Die fragwürdige Einkommensanrechnung des Jobcenters!

Hartz 4 erhalten die Personen, die nicht in der Lage sind, ihren Lebensunterhalt selbst zu bestreiten. Immer mehr Personen müssen zudem ihr Einkommen mit Hartz 4-Leistungen aufstocken. Doch vorhandenes Einkommen wird auf die Hartz 4-Regelleistung angerechnet und hier passieren die häufigsten Fehler.

Was versteht man eigentlich unter Einkommen?

Bei der Anrechnung von Einkommen denken die meisten Personen, dass lediglich Erwerbseinkommen auf die Hartz 4-Leistung angerechnet wird. Doch unter Einkommen fällt nicht nur Erwerbseinkommen. So wird z.B. Krankengeld, Unterhaltszahlungen, Kindergeld, Elterngeld aber auch Rentenzahlungen auf die Hartz 4-Leistung angerechnet.

Einkommen von Kindern wird angerechnet

Besonders ungerecht erscheint die Einkommensanrechnung im Hinblick auf Einkommen, welches ein Kind in der Bedarfsgemeinschaft erzielt. Da alle Personen, die zu einer Bedarfsgemeinschaft gehören, bei der Berechnung der Hartz 4-Leistungen berücksichtigt werden, werden auch deren Einkommen berücksichtigt. Haben somit Kinder unter 25 Jahren, welche unverheiratet sind, ein Einkommen wie z.B. aus Berufsausbildung, Kindergeld oder Nebenjob, dann wird dieses Einkommen angerechnet.

Jobcenter Salzlandkreis rechnet willkürlich Einkommen an

Manchmal artet die Einkommenseinrechnung des Jobcenters jedoch auch aus. Das Jobcenter Salzlandkreis hat in einem Fall das Taschengeld des Kindes auf die Regelleistung angerechnet. Hätte das Kind dieses Taschengeld von ausstehenden Personen erhalten, wäre dies eventuell noch zu vertreten gewesen. Hier hat aber die Mutter, die selbst Hartz 4-Leistungen bezieht, dem Kind ein Taschengeld ausgezahlt. Dieses Taschengeld stammt natürlich aus dem Hartz 4-Regelsatz. Das Jobcenter Salzlandkreis rechnet somit nicht Einkommen auf die Hartz 4-Leistung an, sondern Hartz 4-Leistungen auf Hartz 4-Leistungen.

Aufgepasst bei Einkommensanrechnung!

Sollte auch dir Einkommen angerechnet werden, solltest du diese Anrechnung in jedem Fall überprüfen lassen. Gerade bei der Einkommensanrechnung unterlaufen dem Jobcenter die meisten Fehler. Sei es die falsche Höhe, ein falscher Zeitraum, abzuziehende Freibeträge oder, wie in diesem Fall, Einkommen welches kein Einkommen ist.