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Mehr Geld Für Alleinerziehende

Mehr Geld für Alleinerziehende im Hartz-4-Bezug

Ein Elternteil, welches alleine mit seinem minderjährigen Kind oder Kindern wohnt und für dieses sorgt, hat Anspruch auf mehr Geld vom Jobcenter. Diese Regelung ergibt sich aus § 21 Abs. 3 des Sozialgesetzbuches II (SGB II).

Die Voraussetzungen für den Alleinerziehendenzuschlag sind:

  1. Sie wohnen alleine mit ihrem minderjährigen Kind/Kindern
  2. Sie kommen alleine für die Versorgung ihres minderjährigen Kindes auf
  3. Sie sind alleine verantwortlich für die Pflege und Erziehung Ihres minderjährigen Kindes

Der Zuschlag zum normalen Regelbedarf beträgt dabei zwischen 12% und 60 % und ist im Wesentlichen von dem Alter des Kindes und der Anzahl der Kinder abhängig.

Der Alleinerziehendenzuschlag steht ihnen auch zu, wenn Sie mit Verwandten bzw. Eltern oder Geschwistern mit im Haushalt wohnen. Das Bundessozialgericht hat entschieden, dass selbst in dieser Konstellation das Elternteil weiter als alleinerziehend gilt, selbst wenn die Verwandten theoretisch bei der Erziehung helfen könnten.

Höhe des Zuschlages

Die Höhe des Zuschlages ergibt sich direkt aus § 21 Abs. 3 SGB II und ist davon abhängig, wie viele Kinder Sie haben und wie alt diese sind.
Wenn Sie mit einem Kind unter 7 Jahren alleine zusammenwohnen, dann haben Sie Anspruch auf 36% Mehrbedarf. Das gleiche gilt, wenn Sie mit 2 Kindern unter 16 Jahren zusammenwohnen.
Unter Einbeziehung aller Regeln des § 21 Abs. 3 SGB II ergeben sich folgende Werte für den Mehrzuschlag:

Alter der Kinder Mehrbedarf in Prozent
1 Kind bis 7 Jahre 36
1 Kind über 7 Jahre 12
2 Kinder unter 16 Jahren 36
2 Kinder über 16 Jahren 24
1 Kind über 16 und 1 Kind unter 16 Jahren 24
1 Kind über 16 und 1 Kind unter 7 Jahren 36
3 minderjährige Kinder 36
4 minderjährige Kinder 48
5 minderjährige Kinder und mehr 60

 

Bescheid prüfen lassen

Häufig wird der Alleinerziehendenzuschlag vom Jobcenter garnicht oder falsch berechnet. Eine Überprüfung des Hartz-4-Bescheides sollte daher auf jeden Fall erfolgen. Sollte sich herausstellen, dass der Alleinerziehendenzuschlag nicht korrekt berücksichtigt wurde, kann man innerhalb von einem Monat nach Erhalt des Bescheides Widerspruch einlegen. Uns selbst wenn diese Frist abgelaufen ist, kann man noch innerhalb eines Jahres einen Überprüfungsantrag stellen.