Jobcenter diskutiert moderne Sklaverei in Bremerhaven.

Vor ein paar Wochen haben wir bereits über die scheinheilige Sozialpolitik der Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) berichtet. Nun will sie zusammen mit dem Chef der Bundesagentur für Arbeit Langzeitarbeitslose zur unentgeltlichen Arbeit zwingen. Arbeitslose sollen Vollzeit für die Kommune oder sogar für private Firmen arbeiten, ohne einen Cent mehr zu sehen.

Detlef Scheele (BA-Chef) und Andrea Nahles haben sich überlegt in Bremerhaven ein Pilotprojekt für Hartz 4-Empfänger zu starten. Um schwer vermittelbare Arbeitslose wieder in den Kontakt mit Arbeit zu bringen, denkt die Politik es sei hilfreich den Frustfaktor noch weiter zu erhöhen. Arbeitslose sollen ohne Bezahlung in Firmen mitarbeiten oder öffentliche Anlagen sauber halten.

Bremerhaven hat eine hohe Arbeitslosenquote? Das lässt sich beschönigen.

Zweifelsfrei hat Bremerhaven überdurchschnittlich viele Arbeitslose. Laut Jobcenter Bremen würden für die vorgeschlagene Maßnahme 3.000 Hartz 4-Empfänger in Frage kommen. Das Ziel: 3000 Menschen in unentgeltliche Arbeit bringen. Der fade Beigeschmack, dass diese aus der Arbeitslosenstatistik herausfallen sollen – gearbeitet wird ja schließlich, wie bei 1-EUR-Jobs oder Empfängern in einer Fortbildung. Dies löst zwar absolut kein bestehendes Problem, die Parteien können sich für die „sinkende Arbeitslosenzahlen“ allerdings bei der nächsten Wahl oder Parteiveranstaltung auf die eigene Schulter klopfen. Die moderne Politik scheint nur noch an Selbsterhaltung und nicht an das Wohl des Volkes zu denken.

Wie sieht das Programm aus? Handlanger ohne Lohn!

Menschen die seit vier Jahren oder länger in der Arbeitslosigkeit gefangen sind, sollen zwei bis drei Jahre in eine Beschäftigung privater oder öffentlicher Art gesteckt werden. Der Chef der Agentur für Arbeit in Bremen, Götz von Einem, hat öffentlich gesagt: „Dort können sie als eine Art Handlanger den Arbeitsprozess in Firmen unterstützen“. Verachtender geht es kaum.

Sinnfreie Argumente für die Sklaverei

„Je länger man von Arbeitslosigkeit betroffen ist, desto schwieriger wird es auch, aus ihr wieder raus zu kommen“, solche Phrasen, wie hier von der Geschäftsführerin des Bremer Jobcenters Susanne Ahlers, haben wir schon oft gehört. Ob allerdings eine zwangsähnliche Arbeit ohne jeglichen Lohn Hartz 4-Empfänger wirklich aus der Arbeitslosigkeit herausholt – man bedenke, dass diese zwei bis drei Jahre dort arbeiten sollen – kann man bezweifeln.
Es soll großen Wert darauf gelegt werden, dass die Menschen am Ende eines Arbeitstages sehen, was sie geleistet haben. Dies soll dabei helfen, die Menschen wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Frau Ahlers sagte dazu: „Integration in den Arbeitsmarkt steht dabei nicht an erster Stelle, sondern die Integration in die Gesellschaft“. Ob der Chef eines Jobcenters mit einer solchen Einstellung der Richtige für den Job ist, dürfen wir leider nicht entscheiden…

Das nächste Argument von Frau Ahlers ist genauso an den Haaren herbeigezogen. Wenn Kinder sehen, dass ihre Eltern arbeiten, hätte das den Effekt, dass Langzeitarbeitslosigkeit nicht so leicht vererbt wird. Bislang entzieht es sich unserer Kenntnis, dass Arbeitslosigkeit auch nur annähernd genetisch bedingt ist. Außerdem ist es sicherlich keine tolle Perspektive, dass Kindern gezeigt wird, wie wertlos die eigene Arbeit anscheinend ist, wenn man daran nichts verdient.

Stoppe den Jobcenter-Wahnsinn

Zur allgemeinen Schikane kommt noch der Fakt, dass die Hälfte aller ausgestellten Leistungsbescheide fehlerhaft ist. Wir prüfen gerne noch heute kostenlos deinen Bescheid.

4 Antworten auf „Jobcenter diskutiert moderne Sklaverei in Bremerhaven.“

  1. Das sollte man sich nicht gefallen lassen sofort einen Anwalt einschalten und wenn am trotzdem erstmal dort anfangen muss sollte man soviel sand wie möglich ins Getriebe werfen. Kleine Unfälle passieren eben dann fällt halt mal was wertvolles runter oder eine teure Maschine wird nass wenns keine er sieht ist es dann wirklich passiert 🙂

  2. Nicht das ich jetzt böse klingen möchte, aber ich finde die dort betroffenen sollten sofort Strafanzeige gegen diese Personen stellen, da es in der Bundesrepublik eindeutige Gesetzt gibt die Zwangsarbeit verbieten, siehe auch ( https://dejure.org/gesetze/MRK/4.html ) Diesen Leuten muß das Handwerk gelegt werden, denn ALG II ( Hartz 4 ) heißt nicht das man seine Bürgerrechte abgibt!!!

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