Altersarmut – wenn die Rente nicht zum Leben reicht

Immer mehr Menschen können im Alter nicht von ihrer Rente leben und sind gezwungen diese mit Hartz 4 aufzustocken. Gründe für die Altersarmut sind befristete Arbeitsverträge, Mini-Jobs, häufige Phasen der Erwerbslosigkeit und niedrige Löhne. Auch die Rentenreform oder der Umstand, dass es immer mehr alte statt junge Menschen gibt, spielt bei der Altersarmut eine große Bedeutung.

Ursachen für die Altersarmut

Altersarmut bedeutet kurz gesagt, dass dir pro Monat weniger als 987,00 EUR als Rente zur Verfügung steht. Dies kann viele Gründe haben. So kann es zum Beispiel sein, dass du längere Zeit erkrankt oder arbeitslos warst. Außerdem arbeiten immer mehr Menschen für einen Niedriglohn und zahlen somit weniger Beiträge in die Rentenkassen ein. Diese Niedriglöhne führen im Umkehrschluss auch dazu, dass man sich eine private Altersvorsorge nicht leisten kann. Häufige Betroffene der Altersarmut sind jedoch Frauen, da sie aufgrund der Kindererziehung meist keiner Erwerbstätigkeit nachgegangen sind. Selbst bei einer vorhandenen Berufstätigkeitverdienen Frauen heutzutage immer noch weniger als Männer, was geringere Rentenansprüche zur Folge hat.

Insbesondere auf Niedriglöhne ist unser Rentensystem nicht vorbereitet. Rentenbeiträge sollen die vorangegangene Generation finanzieren. Wird von der arbeitenden Generation keine Erwerbstätigkeit aufgenommen oder nur ein Niedriglohn verdient, fehlt das Geld dazu.

Zunahme der Altersarmut

Weiterhin ist Altersarmut nichts, was nur einen kleinen Personenkreis betrifft. Die Altersarmut steigt von Jahr zu Jahr erheblich. Die aktuelle Statistik des Statistischen Bundesamtes beweist: Viele Rentner müssen ihre Rente mit Hilfe der Grundsicherung im Alter aufstocken. Waren es im Jahr 2003 noch 257.734 betroffene Personen sind es Ende 2017 bereits 544.090. Hinzu kommt, dass viele Rentner aus Scham keine Grundsicherung im Alter beantragen. Die Dunkelziffer der von der Altersarmut Betroffenen fällt daher vermutlich leider noch deutlich höher aus.

Maßnahmen gegen die Altersarmut

In der Politik gibt es mehrere Ideen, um die Altersarmut zu stoppen. Beispielsweise könnten die Regelsätze in der Grundsicherung für ältere Menschen, aber auch für dauerhaft Erwerbsgeminderte, erhöht werden. Außerdem soll für Rentner ein Freibetrag von 200,00 EUR geschaffen werden. Hintergedanke hierbei ist, dass Menschen die langfristig in die gesetzliche Rentenversicherung einbezahlt haben, bessergestellt werden sollen, als Menschen, die überhaupt keine Vorsorge im Hinblick auf die Rente getroffen haben.

Auch für die Menschen, die sich aus Scham nicht trauen zusätzlich eine Hartz 4-Leistung zu beantragen, sollen Maßnahmen erfolgen. Für diese Personen sollen deutlich mehr Aufklärungsmaßnahmen stattfinden.

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