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Die Freibeträge auf das Einkommen

Nicht jeder Cent, den ein Hartz 4-Empfänger durch eine Erwerbstätigkeit verdient, wird später wieder vom Jobcenter eingezogen. Zunächst verbleibt dem Leistungsbezieher ein Grundfreibetrag. Von den Beträgen jedoch, die über den Grundfreibetrag hinausgehen, darf der Leistungsberechtigte nur einen relativ geringen Anteil von 10-20 % als Freibetrag für sich selbst behalten. Der Rest wird auf die Hartz 4-Leistungen angerechnet.

Inhaltsverzeichnis

Wie hoch ist der Grundfreibetrag?

Was passiert, wenn ich mehr als den Grundfreibetrag verdiene?

Rechenbeispiel

Gibt es noch eine andere Alternative?

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Wie hoch ist der Grundfreibetrag?

Beim Grundfreibetrag sind gemäß § 11b SGB II insgesamt 100 € brutto pro Monat anrechnungsfrei. Das bedeutet im Klartext: Verdient ein Leistungsempfänger durch eine geringfügige Beschäftigung nicht mehr als 100 € pro Monat, darf er seinen jeweiligen Verdienst komplett behalten und erhält zusätzlich den für ihn geltenden Hartz 4-Regelsatz.

Was passiert, wenn ich mehr als den Grundfreibetrag verdiene?

Bei einem Einkommen, was über 100 € monatlich hinausgeht, verbleiben dem Leistungsempfänger nur 10 bis 20 % seines Verdienstes. Die konkreten gesetzlichen Vorgaben sehen folgendermaßen aus:

Bei einem Einkommen zwischen 100,01 € und 1.000 € verbleiben dem Leistungsberechtigen 20 % seines Verdienstes. Vom Bruttoeikommen, das zwischen 1.000 € und 1.200 € liegt, gilt ein Freibetrag von 10 %. Sofern der Hartz 4-Empfänger mindestens ein minderjähriges Kind hat, erhöht sich diese Grenze auf 1.500 €.

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Rechenbeispiel

Nachfolgend gehen wir davon aus, dass ein Leistungsempfänger einem 450-Euro-Job („Mini-Job“) nachgeht. Bei einem steuerfreien Einkommen von 450 € pro Monat geht die Rechnung folgendermaßen vonstatten:

Von dem Einkommen können zunächst 100 € als Grundfreibetrag verbucht werden, den der Leistungsbezieher auf jeden Fall für sich behalten darf.

Es verbleiben demnach 350 €. Das Einkommen beträgt also mehr als 100 € und weniger als 1.000 €. Somit darf der Hartz 4-Empfänger 20 % von diesen 350 € behalten, also 70 €.

Dadurch verbleiben 280 €, die auf das Einkommen des Leistungsbeziehers angerechnet werden. Dem Mini-Jobber verbleiben von seiner Tätigkeit lediglich 170 €.

Gibt es noch eine andere Alternative?

Ja, die gibt es! Sollten Sie mehr als 400 € brutto im Monat verdienen, können Sie anstelle des Grundfreibetrags auch Ihre konkreten abzugsfähigen Beträge in Abzug bringen. Wenn Sie sich für diese Variante entscheiden, können Sie von Ihrem Einkommen zunächst die von Ihnen zu entrichtenden Steuern, Versicherungsabgaben, Werbungs- und Fahrtkosten, Aufwand für Arbeitsmaterialien und eventuelle Unterhaltszahlungen abziehen.

Von dem so ermittelten Nettolohn verbleiben Ihnen 20 % bei einem Verdienst bis zu 1.000 € bzw. 10 % bei einem Verdienst von bis zu 1.200 €. Welche Variante günstiger ist, ist abhängig von der konkreten Lebenssituation des einzelnen Leistungsempfängers.

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