Jobcenter lehnt Bestattungskosten von Hartz 4-Empfänger ab

Der Tod eines Angehörigen ist ein schwerer Schlag. Das Jobcenter nimmt darauf keine Rücksicht und verweigert einem Hartz 4-Empfänger die Übernahme der Bestattungskosten seiner verstorbenen Mutter.

Akte Peter W.: mittellos, in Trauer, alleingelassen

Was ist vorgefallen?

In den letzten Jahren hatte Peter W. wenig Zeit, die er mit seiner Mutter verbringen konnte. Ihr Tod traf ihn daher unvorbereitet. Doch für Trauer bleibt ihm wenig Zeit, direkt bahnen sich weitere Probleme an. Seine Verwandtschaft verlangt von ihm, dass er als einziges Kind einen Teil der Bestattungskosten übernimmt. Seine finanzielle Situation spielt für diese keine Rolle.

Obwohl Peter W. das Erbe seiner Mutter nicht angetreten hat, muss er eine Rechnung über 500 EUR bezahlen. Er ist verzweifelt. Er hofft, dass das Jobcenter die Kosten übernimmt, mit seinen Hartz 4-Leistungen ist ein Begleichen der Rechnungen unmöglich. Das Jobcenter lehnt seinen Antrag auf Kostenübernahme ab. Die Begründung: Als direkter Verwandter ist er zwar dazu verpflichtet, die Bestattungskosten zu übernehmen, aber er kann die übrige Verwandtschaft bitten diesen Teil für ihn zu übernehmen.

Betroffener sucht Hilfe bei hartz4widerspruch

Peter W. wendet sich an hartz4widerspruch in der Hoffnung, dass unsere Anwälte ihn gegen das Jobcenter unterstützen können. Diese prüfen seinen Ablehnungsbescheid und können folgende Fehler feststellen:

  • Die Kosten für die Bestattung müssen vom Jobcenter übernommen werden, sofern diese nicht von anderen Erben als dem Betroffenen übernommen werden können.
  • Die übrigen Erben stehen mit dem Betroffenen in keinem engen persönlichen Verhältnis. Von daher hat ein Ausgleichanspruch gegenüber den übrigen Erben eine geringe bis keine Erfolgsaussicht.
  • Aufgrund der Bedürftigkeit des Betroffenen können die angefallen Kosten für die Bestattung nicht zugemutet werden.

Aufgrund der Fehlerhaftigkeit des Hartz 4-Bescheides legen unsere Anwälte einen Widerspruch gegen das Jobcenter ein – mit Erfolg. Das Jobcenter kann der Argumentation nichts entgegensetzen und erlässt einen neuen Bescheid. Mit der guten Nachricht, dass die vollen 500 EUR übernommen werden. Peter W. gewinnt gegen das Jobcenter.

Widersprüche gegen das Jobcenter lohnen sich

Geschichten wie diese beweisen: Ein Widerspruch gegen das Jobcenter lohnt sich immer. Über 50 % der Hartz 4-Bescheide sind fehlerhaft und können deswegen angefochten werden. Sende uns deinen Hartz 4-Bescheid zu und wir prüfen diesen gern für dich. Als Hartz 4-Empfänger ist der Service vollkommen kostenfrei für dich.

5 Antworten auf „Jobcenter lehnt Bestattungskosten von Hartz 4-Empfänger ab“

  1. Die Würde des Menschen……Harz 4 ist nicht das Problem, sondern die Menschen die es verwalten und ausnutzen, auf Arbeitnehmer- sowie auf Arbeitgeberseite. Dieses System verschlingt Seelen und Euros. Hilflose Menschen werden erniedrigt, ausgenutzt, abgestempelt. Unqualifizierte Sachbearbeiter spielen sich als Herren über Hilfesuchende auf. Private Unternehmen bieten sinnlose 1€ Jobs an, mit denen billige Arbeit von Steuerzahler finanziert wird unter dem scheinheiligen Mantel der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt, ohne Rücksicht auf den Menschen den es betrifft. Ich wünschte mir, das die Menschen, die dieses System so lobhudeln, selbst einmal all diese Erfahrungen machen. Den Rest Spahn ich mir. Das musste raus…..Kämpft für euer Recht! Ihr Geknechteten…..ist unantastbar.

  2. „Ein Widerspruch gegen das Jobcenter lohnt sich immer.“
    Für euch auf jeden Fall. Für den Steuerzahler eher nicht. Ohne Anlass gegen jeden Bescheid des Jobcenters Widerspruch einzulegen belastet die dortigen Mitarbeiter unnötig und trägt somit nicht zur Qualitätssteigerung bei. Für den Widerspruch ins Blaue hinein auch noch auf Kosten des Steuerzahlers Beratungshilfe in Anspruch zu nehmen ist aus meiner Sicht mutwillig und rechtsmissbräuchlich. Nach dem Beratungshilfegesetz kommt die Bewilligung von Beratungshilfe in diesen Fällen nicht in Betracht (§ 1 Abs. 1 Nr. 2 und 3 BerhG). Es bleibt zu hoffen, dass die Gerichte Beratungshilfe wirklich nur in den Fällen notwendiger Rechtswahrnehmung bewilligen und das Geld der Steuerzahler nicht verschleudern.

      1. Ich bin insoweit nicht betroffen, als ich glücklicherweise nicht Hartz4-Empfängerin bin. Aber ich bin Steuerzahlerin und es ist offensichtlich, dass die „Anwälte“ hier eine Goldgrube aufgetan haben. Schickt uns alle eure Bescheide und wir prüfen kostenlos (also auf Kosten der Allgemeinheit). Dann spuckt die Software einen standardisierten Widerspruch aus, der sich auf alles und nichts bezieht und hier und da erfolgreich ist. Schnell verdientes Geld. Interessant zu wissen wie mit individuellen Problemen der Mandanten umgegangen wird. Bei vier Rechtsanwälten für tausende Mandate würde ich da nicht so viel erwarten.

        1. Das ist auch richtig so, Da mehr als die Hälfte der Leistungsbescheide fehlerhaft sind. Die Kosten der Widersprüche sind noch gering wenn man die Steuerverschwendung die der Staat jährlich praktiziert gegenüber stellt. Die Jobcenter sollten erst mal Ihre Arbeit richtig machen dann wirds auch weniger mit den Widersprüchen!

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