+49 (0)421 / 33 100 3 - 0 sozialrecht@rightmart.de Fax: +49 (0)421 / 33 100 3 - 80 0151 / 100 860 40
Das Jobcenter Sagt Die Miete Sei Zu Hoch? Was Nun?

(Keine) Reduzierung der Miete durch das Jobcenter

Heute wollen wir über ein Thema berichten, was viele unserer Mandanten beschäftigt: die Miete.

Wesentlicher Teil der Hartz-4 Leistungen ist, dass das Jobcenter die Miete übernimmt. Nicht selten kommt es vor, dass das Jobcenter nicht die volle Miete übernimmt, oder einem mitteilt, dass die Miete unangemessen hoch ist und daher reduziert werden soll.

Wenn dieser Brief des Jobcenters eingeht, sind viele natürlich verunsichert. Es wird gefordert, die Miete zu senken oder sich nach einer neuen, günstigeren Wohnung, umzugucken, da sonst die Miete gekürzt wird. Dies klingt zunächst erst mal so, als ob man bald aus seiner Wohnung ausziehen muss, aber so ist es nicht.

Das Kostensenkungsverfahren des Jobcenters

Das Jobcenter leitet mit diesem Schreiben das sog. Kostensenkungsverfahren ein. Dies ist die erste Stufe, damit das Jobcenter in frühestens 6 Monaten die Miete auf das „angemessene Maß“ reduzieren kann. Ohne diese Aufforderung, darf das Jobcenter die Miete nicht kürzen. Und auch wenn diese Aufforderung erfolgt, heißt das noch lange nicht, dass die Miete auch gekürzt wird.

Das Gesetz besagt, dass das Jobcenter einen Hartz-4-Bezieher über die Unangemessenheit seiner Miete informieren muss. Es muss ihm verständlich erklären, welche Maßnahmen eingeleitet werden können, um die Miete zu senken. Dazu gehören Untervermietung, Reduzierung der Nebenkosten und am Ende natürlich auch eine günstigere Wohnung.

Bescheid jetzt prüfen lassen:

Kostenlos & unverbindlich Informationsmaterial anfordern! Kein Ärger mehr mit dem Jobcenter!
















Haben Sie einen Drucker? Bitte wählen:

Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?




 

Mietsenkung nach frühestens 6 Monaten

Danach hat der Hartz-4-Bezieher 6 Monate Zeit sich zu bemühen, die Miete zu senken. Wenn er sich bemüht, es aber nicht gelingt, dann soll das Jobcenter auch noch über die 6 Monate hinaus die volle Miete bezahlen. Dafür ist es notwendig, dass man dem Jobcenter nachweist, dass man versucht hat, die Miete zu senken, in dem man z.B. darstellt, dass man nach günstigeren Wohnungen gesucht hat oder bei der Heizung gespart hat. Das muss natürlich auch belegt werden durch den Nachweis von Besichtigungsterminen oder Auszügen aus Mietangeboten, die man geprüft hat.

Auch nach 6 Monaten häufig keine Mietreduzierung möglich

Wenn man dem Jobcenter also nachweisen kann, dass keine günstigere Wohnung zur Verfügung steht und man auch seine Miete nicht senken kann, dann soll das Jobcenter die volle Miete weiterzahlen.

Das Jobcenter soll die volle Miete auch weiterzahlen, wenn das oben dargestellte Kostensenkungsverfahren nicht korrekt durchgeführt wurde.

Als weitere Fehlerquelle lohnt es sich auch zu überprüfen, ob die Angaben zur angemessenen Miete überhaupt korrekt sind. Häufig basieren die Angaben auf alten Statistiken oder wurden vom Gericht als unwirksam aufgehoben. Dann gelten andere Angemessenheitsgrenzen, als vom Jobcenter angegeben.

Bescheid jetzt prüfen lassen:

Kostenlos & unverbindlich Informationsmaterial anfordern! Kein Ärger mehr mit dem Jobcenter!
















Haben Sie einen Drucker? Bitte wählen:

Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?




 

Gegen Mietreduzierung Widerspruch einlegen

Es gibt somit viele Fehler, die dazu führen, dass das Jobcenter die Miete nicht reduzieren darf. Daher lohnt es sich, die Reduzierung der Miete durch einen Anwalt überprüfen zu lassen. Sollten Fehler gemacht worden sein, kann dann ein begründeter Widerspruch eingelegt werden, damit die volle Miete weitergezahlt wird.

Wichtig dabei ist, dass die Aufforderung, die Miete zu senken, nur eine Aufforderung ist, die man nicht mit einem Widerspruch angreifen kann. Erst wenn die Miete wirklich nach 6 Monaten reduziert wird, kann man dagegen Widerspruch einlegen.