht mehr kopieren weil mein Kopierer war leer und Post war zu. Im Amt wurde aber nicht kopiert. Sollte meine Unterlagen eigentlich wieder bekommen warte seit einem Jahr darauf.

  3. Tja ihr lieben, mir brennt da eher eine dazu gehörende Frage unter den Nägeln…. Was passiert mit den wichtigen Unterlagen, wenn sie von der Post eingescannt wurden? Werden die zu den JC zurück geschickt oder geschreddert und verbrannt? Und wer kontrolliert, ob das auch rückstandslos passiert und die wichtigen Daten nicht in irgendwelche unbefungten/kriminelle Hände geraten.

  4. In JC Melle Kreis Osnabrück gibt’s auch Meisterstücke von Herrn Gunaranjan , da werden einem die Haare hoch stehen. Und es juckt keinen von denn Vorgesetzten.!

  5. Damit hört es ja nicht auf. Auf die schnelle (online maps) habe ich ~14 Jobcenter in HH gezählt. Alle anfahren, Unterlagen einsammeln und dann zentral ab nach Berlin. Wobei ich annehme dass HH evtl. nicht die Einzigen sind, die die Post in Berlin zum scannen in Anspruch nehmen müssen?

    Da kann einem schon mal die Flatter gehen bis ein Weiterbewilligungsbescheid- oder andere Anträge/ Unterlagen- dann endlich bearbeitet und entschieden werden.

    Ganz zu schweigen davon, welch riesiger Daten_schatz_ da durch die Lande kutschiert wird.

    Nebenbei:
    Beim hiesigen JC werden auch keine Kopien mehr von den Mitarbeitern gemacht. Sowas kann in der Wartezone von den Leistungsberechtigten bei einem bereit gestellten handelsüblichen Kopierer jetzt selbst erledigt werden.

    Nun gut, wenn die sich da in den JC noch weniger bewegen wollen ….

    1. Bewegung war ja noch nie eine Stärke der JC (es sei denn es geht um die Verhängung von Sanktionen oder das Erstellen von Eingliederungsvereinbarungen) Vermittlung von Arbeitsangeboten gleich null. Warum sollte sich die Damen und Herren „Fallmanager“ auch wirklich um ihre „Kundschaft“ kümmern.Immerhin stehen ja in den Arbeitsämtern genug Computer, dort können sich ja die blöden und arbeitsscheuen ALGII Bezieher (den Ausdruck Hartz 4 vermeide ich möglichst immer, da er mich an die skandalöse Tatsache erinnert, dass P.H. ein vorbestrafter Wirtschaftverbrecher ist) gefälligst selbst was suchen.Kein Wunder daß das Arbeitsamt den schlechtsten Ruf aller deutschen Institutionen hat.

  6. Wenn schon eAkte warum dann nicht auch digitale Unterlagen von Opfern (im Sprachgebrauch des Jobcenters: Kunden) akzeptieren.

    Meine Mails mit digitalen Unterlagen muss ich ausdrucken und im Jobcenter kopieren damit wenigstens die Möglichkeit besteht das sie zur Kenntnis genommen werden. Aktuell werden aber scheinbar nur neue Tatsachen erfunden: Ich soll für mein selbst genutztes Einfamilienhaus Mietverträge vorlegen und erst wenn ALLE Unterlagen vorliegen werden meine Anträge überhaupt geprüft. Ein weiteres Meisterstück von Herrn Hadasch, Jobcenter Bremen, Zimmer 2.037.

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