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Jobcenter Bremen lässt mehrere Millionen EURO für Langzeitarbeitslose ungenutzt

Jedes Jobcenter bzw. jedes Bundesland hat ein bestimmtes Budget für Fördermaßnahmen pro Jahr. Mit diesem Geld können und sollen die Jobcenter bestimmte Angebote für Langzeitarbeitslose bereitstellen. Doch das Jobcenter Bremen nutzt zum wiederholten Male nicht sein gesamtes Budget und überweist das Geld zurück an den Bund. Woran das liegt? Lesen Sie unsere Zusammenfassung dazu.

53,6 Millionen EURO werden nicht komplett genutzt

Die Jobcenter haben viele Aufgaben. Über allem steht jedoch das Ziel die „Kunden“ der Jobcenter wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Und dieses Ziel wird am effektivsten erreicht, wenn das Jobcenter Kurse, Maßnahmen und Trainings anbietet, die es Langzeitarbeitslosen ermöglicht, besser am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Und genau dafür hatte das Jobcenter Bremen im Jahr 2016 53,6 Millionen EURO zur Verfügung, von denen jetzt ca. 2-5 Millionen EURO zurück an den Bund überwiesen werden, da das Jobcenter nicht genügend Angebote bereitgestellt hat.

Fördergelder bleiben nicht zum ersten Mal ungenutzt

Leider handelt es sich dieses Jahr nicht um eine Ausnahme, was die ungenutzten Fördermittel angeht. Bereits im Jahr 2010 nutzte das Jobcenter in Bremen ca. 10 Millionen EURO nicht, genauso wie im Jahr 2014, als ca. 4 Millionen EURO ungenutzt blieben. In den Jahren 2013 und 2015 wurde das Budget vollständig aufgebraucht.

Als Begründung gibt das Jobcenter an, dass Teile des Budgets erst nachträglich bewilligt werden und dann nicht so schnell verplant werden können. Da diese nachträgliche Bewilligung von Budgetteilen jedoch jedes Jahr kommt, darf man eigentlich erwarten, dass das Jobcenter in Bremen mittlerweile gelernt hat dies mit einkalkuliert und auch kurzfristige Angebote bereitstellen kann.

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Problem besteht nicht nur in Bremen

Doch wer denkt, dass dieser Umgang mit Fördermitteln nur in Bremen ein Problem ist, der irrt. Bundesweit sollen im Jahr 2016 ca. eine halbe Milliarde EURO ungenutzt von den Jobcentern an den Bund zurücküberwiesen werden.

Wer die Verhältnisse in den Jobcentern kennt und selber schon mal versucht hat, eine Förderung aus dem Vermittlungsbudget zu erhalten, der wird sich über diese Nachricht sicherlich wundern. Aus eigener Praxis wissen wir, wie schwer sich manche Jobcenter oder Sachbearbeiter damit tun, auch nur kleine Beträge zur Förderung der Langzeitarbeitslosen zu bewilligen. An leeren Kassen der Jobcenter kann es ja offenbar nicht liegen.

Wenn auch Ihr Probleme mit (Ablehnungs-) Bescheiden habt, berichtet uns gerne davon, oder sendet uns eure Bescheide für eine Kontrolle zu.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Mein Sohn hat die Pflegestufe 0 und ist zu 30 Prozent schwerbehindert wegen seel. Probleme (Depressionen), ist seit 20 Jahren arbeitslos. Er wird laufend zu Gesprächen eingeladen und muss Bewerbungen vorlegen, die überhaupt nichts bringen, aber seiner Gesundheit nicht guttun, da ständiger Druck ihn zusätzlich belastet, was können wir noch tun. Ic h bin die Mutter und gleichzeitig die Pflegeperson. Wir wohnen in einem Haus, unser Sohn betreut für 2 – 3 Std. täglich meinen Mann, seinen Vater, welcher körperliche Probleme hat und auch eine Pflegestufe anerkannt bekam.
    Herzliche Grüße in der Hoffnung, dass Sie uns Ratschläge geben können.
    Gerda Lemm (Mutter von Thoralf Lemm, wohnhaft in Eberswalde)

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