Was du bei einem Aufhebungsbescheid machen kannst

Sollte sich deine aktuelle Lage ändern, weil du einen neuen Job anfängst oder z.B. eine Erbschaft erhalten wirst, kann es sein, dass das Jobcenter die Zahlungen an dich einstellt – du erhältst einen Aufhebungsbescheid. Jede Entscheidung zu einem Hartz 4-Antrag ist ein Verwaltungsakt, der in einem schriftlichen Bescheid mitgeteilt wird. Hier wird unterschieden zwischen einem Bewilligungsbescheid und einem Ablehnungsbescheid.

Was ist dann ein Aufhebungsbescheid?

Solltest du Leistungsbezieher/in sein und finanzielle Zuflüsse dazubekommen, musst du diese sofort dem Jobcenter mitteilen. Das Jobcenter berechnet deine Situation nun neu. Je nach Art und Höhe der finanziellen Zuwendungen (durch Job, Erbschaft, etc.) ist es möglich, dass dir deine Leistungen vom Jobcenter gestrichen werden. Wenn du dem Jobcenter mitteilst, dass du neue Zuwendungen bekommst, solltest du dir den Eingang der Dokumente bestätigen lassen. Oftmals verschwinden diese Dokumente im Jobcenter. Der Fehler wird dann bei den Leistungsbeziehern gesucht. Mit einem Beleg kannst du beweisen, dass du die Dokumente eingereicht hast. Die Einstellung der Leistung wird dir in einem Aufhebungsbescheid mitgeteilt, der auch das Datum ab Streichung beinhaltet. Der Aufhebungsbescheid gilt nur für Hartz 4-Zahlungen, nicht jedoch für andere Leistungen wie Wohngeld. Der Bescheid kann nur Leistungen einstellen, die auch direkt vom Jobcenter bezahlt werden.

Was kann ich bei einem Aufhebungsbescheid tun?

Wie jeden anderen Bescheid auch, solltest du den Aufhebungsbescheid genau prüfen. Die Rechtsbehelfsbelehrung in dem Bescheid erklärt dir, welche weiteren Schritte in welcher Frist zu unternehmen sind, sollte der Bescheid nicht in Ordnung sein. Viele der Aufhebungsbescheide berechnen das Einkommen falsch. Das kann sein, weil einige deiner Dokumente im Jobcenter verloren gegangen sind oder der Bewilligungsbescheid vorher auch schon falsch berechnet worden ist. Sollte dir an deinem Bescheid etwas komisch vorkommen, kannst du ihn jederzeit (innerhalb der gegebenen Frist von einem Monat) überprüfen lassen. Unsere Partneranwälte übernehmen das kostenlos für dich und legen im Falle eines Fehlers Widerspruch für dich ein. Sollte der Widerspruch nicht positiv verlaufen, kann vor dem Sozialgericht Klage gegen den ungerechtfertigten Aufhebungsbescheid eingereicht werden. Ist die Frist verstrichen und du entdeckst erst nach einem Monat den Fehler? Dann hast du noch immer die Möglichkeit einen Überprüfungsantrag zu stellen. Hier hat das Jobcenter allerdings 6 Monate Zeit, bis es sich wieder mit einem Ergebnis bei dir meldet.

4 Antworten auf „Was du bei einem Aufhebungsbescheid machen kannst“

  1. Hey, meine frage is und zwar habe ich 02.07.18 vom Jobcenter noch Geld bekommen seit den 16.07.18 bin ich berufstätig jetzt is meine frage steht mir eigentlich noch bis zum 15.08.18 was zu oder nicht weil da bekomme ich nämlich erst mein Lohn? Aufhebungsbescheid habe ich bekommen und habe heute auch da angerufen und die sagten das ich kein einzigen Cent mehr bekomme.

  2. Hallo das Jobcenter hat mein bewilligungs Bescheid aufgehoben weil durch den Außendienst ein Freund in meiner Wohnung aufgefunden wurde der ein paar Klamotten bei mir hat sich nicht bei mir wohnt mir wird nun vorgeworfen das ich mit ihm zusammenlebe . Er hat eine eigene Wohnung die auch sein Eigentum ist nun meine Frage dürfen sie durch Spekulationen mein Geld streichen ? Ich gehe selbst arbeiten und das Jobcenter zählt mir eine Aufstockung.

  3. Hallo und guten Tag, habe gerade mal so einiges hier gelesen. Ich weiß im Augenblick auch noch nicht genau – ob ich meinen letzten Bescheid (Aufhebungsbescheid) „hier“ prüfen lassen möchte.
    Auf jeden Fall habe ich „hier“ leider nicht die von mir gewünschten Antworten gefunden.
    Meine Frage/n bezieht sich auf die Anrechnung von Einkommen, denn Erbe/bzw.Pflichtteil wird ja als Einkommen von Jobcenter verrechnet bzw. berechnet. Ich musste mich über einen Rechtsanwalt um mein Pflichtteil-Anspruch kümmern, weil ich sonst nichts bekommen hätte) Ich wurde im Testament nämlich nicht aufgeführt – obwohl ich Tochter bin)
    Mein Pflichtteil-Anspruch ergab nach längerer Zeit Bearbeitungsphase dann 35.000,00€. ÜBERWIESEN HAT MIR MEIN RECHTSANWALT DANN €31.850,78, WEIL ER SEINE KOSTENRECHNUNG in Höhe von 3.149,22€ .-sozusagen- einbehielt.
    Mein zuvor vorgelegter Beratungshilfeschein vom AG wurde dann quasi hinfällig, weil ich ja Geld erhielt.
    Das Jobcenter verrechnete nun aber die kompletten 35.000,00 und ich erhielt natürlich schlagartig keine Leistungen mehr. Ist ja auch in Ordnung. Aber warum wurden denn die kompletten 35.000,00 verrechnet? Ich erhielt doch „nur“ 31.149,22€, was auch auf meinem Kontoauszug so zu erkennen ist. Meine telef. Nachfrage beim Jobcenter erhielt die Antwort; „….Das ist halt so….“.
    Das Jobcenter errechnete innerhalb des Aufhebungsbescheides die €35.000,00 geteilt durch 6 (für sechs Monate) > somit ergibt sich für das Jobcenter ein bzw. mein mtl. Einkommen/Anrechnung auf €5.833,34. …. Aha – der Mitarbeiter der KV war etwas erstaunt über diese Berechnungsgrundlage – gewährte mir jedoch den mtl. Mindestbeitrag (175,00), denn meine KV muss ich natürlich jetzt selbst bezahlen.
    Ich bin leider immer noch Arbeitslos und habe mich nach nun quasi bei der Agentur für Arbeit Arbeitslos und Arbeitssuchend gemeldet.
    Vom Jobcenter konnte mir die Frage – ab wann ich wieder einen Antrag auf AlgII einreichen/stellen kann nicht so genau beantwortet. Mir wurde gesagt: „Naja, so ungefähr in zwei Jahren ….“
    Kann ich von „hier“ eine etwas konkretere Antwort auf diese Frage bekommen? Ach so – bei der Agentur für Arbeit bin ich „ohne Bezug von Arbeitslosengeld“ gemeldet.
    netten Gruß aus Rüsselsheim

  4. Guten Tag , meine Tochter und ihr Freund sind in einer Bedarfsgemeinschaft beim Jobcenter in Ratzeburg gemeldet, meine Tochter ist hoch schwanger und bekommt nichts vom Jobcenter ausgezahlt da das jobcenter eine Neuberechnung macht ..Sie hat nichts zu essen ,sie wollen nichts auszahlen wärend der Berechnung, ist das zulässig ? An wen kann sie sich wenden um sofort Geld zu bekommen?

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