Eine Randgruppe lässt alle Hartz 4-Empfänger schlecht dastehen

In Berlin kam es auf einem Supermarktparkplatz zu Szenen, die sprachlos und wütend machen. Hartz 4-Empfänger kaufen mit Essensmarken Wasserflaschen, kippen diese weg und kaufen sich von dem Pfand Bier. Millionen Leistungsbezieher werden so zu Unrecht in ein schlechtes Licht gerückt.

Was ist passiert?

Wie die „Bild“ zuerst berichtete, kauften die Männer zwölf Wasserflaschen in einem Supermarkt mit Lebensmittel-Gutscheinen, die sie von Bundesagentur für Arbeit erhalten hatten. Geld vom Steuerzahler. Als sie den Supermarkt verlassen haben passiert das Unglaubliche. Statt das Wasser zu trinken, kippen sie die Flaschen eine nach der anderen weg.

Bild-Zeitung

Als sie damit fertig sind spazieren sie mit den Pfandflaschen zurück in den Supermarkt, geben die Pfandflaschen ab und kaufen von den Pfandbons Bier. Der blanke Hohn für all diejenigen, die mit einem knappen Hartz 4-Budget über die Runden kommen müssen.

Solche Fälle sind gut für das Jobcenter

Der „Aufwand“ der Beiden muss betrieben werden, da die Lebensmittelmarken nur für das Existenzminimum gedacht ist. Tabak und Alkohol können damit nicht gekauft werden. Die Marken im Wert von 205 Euro, die Hälfte des Regelbedarfs, bekommt man dann, wenn man zu 100 % vom Jobcenter sanktioniert wurde.

Das traurige an solchen Bildern ist, dass es Wasser auf die Mühlen der Jobcenter ist, die so ihre vielen Sanktionen rechtfertigen können. Über die zehntausenden zu Unrecht verhängten Sanktionen kann so hinweggetäuscht werden.

Supermärkten und Bundesagentur sind die Hände gebunden

So verabscheuungswürdig das Verhalten dieser Einzeltäter auch ist, den Supermärkten sind hier die Hände gebunden, da die Männer mit ihren Essensmarken Wasser kaufen dürfen. Auch die Bundesagentur für Arbeit gab auf Nachfrage resigniert zu, dass man solche Dinge nicht kontrollieren könne. Man sollte zudem nicht alle Arbeitslosen unter Generalverdacht stellen. Leider passiert aber genau das, wenn man Bilder wie diese sieht.

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5 Antworten auf „Eine Randgruppe lässt alle Hartz 4-Empfänger schlecht dastehen“

  1. Was bitte ist daran schlimm?
    Pervers ist eher dass due den Leuten vorschreiben was sie zu kaufen haben!
    Wenn jemand so am Ende ist, dass er den Alkohol braucht um sein Leben noch zu ertragen, wer bitte meinen die Leute zu sein, dem das noch vorschreiben zu wollen?

  2. Ich finde diesem Bericht kann man nicht glauben schon allein weil er von der Zeitung die niemand angeblich in Deutschland liesst und zweitens weil die Bildzeitung aus jeder Mücke einen Elefanten macht

  3. Und wieso spielt das dem Jobcenter in die Karten?
    Ist Wohlverhalten die Bedingung für die Grundversorgung?
    Haben wir wirklich vergessen, wohin uns der Gehorsam unserer Vorfahren gebraucht hat?
    Und nicht zuletzt die Frage nach der Verantwortung, wenn eine Gesellschaft für mich entscheidet, was „das Beste“ für mich ist, mich also komplett entmündigt, wieso jammert diese Gesellschaft dann, dass sie die Kosten für meinen Lebensunterhalt tragen muss?
    Eltern, die ihre Kinder klein und abhängig halten, müssen auch lebenslang für sie sorgen, sind leider aber nicht lebenslang für die Kinder da und lassen sie lebensunfähig zurück…

  4. Ich finde die Aktion gut, wieder ein Aktion bei der man merkt, dass was in der Bundesrepublik Deutschland (ja, es heißt nicht Deutschland) gewaltig schief läuft.

  5. Schlimm ist es, dass diese Webseite den Mainstream bestätigt: „So verabscheuungswürdig das Verhalten dieser Einzeltäter auch ist“

    „Tabak und Alkohol können damit nicht gekauft werden“ stimmt, wie man sieht, nicht ganz.
    Hartz4 ist grundgesetzwidrig und die Sanktionierungspraxis erst recht. Und die neuen deutschen ´Landser´ machen mit. Die Bild+ARD-Leser-Zuschauer grunzen wie die Verfassungsverbrecher, jedoch nur solange, bis sie selber an der Reihe sind.

    100% Sanktionen sind m.M.n. faschistisch und wer sich trotzdem ein Bier genehmigt, bewahrt sich seine Menschenwürde. Und das ist gut so.

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