Flopcenter im Februar 2018

Was haben sich die Jobcenter wohl diesen Monat einfallen lassen, damit sie Flopcenter des Monats werden? Einiges. Die Phantasie der Sachbearbeiter scheint keine Grenzen zu kennen. Hier kommen die Flopcenter von Februar 2018.

Flopcenter Nr. 3: Jobcenter Marzahn-Hellersdorf

Die gelernte Buchhalterin Andrea Schulteisz erhält eine Kündigung ihrer Halbtagsstelle und steht mittellos dar. Die Jobsuche ist erfolglos, über 30 Bewerbungen schickt die Berlinerin los. Doch es hagelt nur Absagen, schließlich ist es mit fast 60 Jahren nicht einfach eine neue Anstellung zu finden. Sie muss Hartz 4 beantragen. Dann gibt es doch noch eine gute Nachricht: Ihr alter Arbeitgeber stellt sie auf 450 EUR Basis ein. Doch die Pechsträhne der Betroffenen ist noch nicht beendet. Denn ihr zuständiges Jobcenter hat eine ganz eigene Rechnung um ihr Einkommen zu berücksichtigen: Für ihren 450 EUR Verdienst werden ihr 565 EUR abgezogen. Das bedeutet, Andrea soll 115 EUR dafür bezahlen, dass sie arbeiten geht. Erst nach einem Artikel in der Öffentlichkeit ist das Jobcenter gewillt sich den Bescheid der Betroffenen genauer anzusehen. Es stellt fest, dass der Fehler in der mangelnden Kommunikation zwischen der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter lag. Trotzdem weist es jede Schuld von sich. Die dreiste Äußerung des Pressesprechers: „Der Kunde hat eine Mitwirkungspflicht, über sämtliche Veränderungen Agentur und Jobcenter zu informieren.“ Wieder schafft es das Jobcenter, seine Fehler auf andere abzuwälzen. Dafür gibt es den dritten Platz.

Flopcenter Nr. 2: Jobcenter Berlin

Aufgrund seiner Krankheit kann Daniel Nitsch nicht arbeiten. Er leidet an Epilepsie. Dadurch ist er von Hartz 4-Leistungen abhängig. Seine Mutter Karin Nitsch unterstützt ihren Sohn, wo sie kann. Trotzdem ist das Geld immer knapp. Damit er sich ein wenig Selbstständigkeit erhält, besitzt Daniel eine eigene kleine Wohnung. Dennoch ist er aus gesundheitlichen Gründen öfter bei seiner Mutter. Die Feiertage verbringt er ebenfalls bei ihr. Nach Weihnachten und Silvester kehrt er in seine eigenen vier Wände zurück. Dort wartet eine unangenehme Überraschung auf ihn. Eine Mitarbeiterin seines Jobcenters steht für einen Hausbesuch bereit. Die Begründung: Angeblich würde Daniel seine Wohnung verbotenerweise untervermieten. Das stimmt nicht, der Betroffene wird lediglich regelmäßig von Verwandten besucht. Aber das Jobcenter findet es noch ein weiteres Beweisstück: Der Kühlschrank ist leer. Diese Tatsache ist nach den Feiertagen bei der Mutter nicht verwunderlich, für das Jobcenter aber ausschlaggebend: Es unterstellt Daniel, dass er nicht in seiner Wohnung lebt und streicht die kompletten Leistungen für die Miete. Daniel ist machtlos, vorerst kann er seine Miete nicht zahlen. Diese haarsträubende Vorgehensweise und Begründung für die Streichung der Leistungen verschafft dem Jobcenter den zweiten Platz in unserem Ranking.

Flopcenter Nr. 1: Jobcenter Neuss

Birgit Zimmermann musste einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen. Mit Mitte 50 verstirbt ihr Ehemann unerwartet an einem Herzinfarkt. Er war der Alleinverdiener der Familie, Birgit selber arbeitete zu dem Zeitpunkt nicht. Die Umstände lassen ihr keine Zeit zu trauern. Sofort kümmert sie sich um alle Schritte und reicht schon zwei Tage später alle notwendigen Unterlagen bei dem zuständigen Jobcenter ein. Doch hier passiert: Nichts. Monatelang erhält die Witwe keine Zahlungen des Jobcenters. Und das, obwohl dieses aufgefordert wurde in Vorleistung zu gehen. Nur mit der Unterstützung von Freunden und Verwandten kann die Betroffene sich über Wasser halten. Das nächste Problem: Das Jobcenter weigert sich die Mietkaution für ihre neue Wohnung zu übernehmen. Diese suchte Birgit sich, damit sie den Ansprüchen des Jobcenters gerecht wurde. Ihre Mutter springt ein und leiht ihr das Geld als Darlehen. Da folgt die Krönung: Birgit erhält einen Brief von einer Inkassofirma, die die exakte Summe der Kaution zurückfordern. Obwohl das Jobcenter diese nie gezahlt hat. Selbstverständlich handelte es sich hierbei um einen Irrtum, doch auf eine Entschuldigung kann Birgit lange warten. „Fehler können vorkommen“, ist der Tenor des Jobcenters. Die Betroffene will mit dem Jobcenter nichts mehr zu tun haben. Bis heute hat sie keinen Cent überwiesen bekommen, sie lebt von ihrer kleinen Witwenrente und wird weiter von ihrer Familie unterstützt. Wir geben dem Jobcenter Neuss für diese mangelnde Unterstützung einer Hilfebedürftigen den ersten Platz im Flopcenter Ranking. Du wirst auch von einem Flopcenter betreut? Du bist nicht allein. Unsere Partneranwälte stellen sich an deine Seite und kämpfen kostenlos für dein Recht. Sende uns deinen Hartz 4-Bescheid zu und unsere Partneranwälte überprüfen die Arbeit deines Jobcenters für dich.

15 Antworten auf „Flopcenter im Februar 2018“

  1. Liebe Leidensgenossen,da kennt Ihr den Verwaltungsapparat im sächsischen Zwickau noch nicht,
    total Banane! Bin seit Juli 16 in dem „Genuss“ des unverdaulichen, nur Stress und Ärger, habe nach Antrag 5 Wochen ohne Geld da gestanden ,Begründung war das der Mietvertrag fehlt, leider verweigert der Vermieter diesen bis heute zu unterschreiben, keine Ahnung wieso,schickte mir aber alle 2-3 Monate Kündigungen für selbigen, das Jobcenter verweigerte mir deswegen die Miete obwohl diese auflief was ständiges Streitthema mit meinem damaligen Sachbearbeiter war ,alternativ schlug ich die Hinterlegung der Miete bei einem Anwalt auf ein Drittkonto vor bis der Vermieter seine vertragliche Nebenpflicht erfüllt hat und keine Grundlage für eine Räumungsklage hat,deswegen verkrachte ich mich endgültig mit dem unsachlichen Bearbeiter der beleidigend wurde und ich ,bevor ich handgreiflich werde, das Gespräch abbrach und ihm ankündigte das dies das letzte bei ihm war,dann ging ich vorzeitig und machte mit einem teils sarkastischen aber sachlichen Brief meinem Unmut gegenüber dem JC Luft ,unter anderem beantragte ich einen Wechsel des Sachbearbeiters und wollte wenn das nicht hinhaut zu einer anderen Niederlassung des JC Zwickau….
    Zudem wies ich das Jobcenter darauf hin das es möglicherweise meine Obdachlosigkeit mit ihrem Verhalten verursacht……. Die Termine beim Sachbearbeiter nahm ich angekündigt nicht mehr wahr was mir zum Selbstschutz dienen sollte bis über meine Beschwerden entschieden ist……
    Das ganze mündete nahezu gleichzeitig in Sanktionen, Hausverbot und einem kompletten Wegfall meiner Leistungen!!!Ab August 17 hatte ich also kein Geld mehr ,lebte vom Flaschensammeln u.ä.und tw. auf Pump,GEZ und Krankenkasse lief unwissentlich auf, einen Neuantrag konnte ich erst im November 17 wieder stellen ,da das Jobcenter vergaß mir einen WBA Vordruck mitzuschicken verzögerte sich die Bearbeitung auf Ende Dezember, pünktlich zu Weihnachten bekam ich meine langersehnte Räumungsklage womit die Feiertage gelaufen waren zumal ich nicht in der Stimmung war da ich wegen des H4 Entzuges in der Folge meinen Strom nicht mehr leisten konnte und seit Oktober ohne dastehe!
    Hinzu kommend noch die Zwangsvollstreckung durch die krankmachende lnkassokasse und der Gebührenzwangsanstalt und hierzu meine kurze Frage:
    Inwieweit ist das überhaupt vereinbar das es Versicherungspflicht und Abgabezwang gibt ohne das es gleichzeitig eine unantastbare Sozialleistung oder ein allgemeines Grundeinkommen gibt von der das deckbar wäre,Steuern können ja auch nur am tatsächlichen Einkommen bemessen werden und es ist paradox Abgaben bei Leuten ohne Einkommen oder Vermögen zu fordern so das sich diese ver-oder überschulden sowas kann das Gesetz nicht verlangen oder die Sanktionen bei Hartz 4 wären wegen diesen Zahlungspflichten unzulässig da sich dann beide Gesetze gegeneinander ausschließen,bin so langsam am Verzweifeln was ich machen soll
    diesbezüglich, zumal die Räumungsklage durch ist (31,5)und ich mangels Mietschuldenfreiheitsbestätigung kaum eine Wohnung finde obwohl in diesem Punkt das Gericht die Nachforderungen mangels Nachweisen und Begründung abwies ,das einzig positive………

  2. Jobcenter Backnang da weiß einer nicht was der andere macht. Unfreundlich, ausgenommen die Damen an der Info.

  3. Das Jobcenter Dessau, ist ebenfalls eines der Jobcenter, wo Unterlagen ( Belege, Kopien etc.) einfach nicht mehr vorhanden sind oder nie angekommen sind. Fragt man höflich nach, werden fadenscheinige Aussagen getätigt, macht man doch mal etwas Druck, bekommt man dies Aussage ( die ich vor kurzen Erhalten habe): „…Sie müssen erst einmal an mir vorbei…“ Auch Jobcenter haben Plichten und nicht nur Rechte, aber das Wort „Plichten“ schein dort nicht bekannt oder fremd zu sein.

  4. Dann kennt ihr dss jobcebtwe in stolberg noch nichr Kreis aachen die sind schlimmer schlimmer geht immer .

  5. jobcenter wanne eickel ist auch nicht anders.unhöflich,unfreundlich,frech und die denken die seien was besseres.kann man den gar nichts gegen diese leute unternehmen?wir deutschen müssen um unsere leistung betteln.traurig….die nerven liegen mehr als blank.

  6. U25 stellt man eine Bedarfsgemeinschaft mit den Eltern dar. Da verweigern JobCenter bereits die Antragstellung. Bei mir ist das in Kürten geschehen. Ich musste ohne Einkommen die GKV zahlen, Förderung gab es nicht. Zu Haus spuckte mein Adoptivbruder gegen meine Zimmertür, da ich schwul bin. Die Situation war unzumutbar und ich telefonierte mit dem JobCenter – Frau Bruns dazu „Sie können mir einen vom Pferd erzählen“. Ein Einlenkung bis heute 10 Jahre danach nicht. So faked sich der Staat die Arbeitslosenrate zusammen, Menschen gar nicht erfassen. Der Petitionsausschuss des Bundestages schreitet ebenfalls nicht ein.

  7. Job Center langenhagen
    Keine Freigabe der Unterlagen nach Umzug aber frühzeitige Einstellung der Zahlung das ist schon im dritte. Monat keine Zahlung ich stehe mit null komma nix da

  8. Wir sind eine kleine Familie mit einem Baby und einem Kleinkind und müssen zu viert auf 54 qm leben. Beim ersten Besuch im Jobcenter Pankow war die Nettokaltmiete 4 Euro der zukünftigen Miete zu hoch, obwohl hier wegen Dringlichkeit locker 10 % Spielraum gewesen wären. Wir haben sogar einen Wohnberechtigungsschein mit Dringlichkeit. Die Gesamtmiete war zudem um 150 Euro geringer als angemessen.
    Beim zweiten Besuch am nächsten Tag trafen wir eine freundlichere Mitarbeiterin im Empfangsbereich. Die Leistungsabteilung später befand allerdings, dass unsere derzeitige Wohnung nach dem Asylbewerberrecht angemessen sei. Auf den Hinweis, wir wären keine Asylbewerber wurden wird sehr bestimmt polemisch zurechtgewiesen, dass wir ja wohl nicht besser wären. Hier werden sogar Deutsche und Flüchtlinge gegeneinander ausgespielt.
    Als wir einen Anwalt hinzuzogen, wurde damit argumentiert, dass eine Vergrößerung um 15 qm nicht wesentlich sei und ein neuer Umzug bald zu erwarten wäre. Ich kann nur sagen, das Gericht ist auch nicht besser.
    Da mein Mann einen Schädelbasisbruch hatte und noch nicht wiederhergestellt und unser Baby noch klein ist, sind wir momentan leider noch vom Jobcenter abhängig. In den zwei kleinen Räumen mit zwei Kleinkindern mit unterschiedlichen Bedürfnissen ist es auch wirklich schwer, Bewerbungen zu schreiben oder sich selbständig zu machen. Die Nerven liegen blank.

  9. Jobcenter Leipzig!!!!!!!! Weder Post(wie Anträge etc.) noch E-Mails(! )kommen an. es wird ständig Geld zurückgefordert( bei mir und bekannten) was nie ausgezahlt wurde. Oder es wird einfach mal kein Geld gezahlt und wenn man hingeht oder anruft weis niemand warum das Geld nicht ausgezahlt wurde.Und natürlich erfährt man nie was einem zusteht oder nicht.Da kann die Bearbeitung mal n halbes Jahr dauern beim einen und der andre der gleich mit Anwalt droht bekommt sofort nach ner Woche alles was er verlangt…oder man scheucht einen von Behörde zu Behörde (Wohngeldstelle,Jugendamt etc. weil die nich mal kurz anrufen und nachfragen könn. Es sei denn das Jobcenter glaubt es wurde irgendetwas zu seinen Ungunsten bearbeitet oder bewilligt, dann können die sehr gut mit andern Behörden zusammenarbeiten und nach 2 Tagen liegt ne Forderungsaufstellung im Briefkasten…

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