Jobcenter Berlin zahlt Einlagerungskosten

Hartz 4-Empfänger wissen bei einen Umzug in eine neue und kleinere Wohnung häufig nicht, wo sie ihre Möbel lagern sollen. Ein Wegschmeißen dieser Möbel kommt häufig nicht in Frage, da der Hartz 4-Regelsatz ohnehin schon so knapp bemessen ist, dass eine Anschaffung neuer Möbel unmöglich erscheint. Das Jobcenter Berlin steht Hartz 4-Empfängern jedoch jetzt zur Seite und übernimmt die Kosten für eine Einlagerung dieser Möbel.  


Die Reduzierung der Mietkosten und ihre Folgen

Das Kostensenkungsverfahren ist Hartz 4-Empfängern kein Fremdwort. In solch einem Verfahren fordert das Jobcenter Hartz 4-Empfänger auf, ihre Wohnkosten zu reduzieren, da diese nicht den Angemessenheitsrichtlinien entsprechen. EIne Reduzierung ist jedoch meist nur durch einen Umzug in eine weitaus kleinere Wohnung möglich. Das Problem hierbei, das ganze Hab und Gut passt nicht mehr in vollem Umfang in die neue Wohnung. Wegschmeißen kommt häufig nicht in Frage. Es gibt auch nicht immer Bekannte die noch Platz in einer Garage oder im Keller haben. Also wohin damit?

Übernahme der Einlagerungskosten

Unter bestimmten Voraussetzungen ist es möglich, dass das Jobcenter die Kosten der Wohnung wie auch die Kosten der Einlagerung von Gegenständen übernimmt. Beides zusammen darf allerdings den Richtwert für einen Einpersonenhaushalt von 404 Euro nicht überschreiten.

Eine weitere Voraussetzung für die Bewilligung der Einlagerungskosten sind die Kosten der Erstausstattung. Wenn Hartz 4-Empfänger keine Möbel haben, können diese einen Antrag auf Erstausstattung stellen. Die Voraussetzungen für die Bewilligung einer Erstausstattung sind jedoch streng und nur in bestimmten Ausnahmefällen möglich. Für einen Einpersonenhaushalt beträgt die Bewilligung der Erstausstattung 1.189,00 EUR. Wenn die Einlagerungskosten geringer sind als die Erstausstattungskosten, dann wird das Jobcenter die Einlagerungskosten übernehmen, da dies wesentlich wirtschaftlicher ist.

Storebox in Berlin stellt Einlagerungsräume zur Verfügung

Eingelagert werden darf so ziemlich alles. Besonders geeignet dafür sind sogenannte Selfstorage Konzepte. Ein Anbieter im Raum Berlin ist zum Beispiel Storebox. Die Lager befinden sich an zentralen Standorten und es gibt bereits kleine Lager zu mieten. Die hierfür anfallenden Kosten sind vor dem Jobcenter besser zu rechtfertigen.

Hinzu kommt, dass die Storeboxen allesamt videoüberwacht und versichert sind. Zusätzlich wird durch die Regulierung der Luftfeuchtigkeit ein optimaler Lagerraum für Möbel geschaffen.

Die Finanzierung der Lagerräume

Für Hartz 4-Empfänger spielt zudem die Finanzierung dieser Lagerräume eine wichtige Rolle. Bevor solch ein Lagerraum angemietet wird, sollte ein Antrag beim zuständige Jobcenter auf Kostenübernahme gestellt werden. Erst wenn dies die Übernahme der Kosten bestätigt, sollte ein Vertrag mit dem Selfstorage-Anbieter abgeschlossen werden. Liegt nämlich keine Kostenübernahme durch das Jobcenter vor, müssen Hartz 4-Empfänger die Kosten für die Einlagerung aus dem Regelsatz zahlen.

Wie lange werden die Kosten übernommen?

Die Kosten für ein solches Lager werden nicht unbefristet übernommen. Sollte sich nach 2 Jahren Einlagerung noch kein Ende in Sicht sein, dass die Möbel rauskommen, ist das Jobcenter befugt die Zahlung einzustellen.

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